Archiv für die Kategorie „Feuerwehr“
„Vegetationsbrand im Hohen Venn – Städteregion Aachen bittet um Unterstützung, Feuerwehr Pulheim liefert Material“
Noch immer brennt es im Naturschutzgebiet Hohes Venn. Trotz intensiver Löscharbeiten der ortsansässigen Einsatzkräfte bleibt eine Bekämpfung des Feuers schwierig. Da es sich hier um ein Moorgebiet handelt, breitet sich das Feuer meist eher unsichtbar im Untergrund aus und findet im torfhaltigen Boden ausreichend Nahrung.
Um die Brandbekämpfung zu verstärken, hat die Städteregion Aachen am Freitag, 04.09.2026, ein Hilfeleistungsersuchen an benachbarte Feuerwehren gestellt. Die Feuerwehr Pulheim hat umgehend reagiert und unterstützt die Einsatzkräfte mit zusätzlichem Löschmaterial wie zum Beispiel speziellen Düsenschläuchen. Diese erzeugen durch die integrierten Düsen eine gleichmäßige Wasserwand, wodurch Flächen schnell gesichert werden können. Gleichzeitig werden die Einsatzkräfte spürbar entlastet.
Da auch andere Feuerwehren im Rhein-Erft-Kreis Einsatzmaterial zur Verfügung stellen konnten, übernahm die Feuerwehr Pulheim kurzerhand die Organisation der Logistik.
Noch am Abend der Anfrage wurden verschiedene Feuerwachen angefahren und das Material eingesammelt, in Listen erfasst und verladen. Am frühen Morgen des folgenden Tages (05.09.2026) setzte sich ein LKW der Feuerwehr Pulheim mit dem Material in Bewegung Richtung Städteregion Aachen. Ebenso übernahm die Feuerwehr Pulheim nach erfolgreichem Einsatz die Rückführung des Einsatzmaterials an die verschiedenen Feuerwehren.
Guido Bruckmann, stellvertretender Leiter der Feuerwehr Pulheim, hierzu: „Wir haben die Rückmeldung erhalten, dass das bereitgestellte Material seitens der Einsatzkräfte vor Ort als echte Unterstützung empfunden wird. Wir sind froh, dazu beitragen zu können, den Schutz des sensiblen Ökosystems des Hohen Venns zu gewährleisten.“
Tag der Offenen Tür des Löschzugs Brauweiler
Der Tag der Offenen Tür des Löschzugs Brauweiler der Feuerwehr Pulheim findet am Sonntag, 13. September 2026, statt. Dafür wird an diesem Tag die Alfred-Brehm-Straße von der Ecke Kaiser-Otto-Straße bis zum Friedhofsweg von 8 Uhr bis 20 Uhr gesperrt. Eine Umleitungsbeschilderung wird nicht eingerichtet.
Garagenbrand in Pulheim-Brauweiler
Am frühen Montagmorgen (11.05.) brannte es in einer Garage in Brauweiler. Die Feuerwehr hatte das Feuer schnell im Griff und zügig gelöscht. Verletzt wurde niemand.
Wenige Minuten nach Mitternacht alarmierte die Kreisleitstelle der Feuerwehr die Löschzüge Brauweiler, Geyen und die hauptamtliche Wache aus Pulheim zu einem Brand in einer Garage, die sich unmittelbar an ein Wohngebäude anschloss. Wenige Minuten nach der Alarmierung waren die ersten Kräfte aus Brauweiler, deren Gerätehaus sich nur gut 200 Meter von der Einsatzstelle in der Kaiser-Otto-Straße entfernt befand, vor Ort.
Unter Einsatzleitung von Brandoberinspektor Thomas Bedburdick wurden zunächst die vier Bewohner ins Freie geleitet. Da sich das Garagentor schon zu diesem Zeitpunkt nicht mehr öffnen ließ, wurden parallel die Löschmaßnahmen mit einem Löschrohr durch einen Trupp, unter umluftunabhängigem Atemschutz, durch das Wohngebäude über die Rückseite der Garage vorgenommen. Von hier aus hatte auch der Hausbesitzer bereits selbst Löschversuche an den hier lagernden Utensilien vorgenommen. Mit den eingesetzten Mitteln der Wehrleute konnte das Feuer dann zügig gelöscht werden. Im Zuge der weiteren Maßnahmen wurden dann noch Nachlöscharbeiten durchgeführt. Abschließend wurde das Haus ohne Feststellung auf vorhandene Brandgase untersucht und konnte dann den Bewohnern wieder übergeben werden. Die letzten Kräfte der Feuerwehr, die zu Beginn des Einsatzes mit sieben Fahrzeugen und 40 Kräften ausgerückt waren, beendeten den Einsatz nach knapp einer Stunde.
Brauweiler – Verkehrsunfall auf Landstraße
Die Feuerwehr Pulheim wurde am Abend des 22.03. zu einem Verkehrsunfall auf die L213 zwischen Pulheim-Brauweiler und Bergheim-Glessen gerufen. Eine schwer verletzte Fahrerin, die mit Ihrem Auto gegen einen Baum geprallt war, wurde vom Notarzt versorgt und ins Krankenhaus gefahren.
Um 18:37 Uhr wurde der ehrenamtliche Löschzug Brauweiler und die Hauptwache in Pulheim sowie ein Rettungswagen zu einem Unfall auf die L213 gerufen. Als die ersten Kräfte eintrafen, fanden diese eine schwerverletzte Frau neben ihrem auf dem Dach liegenden Fahrzeug vor. Die Besatzung des Rettungswagens kümmerte sich mit Hilfe der ersten Feuerwehrkräfte um die Fahrerin und wurde kurz später auch von einem Notarzt unterstützt. Nach dieser ersten Versorgung wurde die Frau in Begleitung des Arztes in das zuständige Notfallkrankenhaus gebracht.
Wie augenscheinlich erkennbar, war der Wagen frontal gegen einen Alleebaum geschleudert und blieb dann auf einem Fahrradweg neben dem Baum auf dem Dach liegen.
Die insgesamt etwa 20 Kräfte, die unter Einsatzleitung von Stadtbrandinspektor Peter Fenkl mit vier Feuerwehrfahrzeugen vor Ort waren, kümmerten sich neben der Patientenversorgung um auslaufende Betriebsstoffe und den Brandschutz, leuchteten den Bereich aus und sicherten die Unfallstelle ab.
Zur Unterstützung der Polizei verblieb ein Teil der Kräfte noch bis zur Bergung des Fahrzeugs durch einen Abschleppbetrieb an der Einsatzstelle und leuchteten diese weiterhin aus.
B59 blockiert: Umgekippter Anhänger und ein missglücktes Wendemanöver
Am Dienstagvormittag befuhr ein PKW zwischen Stommeln und Pulheim die B59 mit seinem Anhänger in Fahrtrichtung Köln. Während der Fahrt begann der Anhänger zu schlingern und kippte schließlich seitlich um. Verletzt wurde bei dem Unfall niemand. Der mit etwa 1,5 Tonnen Bauschutt beladene Anhänger versperrte aber zwei Spuren der dreispurigen Bundesstraße. Da ein Abschleppunternehmen nicht unverzüglich verfügbar war, unterstützte der Löschzug Pulheim hier die Polizei, damit die vielbefahrene Bundesstraße möglichst schnell wieder komplett freigegeben werden konnte. Unter Einsatzleitung von Oberbrandmeister Marvin Schäfer rückten die insgesamt acht ehrenamtlichen Helfer unter anderem mit einem Hilfeleistungslöschfahrzeug mit einer eingebauten Seilwinde aus, um den Hänger möglichst schnell bergen zu können. Um den Hänger mit Hilfe der Winde aufzustellen, war es aber zuvor nötig, einen Teil der Ladung vom Hänger zu entfernen. Nachdem der Hänger wieder auf seinen Rädern stand, konnte die entfernte Ladung wieder mit vielen Händen zügig auf den Anhänger geladen werden. Da zwischenzeitlich auch ein Abschleppwagen eingetroffen war, konnte die Feuerwehr, die inzwischen gereinigte Einsatzstelle der Polizei übergeben, und nach einer halben Stunde einrücken.
Die Feuerwehr war auf dem Rückweg nach Pulheim noch keinen Kilometer gefahren, fand diese einen LKW vor, der bei einem Wendeversuch mit seinem Heck tief in den Straßengraben der B59 abgerutscht war. Der überwiegende Teil des Fahrzeugs stand quer zur Fahrbahn und blockierte zwei Fahrspuren in Richtung Stommeln. Die Kräfte der Feuerwehr sicherten dann mit massiven Unterlegkeilen unverzüglich den tonnenschweren LKW gegen weiteres Abrutschen und alarmierten parallel die Polizei. Durch die Sicherungsmaßnahmen konnte die Gefahr des weiteren Abrutschens des Fahrzeuges mit dem Risiko der Beschädigung des Kraftstofftanks verhindert werden. Nach den Maßnahmen konnten die freiwilligen Kräfte auch diese Einsatzstelle der Polizei übergeben und den Einsatz beenden.
Tag der Offenen Tür – Löschzug Brauweiler
Der Löschzug Brauweiler der Feuerwehr Pulheim lädt für Sonntag, 21. September 2025, zu einem Tag der Offenen Tür ein. Hierzu wird an diesem Tag die Alfred-Brehm-Straße zwischen der Kaiser-Otto-Straße und dem Friedhofsweg von 7 Uhr bis 20 Uhr gesperrt. Eine Umleitungsbeschilderung wird nicht eingerichtet.
Geyen: Gasaustritt in Wohngebiet
In Pulheim-Geyen ist am Donnerstagabend in einem leerstehenden Gebäude Gas ausgetreten. Nachbarn alarmierten die Feuerwehr, die einen weiteren Gasaustritt verhindern konnte. Der Gasversorger nahm abschließend die Stilllegung der Gasleitung im Haus vor.
Am Donnerstagabend (28.August) wurde die Feuerwehr Pulheim gegen 21:15 Uhr mit ihren Löschzügen Geyen, Brauweiler und Pulheim, sowie der hauptamtlichen Wache mit ihrem Rettungsdienst, zu einem Gasausbruch in Pulheim-Geyen alarmiert. Gleichzeitig wurde auch der Gasversorger durch die Kreisleitstelle informiert, der sich ebenfalls unmittelbar auf den Weg machte.
Als die Kräfte unter Leitung von Brandoberinspektor Martin Annas den Einsatzort in der Von-Grass-Straße erreichten, konnten diese die Feststellungen des Nachbarn, der den Geruch zuvor wahrgenommen und die Feuerwehr alarmiert hatte, bestätigen. Der Gasgeruch kam aus einem nicht bewohnten, anderthalbgeschossigen Wohnhaus, zu dem sich die Kräfte schnell Zutritt verschaffen konnten. Ein mit umluftunabhängigem Atemschutz ausgerüsteter Trupp ging in den Keller und konnte durch Absperren der Gasleitung einen weiteren Gasaustritt stoppen. Die kurze Zeit später eintreffenden Kräfte des Gasversorgers legten den Anschluss dann ganz still. Das Gebäude wurde durch die Feuerwehr, die zu Beginn des Einsatzes mit 50 Kräften und elf Fahrzeugen vor Ort war, noch mit einem Hochleistungslüfter intensiv gelüftet.
Das Haus wurde im Anschluss der Polizei übergeben. Nach gut einer Stunde konnten die letzten Kräfte den Einsatz beenden und ihre Standorte anfahren.
Brauweiler – Feuer in Bürogebäude
Am Sonntagvormittag (10. August) kam es im Industriegebiet in Brauweiler in einem Bürogebäude zu einem Brand. Die Feuerwehr war mit vielen Kräften vor Ort und konnte den Brandherd schnell lokalisieren und das Feuer löschen.
Es war kurz vor 10:00 Uhr als die Kreisleitstelle die Löschzüge Brauweiler und Geyen mit der hauptamtlichen Wache und einem Rettungswagen aus Pulheim zu einem Feuer in der Donatusstraße in Brauweiler alarmierte. Als die Feuerwehr, an dem aus zwei Etagen bestehenden Bürokomplex mit einer sich anschließenden Lagerhalle, eintraf, wurde diese von den meldenden Mitarbeitern empfangen und kurz über die Situation informiert. In der ersten Etage des Bürogebäudes hatten sich vermutlich Akkus, wie sie beispielsweise in Fotoapparaten verwendet werden, entzündet und zu einer kräftigen Rauchausbreitung in dieser Etage geführt. Verletzt war niemand. Von außen waren immer wieder dunkle Rauchsäulen zu sehen, die aus dem Gebäude aufstiegen.
Aufgrund dieser Lage gingen unter Einsatzleitung von Brandoberinspektor Thomas Bedburdick unverzüglich zwei Trupps unter Atemschutz in das Gebäude vor. Weitere Kräfte aus Stommeln und Pulheim wurden angefordert.
Das eigentliche Feuer, welches auf einen Raum beschränkt war, war schnell unter Kontrolle. Die Durchlüftung, der mit dem schwarzen Rauch belasteten Räume, nahm deutlich mehr Zeit in Anspruch. Die Reste der verbrannten Akkus wurden geborgen und in ein Wasserbad außerhalb des Gebäudes eingebracht und weiter gekühlt, um mögliche Rückzündungen zu verhindern.
Aufgrund der deutlichen Rauchbelastung und damit verbundenen Kontaminationen der Einsatzkleidung und Schutzausrüstung der vorgehenden Feuerwehrleute, wurde die Hygienegruppe aus Pulheim hinzugezogen, die die Kleidung und Ausrüstung fachgerecht entgegennahm, hermetisch verpackte und dann einer Reinigung zuführen konnte.
Die Feuerwehr war mit insgesamt gut 70 Kräften und 13 Fahrzeugen an der Einsatzstelle. Um für mögliche weitere Einsätze im Stadtgebiet gewappnet zu sein, übernahm die Feuerwehr aus Elsdorf-Heppendorf zeitweise den Grundschutz und besetzte dazu die Wache in Pulheim.
Die letzten Kräfte konnten ihren Einsatz nach etwa zweieinhalb Stunden beenden und wieder deren Standort anfahren.
Pulheim – Kran fällt auf Hausdach
Am Montagvormittag, 28.Juli, wurde die Kreisleitstelle der Feuerwehr darüber informiert, dass ein mobiler Baukran auf ein Haus gestürzt sei. Die Feuerwehr konnte in einem zeitaufwändigen Einsatz den Kran wieder aufrichten.
Um kurz vor halb elf wurden die Löschzüge aus Pulheim, Stommeln und Geyen mit den hauptamtlichen Kräften und dem Rettungsdienst in die Steinackerstraße gerufen. Hier sollte ein Baukran auf ein Haus gestürzt sein. Bei Eintreffen der ersten Kräfte fanden diese einen mobilen Baukran einer Dachdeckerfirma vor, der bei seinen Arbeiten seitlich umgekippt war und dessen Ausleger auf dem Dachfirst eines zu renovierenden Dachstuhls zum Liegen gekommen war. An dem Ausleger befand sich eine mit alten Ziegeln gefüllte Mulde, die beim Kippen des Auslegers auf gut zwei Quadratmeter die äußere Dachschicht des Nachbarhauses zerstörte. Eine erste Erkundung ergab, dass das Haus, auf dem der Kran lag, zur Zeit nicht bewohnt war. Die Bewohner des Nachbarhauses kamen mit einem großen Schrecken davon, zumal sich diese im Moment als die Mulde das Haus traf, im Bereich des Schadensortes aufhielten.
Somit sorgten sich die anrückenden Kräfte unter der Einsatzleitung von Brandinspektor Wendelin Polich zunächst darum, den Kran in der vorgefundenen Lage zu sichern, zumal sich unter dem Kranausleger keine verlässlich sichere Auflagefläche befand. Somit konnte ein weiteres Umfallen des Kranes nicht ausgeschlossen werden. Als erstes sicherten die insgesamt 36 Einsatzkräfte aus den Pulheimer Löschzügen mit Hilfe eines Rüstcontainers für technische Hilfeleistungen den Kranwagen, damit ein weiteres Kippen unterbunden war. Gleichzeitig forderten sie von der Berufsfeuerwehr Köln einen entsprechend dimensionierten Kranwagen an, der kurze Zeit später mit einem weiteren unterstützenden Rüstwagen und sieben Kräften an der Einsatzstelle eintraf. Mit dem Kranwagen der Feuerwehr konnte dann zunächst die über dem Dach schwebende Mulde gesichert und mit Hilfe der Pulheimer Drehleiter geleert werden.
Im Zuge der ersten Sicherungsmaßnahmen wurden unter anderem mit Pressluft gefüllte Hebekissen unter dem gekippten Fahrzeug positioniert. Im Zuge der nun anstehenden Bergung des mobilen Kranes, wurde mit einer fahrzeugbetriebenen Seilwinde, die am immer noch ausgefahrenen Ausleger befestigt wurde, das tonnenschwere Fahrzeug mit gleichzeitiger Hilfe der Hebekissen wieder auf seine Räder gestellt. Während des Absenkens des Fahrzeugs wurde dosiert Luft aus den Hebekissen abgelassen, damit das Fahrzeug somit kontrolliert wieder mit allen vier Rädern zu Boden gebracht werden konnte.
Nachdem das Fahrzeug wieder ebenerdig stand, gelang es dem Kranführer der Dachdeckerfirma das Fahrzeug – und somit auch die Hydraulik für den Ausleger – wieder zu starten. Behutsam wurde nun der Ausleger wieder eingefahren und konnte auf dem Fahrzeug so abgelegt werden, wie es für einen Fahrbetrieb des Fahrzeugs notwendig war.
Nach gut fünf Einsatzstunden konnten die Kräfte der Feuerwehr, die zu Einsatzbeginn mit acht Fahrzeugen vor Ort war, den Einsatz beenden und wieder einrücken.
Da während des Einsatzes nicht alle Kräfte an der Einsatzstelle verfügbar sein mussten, übernahm der Löschzug Geyen schon früh mit seinem Personal den Brandschutz für das Stadtgebiet und sorgte im Einsatzverlauf für die Getränkeversorgung.
Neues Löschgerät für Pulheimer Feuerwehr
Schon seit vielen Monaten berät man in den Reihen der Feuerwehr Pulheim, wie man sich für die Brandbekämpfung von E-Fahrzeugen ausreichend und effektiv vorbereiten kann. Dies betrifft sowohl die dazu erforderliche Ausrüstung, als auch den Schutz der damit arbeitenden Rettungskräfte bei gleichzeitiger Berücksichtigung finanzieller Aspekte. „Wir haben uns in unserem Löschzug zunächst einen Überblick über die gegenwärtig auf dem Markt vorhandenen Mittel zur Brandbekämpfung bei solchen Fahrzeugbränden verschafft“, so Polich, „und dann mit unseren Bedürfnissen abgestimmt. Gleichzeitig konnten wir über persönliche Kontakte von vielen Feuerwehren Erfahrungen sammeln und in unsere Entscheidung einfließen lassen. Eine Vorführung unter realistischen Einsatzbedingungen bei einem Kölner Automobilhersteller hat uns dann völlig von diesem Löschgerät überzeugt“.
Wo für die Feuerwehr die Unterschiede zu einem normalen Verbrennerfahrzeug liegen, erläutert uns Polichs Stellvertreter, Hauptbrandmeister Christian Remacly.
„Obwohl es statistisch keinen Hinweis darauf gibt, dass E-Fahrzeuge häufiger brennen als reine Verbrennerfahrzeuge, stellen Brände bei solchen Fahrzeugen doch besondere Anforderungen an die Löschtechnik. Das Problem: Wenn die Antriebsbatterie brennt, kommt es in den verbauten Lithium-Ionen-Batterien zu chemischen Kettenreaktionen. Dabei wird in den einzelnen Zellen Sauerstoff freigesetzt, was die Entzündung einzelner Batteriezellen weiter begünstigt. Dieser Prozess heizt das Feuer unter großer Wärmeentwicklung weiter an. Die notwendige, direkte Brandbekämpfung innerhalb der Batterie ist fast unmöglich, weil die Batteriezellen innerhalb der Batterieeinheit am Karosserieboden des E-Fahrzeuges massiv geschützt verbaut sind. Somit kann Wasser zur notwendigen Kühlwirkung von außen, den inneren Bereich der Batterieeinheit beim Löschangriff so gut wie nicht erreichen“.
Unverändert für beide Fahrzeugarten ist, dass das Löschmittel Wasser – ggf. mit Löschmittelzusätzen – weiterhin die beste Wahl zur Bekämpfung von Fahrzeugbränden ist. Unumgänglich bleibt auch, dass die Löschmannschaften mit einer hochwertigen, persönlichen Schutzausrüstung ausgestattet sein müssen, denn beim Löschen solcher Brände sind die Kräfte in der Regel auch hohen Temperaturen ausgesetzt.
Aufgrund dieser Kenntnisse hat sich der Löschzug Pulheim, so Polich, für eine „E-Löschlanze“ entschieden, um für kommende Einsätze im Stadtgebiet entsprechend ausgerüstet zu sein. Die Spitze einer solchen „E-Löschlanze“ wird bei einem derartigen Brandereignis direkt in die Hochvoltbatterie mittels eines schweren Vorschlaghammers hineingetrieben. Durch die Spitze dringen dann etwa 40 Liter Löschwasser pro Minute direkt zu den brennenden Batteriezellen.
Wegen der hohen Anforderungen an die Robustheit und Sicherheitsanforderungen ist die Löschlanze aus Edelstahl gefertigt und gleichzeitig bis zu 1.000 Volt isoliert. Das ist notwendig, weil die Lanze durch die stark geschützte Außenhaut der Batterieeinheit getrieben werden muss. Aufgrund dieser besonderen Technik war es auch erforderlich, dass alle Löschkräfte des Löschzuges an einer Informations- und Einweisungsveranstaltung des Herstellers teilnehmen mussten, damit ein sicherer Umgang gewährleistet ist. Erst im Anschluss konnte das Gerät dann auf einem Löschfahrzeug verladen werden und steht nunmehr für solche Einsätze im Stadtgebiet bereit.

