Offener Brief an den Bürgermeister der Stadt Pulheim

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Keppeler,
als Bürger und Geschäftsleute aus Geyen sind wir seit Anfang August massiv von den Auswirkungen der Baumaßnahmen auf der „Von-Frentz-Straße“ in Geyen betroffen. Über die Baumaßnahme sowie die damit einhergehenden Beeinträchtigungen wurden wir leider erst kurz vor Einrichtung der Baustelle und Straßensperrungen über die Medien informiert. Eine rechtzeitige Bürgerinformation durch Sie bzw. Ihre Verwaltung, in der wir unsere Bedenken und Anregungen bereits im Vorfeld hätten einbringen können, wurde leider nicht durchgeführt.

Wir haben uns nun zu einer gemeinsamen Initiative zusammengeschlossen, um uns dafür einzusetzen, dass die durch die Baumaßnahmen einhergehenden Beeinträchtigungen erträglicher werden und insbesondere eine Befahrbarkeit der Frechener Straße sowohl aus Richtung „Bonnstraße“ als auch auf die „Von-Frentz- Straße“ wieder möglich gemacht wird. Zur Untermauerung unserer Forderung werden wir Unterschriften sammeln.

Bitte verstehen Sie uns richtig, wir sind nicht gegen die Baumaßnahme und uns allen ist klar, dass man viele Schritte, die im Vorfeld hätten anders geregelt werden können, wie z.B. den Standort des Baukrans o.ä. nun nicht mehr ändern kann.
Wir sind jedoch der Auffassung, dass die Dinge, die noch geändert werden können, dringend im Interesse der Bürger und Gewerbetreibenden geändert werden müssen!

Seitdem die Baustelle eingerichtet wurde, haben nicht nur die Gewerbetreibenden mit zum Teil erheblichen Umsatzeinbußen zu kämpfen, sondern auch für uns Bürger bedeutet die Baustelle, dass wir zuweilen erhebliche Umwege in Kauf nehmen müssen, um unser Ziel zu erreichen. Dies ist nicht nur mit einem Mehraufwand an Kosten für jeden Einzelnen verbunden, sondern auch mit einem deutlichen „mehr“ an Zeit, die uns durch die Umwege genommen wird. Gerade die Sperrung der Zufahrt von der „Bonnstraße“ auf die „Frechener Straße“ und weiter auf die „Von-Frentz Straße“ ist in unseren Augen nicht länger hinnehmbar and kann auf keinen Fall weitere 6 Monate aufrecht erhalten bleiben.

Zwischenzeitlich liegt Ihnen eine Stellungnahme der Fachfirma SILA-Signalbau vor, aus der ersichtlich ist, dass die Sperrung der „Frechener Straße“ bei Einrichtung einer 4-Phasenschaltung der Ampelanlage aufgehoben werden könnte. Ferner sagt das Fazit der verkehrlichen Untersuchung aus, dass der Verkehr sodann ohne größere Staus auch in den Spitzenzeiten abfließen kann. Zusätzlich könnten eine dynamische Schaltung der Ampelanlage und eine Bedarfsampel für Fußgänger die Wartezeiten für alle Verkehrsteilnehmer optimieren.

Die Möglichkeit einer 4 –Phasenschaltung und somit die Freigabe der Frechener Straße in beide Fahrtrichtungen wurde bereits vor dem Beginn der Maßnahme von Seiten der Stadt Pulheim geprüft und für machbar erklärt. Abgelehnt wurde diese Variante aus dem Grund, dass diese zu einer „ungenügenden Verkehrsqualität“ auf der Frechener Straße führen würde. Die Verkehrssicherheit dieser Variante, so wurde es während der öffentlichen Ratssitzung am 27.09.2017 von Seiten der Stadt Pulheim erklärt, sei mit dieser Variante uneingeschränkt gegeben. Da nun zwischenzeitlich die ungenügende Lebensqualität der Geyener Bürgerinnen und Bürger weitaus höher als eine vermutete „ungenügende Verkehrsqualität“ einzustufen ist, muss nun im Interesse aller zumindest der Versuch der 4 –Phasenschaltung sehr zeitnah

Wir sind zudem der Auffassung, dass die aktuelle Straßensperrung täglich zu erheblichen Gefahrensituationen führt, da Autofahrer nach wie vor die Sperrungen umfahren und so in den Gegenverkehr geraten. Auch diese Gefahrenquelle könnte durch die 4-Phasenschaltung beseitigt und so der Sicherheitsaspekt für alle Verkehrsteilnehmer erhöht werden.

Durch die Dauer der Baustelle und die Intensität der Beeinträchtigungen sollte im Interesse aller Beteiligten diese Lösung zumindest probeweise eingeführt werden.

Sehr geehrter Herr Keppeler, wir fordern Sie höflich aber mit Nachdruck auf: Machen Sie unser Anliegen zur Ihrer Chefsache! Setzen Sie sich als oberster Kopf der Verwaltung persönlich für dieses wichtige Anliegen der Bürgerinnen und Bürger sowie Gewerbetreibenden bei den zu beteiligenden Stellen ein, damit die „Frechener Straße“ schnell wieder in beide Richtungen befahrbar ist!

Wie bereits erwähnt: Wir verkennen nicht, dass bei Bauarbeiten mit Beeinträchtigungen zu rechnen ist und diese in gewissem Rahmen hinzunehmen sind. Sie sind aber sicherlich mit uns einer Meinung, dass die Sperrung der „Frechener Straße“ über einen Zeitraum von mindestens 9 Monaten den erträglichen Rahmen deutlich sprengt. Als oberster Chef der Verwaltung liegt es nun an Ihnen im Interesse der Bürgerinnen und Bürger zu handeln und dafür zu sorgen, dass der Unmut nicht weiter wächst.

Wir bitten Sie höflich, zu unserer erhobenen Forderung persönlich Stellung zu beziehen sowie uns mitzuteilen, wie Sie die Situation möglichst kurzfristig verbessern werden.

Ihrer persönlichen Antwort sehen wir bis möglichst zum 05.12.2017 entgegen, damit wir wissen, womit wir rechnen dürfen (oder auch nicht).

Mit freundlichen Grüßen

Robert Küpper, Wilfried Klein, Bruno Streiffels

Kommentieren

Zahnrad Brauweiler
Hier gibt es das Kursprogramm 2017 2. Halbjahr als Download.
BLOGPARTNER
BLOGPARTNER
Bei Facebook
VERANSTALTUNGEN
VERANSTALTUNGEN
Wir über uns
Wir über uns
Kategorien