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Fahr Fahrad – Aber bitte nicht in Brauweiler
8. Februar 2012 | Autor: Hendrik Neubauer
Gestern ist ein 72-jähriger Radfahrer in Pulheim verunglückt. Bei uns in Brauweiler werden Fahrradunfälle dadurch vermieden, dass nur noch Todesmutige das Fahrrad erklimmen. Wer einmal versucht hat, den Abteiberg zu erklimmen, um dann nach rechts links in die Bernhardstraße abzubiegen, weiß, wovon ich rede.
Veröffentlicht in Brauweiler, Verkehr
5 Kommentare to “Fahr Fahrad – Aber bitte nicht in Brauweiler”
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Lieber Herr Neubauer.
Unser Dorf ist schön.
Nun sollte man, wenn man diese Aussage macht, nicht gleichzeitig unser Dorf schlecht machen. Dass Radfahrer gefährlich leben, liegt oft an ihnen selber. Auf Ihren Bildern sind 14 Radler zu sehen, von denen sich 9 verkehrswidrig verhalten ! Dass die Straßen teilweise ungeeignet sind für Radfahrer, ist bekannt. Das sind noch Sünden von vor 20 Jahren. Sie werden behoben, was man am Beispiel Bernhardstraße (hoffentlich bald) erkennen wird.
Zur Bernhardstraße geht es übrigens links ab, wenn man vom “Unterdorf” kommt.
Ich betrachte es als positiv, wenn die Brauweiler Ortsmitte demnächst gestaltet wird, auch wenn das noch dauert. Dass das noch dauert ist nicht so schlimm. Schlimmer wäre es, wenn nichts geschehen würde. Das sollte man vor Augen haben. Und mit der Gestaltung wird es auch eine Verbesserung für Radfahrer geben und für Fußgänger sowieso.
Viele Grüße,
Ihr
Hermann Schmitz
Lieber Herr Schmitz,
ja, unser Dorf ist schön. Sie wissen genau, warum ich diesen Slogan geprägt und verbreitet habe. Ich bin jedoch nicht bereit, die Vorgänge und den Sachstand im Dorf, wie es so schön heißt, zu beschönigen.
Ihr
Hendrik Neubauer
P.S. Sie wissen genau, warum sich die Fahrradfahrer nicht gemäß der StVO verhalten. Weil der motorisierte Individualverkehr das verhindert. Das ist doch das Problem. Das ist nur ein angepasstes Verhalten.
P.S. Über die Dorfmitte sprechen wir wieder bei anderer Gelegenheit.
Bevor ich die Kritik am Kritiker kritisiere, sage ich lieber:
Kritik ist gut. Kritik an bekannten Mißständen ist gut. Wiederholte Kritik an bekannten Mißständen ist gut.
Sie hilft uns, nicht betriebsblind zu werden (bzw. zu bleiben).
Sie hilft uns, Mißstände nicht einfach als gegeben hinzunehmen, nur weil sie seit Jahrzehnten schon bestehen.
Sehr geehrter Herr Schmitz,
Angesichts der Tatsache, dass in Brauweiler sehr viele Kinder unterwegs sind, und ich bin dankbar, dass die sich “verkehrswidrig“ verhalten, zu ihrem Schutz, wie Herr Neubauer das schon richtig sagt.
Und es ist eine Zumutung, wenn man sich dann zurücklehnt und erklärt, dass das die Sünden von vor 20 Jahren sind. Wenn es um das Leben und die Sicherheit von Kindern und Erwachsenen geht, sollte man einmal die Beine und das Hirn in die Hand nehmen, und vielleicht auch einmal schnell Abhilfe schaffen. Das hätte noch einen netten Nebeneffekt, es werden dann nicht mehr so viele Eltern ihre Kinder mit dem Auto in die Schule fahren.
Jedes Unfallopfer ist eines zuviel!
Viele Grüße
Jürgen Latzke
p.s. und mit Schlechtmachen hat der Bericht nun wirklich nichts zu tun…
Hallo Herr Latzke,
ich lehne mich nicht zurück. Das werden Ihnen all Diejenigen bestätigen, die mich kennen. Die Sünden der Vergangenheit sollen auch keine Entschuldigung sein, sondern Ursachenforschung (*). Leider gibt es keine schnelle Abhilfe. Auch das musste ich schmerzlich lernen. Ich kann Ihnen jedoch versichern, dass ich nicht aufgeben werde, um Verbesserungen zu erreichen, zum Schutz von Kindern genauso wie zur gesamten Verkehrsproblematik. Und ich werde auch keine Ruhe geben, bis die Brauweiler Ortsmitte – wie geplant – bürgerfreundlich gestaltet ist. Verbesserungen sind Veränderungen. Veränderungen im Stadtbild, bei Verkehrswegen, beim ÖPNV und in den Köpfen von (nicht Brauweiler) Entscheidern dauern nun mal. Das ist wie das Bohren dicker Bretter. Und die Brauweiler Bretter scheinen für Pulheimer besonders dick zu sein. Nur gemeinsam bekommen wir in Brauweiler Verbesserungen. Es ist ein ständiger Kampf, ein ständiges “in die Handnehmen” von Beinen und Hirn, das können Sie mir glauben.
Schöne fünfte Jahreszeit und alles Gute.
Ihr
Hermann Schmitz
* Damals kamen die Landeskonservatoren auf die Idee, den Straßenrand der Ehrenfriedstraße mit drei Reihen dicken Kopfsteinen zu pflastern, was natürlich jeden Radfahrer stört und in Gefahr bringt, weil er mehr zur Mitte ausweicht. Heute beschweren sich die gleichen Landeskonservatoren darüber, dass die Erschütterungen des Straßenverkehrs der Abtei schadet, Erschütterungen hervorgerufen durch diese Pflastersteine. Aber Wegmachen ist auch nicht !