1. Spatenstich für das Guidelplatz-Projekt

Gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden der Gold-Kraemer Stiftung, Johannes Ruland, Staatsminister a.D. Harry K. Voigtsberger, dem Architekten Ralf Hatzmann und dem Technischen Beigeordneten der Stadtverwaltung Pulheim, Martin Höschen, nahm die stellvertretende Bürgermeisterin anschließend den symbolischen Spatenstich vor.

„Mit einer kleinen Erdbewegung werden wir gleich Großes anstoßen. Der 1. Spatenstich ist das Startsignal für die Errichtung eines neuen, inklusiven Wohn- und Kunstquartiers im Zentrum von Brauweiler. Unser ganz großer Dank gilt der Gold-Kraemer-Stiftung, die als Investorin und Bauherrin dieses herausragende Projekt realisiert und dem Architekten, Ralph Hatzmann, der diese Pläne entwickelt hat,“ mit diesen Worten hieß die stellvertretende Bürgermeisterin Elisabeth Rehmann die Gäste in Vertretung von Bürgermeister Frank Keppeler am Mittwoch, 3. Mai, auf dem Guidelplatz willkommen. Gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden der Gold-Kraemer Stiftung, Johannes Ruland, Staatsminister a.D. Harry K. Voigtsberger, dem Technischen Beigeordneten Martin Höschen und dem Architekten Ralf Hatzmann nahm die stellvertretende Bürgermeisterin anschließend den symbolischen Spatenstich vor.
In drei Bürgerinformationsveranstaltungen ist das Großprojekt vorgestellt und erläutert worden. Der Ort Brauweiler wird durch die Neugestaltung der Ortsmitte einen wichtigen Schub erfahren. Ende 2019 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Anfang 2020 werden die neuen Gebäude und die gestaltete Platzfläche offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Die Menschen in Brauweiler, die hier leben, wohnen und arbeiten, und die Besucher des Ortes werden um Verständnis für die Beeinträchtigungen gebeten, die durch die regen Bautätigkeiten entstehen werden.
Die Pläne für die Bebauung und Gestaltung des Guidelplatzes haben eine lange, zum Teil wechselvolle Geschichte erlebt. Denn bereits seit geraumer Zeit hat es den Wunsch gegeben, der altehrwürdigen Abtei eine angemessene Bebauung gegenüber zu stellen. In den 1990iger Jahren hat sich der bedeutende Architekt Professor Böhm mit dem Projekt beschäftigt und u.a. einen Solitärbau gegenüber dem Prälaturgebäude vorgeschlagen. Anfang der 2000er Jahre präsentierte die Historica Baubetreuung eine „kleine“ Lösung mit einer Tiefgarage und vier drei- oder viergeschossigen Gebäuden mit Geschäften und Wohnungen auf städtischen Grundstücken. Das Büro hatte es zunächst abgelehnt, das private Grundstück (auf der Nordseite des Guidelplatzes/ in dem Gebäude befanden sich zuletzt ein Edeka-Markt und eine Bäckerei) einzubeziehen. 2006 konnte Historica bewegt werden, das private Grundstück in ihr Investitionsprogramm aufzunehmen. Eine neue Rechtsprechung führte plötzlich zum Erfordernis einer europaweiten Ausschreibung, die aber leider nicht zu einem Angebot führte; auch nicht durch den Projektentwickler selbst. Nun war guter Rat teuer. Woher einen Investor nehmen? Nach vielen Gesprächen und Initiativen von Kommunalpolitiken und Verwaltungsbeamten kam schließlich die Gold-Kraemer-Stiftung ins Boot. 2010 wurden die ersten, 2014 die endgültigen Verträge notariell beurkundet. Klagen gegen die Tiefgaragenzufahrt sollten das Projekt noch einmal verzögern. Der Architekt arbeitete neue Pläne mit einer kleineren Tiefgarage und einer veränderten Zufahrt aus, die jetzt umgesetzt werden.

Errichtet werden auf dem Guidelplatz eine Tiefgarage und vier Gebäude. Herzstück des Gebäudeensembles wird das Kunsthaus sein, indem Künstler mit und ohne Behinderung gemeinsam arbeiten können und professionelle Begleitung erfahren. Die oberirdische Bebauung wird in vier Baufeldern umgesetzt. Am westlichen Rand des Guidelplatzes befinden sich zwei Solitärbauten (Haus 1 und 2), die eine Gasse zur Langgasse bilden. Haus 3 ist der Kopfbau im Anschluss an die bereits bestehenden Guidelarkaden. Den nördlichen Abschluss der Platzfläche bildet das langgestreckte, ca. 60 Meter lange Gebäude 4 gegenüber der Guidelarkade. Entstehen werden insgesamt 35 frei finanzierte Wohnungen, bis zu acht Ladenlokale, das Kunsthaus sowie eine Tiefgarage mit 65 privaten Stellplätzen für die Bewohner und Nutzer des Gebäudes. Die Zufahrt ist von der Kaiser-Otto-Straße aus vorgesehen. Der Guidelplatz soll ausgebaut und einheitlich gestaltet werden. Die Platzgestaltung wird über die Ehrenfriedstraße hinweg so weit wie möglich an das Prälaturgebäude der ehemaligen Abtei herangeführt. Die Belange des Denkmalschutzes werden berücksichtigt. Der Platzgestaltung liegt die Gestaltungsvariante 5 des Stadtplanungsbüros Atelier Fritschi & Stahl zugrunde.
Der provisorisch angelegte Ersatzparkplatz in der Kaiser-Otto-Straße wird bereits seit einiger Zeit zum Abstellen von PKWs genutzt. Die 44 Auto-Abstellplätze ersetzen die Parkplätze, die während der Bauphase auf dem Guidelplatz wegfallen. Nach der Beendigung der Bauarbeiten auf dem Guidelplatz wird dieser Parkplatz wieder aufgegeben und es werden Gebäude errichtet. Bis dahin soll eine endgültige Lösung zur Schaffung von öffentlichen Stellflächen im Kernbereich von Brauweiler gefunden werden.
Das Guidelplatz-Projekt wird den Brauweilerinnen und Brauweilern neue Perspektiven eröffnen. Es bringt deutlich mehr Lebens- und Aufenthaltsqualität. Mit dem heutigen Spatenstich wird der Grundstein für das wegweisende Projekt gelegt.

2 Kommentare to “1. Spatenstich für das Guidelplatz-Projekt”

  • 5 Personen für den einen, den ersten Spatenstich. Das Soll zu 500 % erfüllt.

    Bei dem Einsatz steht die Hütte in 6 Monaten 😉

  • Liebe Brauweiler,

    am 21. November 2008 fiel für dieses Projekt in der Staatskanzlei Düsseldorf der Startschuss unter Beteiligung der CDU Brauweiler, der Gold-Kraemer-Stiftung und MP Jürgen Rüttgers.
    Mögen die Arbeiten zügig und ohne Störungen vorangehen. Beim Ersten Spatenstich hat das Wetter mitgespielt, hoffentlich auch beim Bau.
    Viele Grüße,
    Ihr Hermann Schmitz,
    der aus Brauweiler

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