Pulheim trauert um Chidi Kwubiri – einen Brückenbauer der Kulturen
Pulheim hat einen großen Künstler verloren! Am 2. Weihnachtstag verstarb der nigerianische Künstler Chidi Kwubiri nach langer schwerer Krankheit im Alter von 59 Jahren. Am 15.1.2026 wurde er von einer großen Trauergemeinde zu Grabe getragen und fand seine letzte Ruhestätte auf dem Friedhof Blumenstraße in Pulheim.
Mit Chidi Kwubiri verliert die Kunstwelt einen Brückenbauer zwischen den Kulturen. Der aus Nigeria stammende Künstler war ein Wanderer zwischen den Welten. 1966 in Nigeria geboren, hatte er seit seiner Kindheit nichts anderes im Sinn, als Künstler zu werden. Diesen Traum leben zu können, war für ihn das größte Glück auf Erden. Seine Heimat war Nigeria und Deutschland der Ort, an dem er seit Anfang der 90er Jahre mit seiner Familie lebte und arbeitete. Beide Kulturen beeinflussten sein Leben als Künstler stark, aber seine Inspirationen waren in seinem afrikanischen Hintergrund verwurzelt.
Er entwickelte im Laufe der Jahre eine individuelle künstlerische Sprache, die „dripping technique“. Sein Traum als Künstler war es, das Leben Anderer mit seiner Kunst zu berühren und dabei subtil Botschaften seines kulturellen Hintergrunds ebenso zu transportieren wie global relevante Themen.
In den letzten 25 Jahren hat er mehrere Kunstpreise erhalten und international in renommierten Galerien und Museen ausgestellt und wurde 2016 von MISEREOR ausgewählt, das seit über 40 Jahren zur Tradition gewordene „MISEREOR-Hungertuch“ für ihre globale Fastenkampagne 2017/18 zu entwerfen. Sein Leitsatz „Ich bin, weil du bist“ spiegelte sich in seinem Engagement für Menschlichkeit und Respekt wider. Kwubiri setzte sich für Dialog, Teilhabe und Würde ein – Werte, die in seinem Werk weiterleben.