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Archiv für Juli 2024

Inklusives Ferienprogramm der LVR-Donatus-Schule und des Zahnrad in Brauweiler

Endlich Sommerferien. Für die rund 2,5 Mio. Schülerinnen und Schüler in NRW ist dies wohl die schönste Zeit im Jahr. Viele von ihnen, die nicht mit Familie oder im Freundeskreis verreisen, nehmen an Freizeitprogrammen in ihren Heimatgemeinden teil. Für ein adäquates Ferienangebot engagieren sich die Träger der Jugendhilfe, Jugendämter und Schulen gemeinsam.
Für die Schulen im offenen Ganztag sowie für Förderschulen im gebundenen Ganztag gibt es zwar finanzielle Zuwendungen durch das Land NRW aber mit Blick auf die besonderen Bedarfe der Kinder mit Behinderung stellen die Mittel des Landes für Förderschulen aber bei weitem keine Kostendeckung dar. So steht auch die LVR-Donatus-Schule in Brauweiler mit dem Förderschwerpunkt „Körperliche und motorische Entwicklung“ vor der Herausforderung, ihren Schülerinnen und Schülern ein adäquates Ferienangebot anbieten zu können. Auch wenn dieses durch den Schulträger Landschaftsverband Rheinland (LVR) mit einem Eigenanteil von mindestens zehn Prozent unterstützt wird, decken die zur Verfügung stehenden Mittel des Landes von bis zu ca. € 8.500,- pro Förderschule und Schuljahr für Ferienprogramme die Kosten mit Blick auf die besonderen Bedarfe an Fahrdienstleistungen oder Pflege- und Therapieleistungen durch geschultes Fachpersonal nicht.
Auf der anderen Seite sind die Bedarfe nach Teilnahme an diesen Ferienprogrammen bei den Kindern von Förderschulen sehr groß. Für die elfjährige Lina und 15 ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler der LVR-Donatus-Schule gab es in diesen Sommerferien ein einwöchiges inklusives Ferienprogramm, das in Zusammenarbeit mit dem Brauweiler Zahnrad startete. „Gerade unsere Schülerinnen und Schüler wollen in den Ferien aktiv sein, sich treffen und auch neue Bekanntschaften machen. Deshalb bietet die Zusammenarbeit mit dem Zahnrad eine großartige Gelegenheit, dass Kinder mit und ohne Behinderung zusammen Zeit verbringen“, erläutert LVR-Schulleiterin Sigrun Fischer.
„Wir wollen zeigen, dass gemeinsame Aktivitäten von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderung einen großen Gewinn für alle darstellen. Kinder sind offen im Umgang miteinander. So werden Grenzen oder Vorurteile sehr schnell überwunden“, weiß die Sonderpädagogin für emotionale und soziale Entwicklung, Dr. Regina Künzler, die das Zahnrad seit einem Jahr leitet.
Damit das Ferienprogramm überhaupt stattfinden konnte, unterstützte die Gold-Kraemer-Stiftung zusätzlich mit weiteren Mitteln. „Gerade mit Blick auf die Bedarfe der Kinder und Jugendlichen mit Behinderung wünschen wir uns, dass das Land NRW bei den Zuwendungsvoraussetzungen deutlich nachsteuert und eine entsprechende Regelförderung für gebundene Ganztagsförderschulen gesetzlich verankert. Um den jungen Menschen gerecht zu werden, dürfen inklusives Ferienangebot nicht unterfinanziert sein“, erläutert Prof. Dr. Angela Faber, Vorstandsmitglied der Gold-Kraemer-Stiftung.

Dr. Alexandra Schwarz, LVR-Dezernentin Schulen, Inklusionsamt, Soziale Entschädigung, ist dankbar für die Unterstützung der Gold-Kraemer-Stiftung: „Dank der zusätzlichen Mittel können wir unseren Schülern ein Ferienprogramm bieten, das ihren Bedürfnissen gerecht wird und ihnen unvergessliche Erlebnisse ermöglicht. Diese Unterstützung ist essentiell, um Inklusion auch außerhalb des Schulalltags zu leben und allen Kindern gleichermaßen Zugang zu Ferienangeboten zu ermöglichen. Wir hoffen, dass die Bedeutung solcher Programme erkannt wird und eine entsprechende Finanzierung künftig angepasst wird.“
Für LVR-Schülerin Lina jedenfalls ist es die größte Freude bei den Abenteuern auf der Pirateninsel mit vielen anderen Kindern dabei sein zu können. „Ich mache gleich bei der Schatzsuche mit und das ist ganz schön aufregend“, strahlte die Schülerin, die zusammen mit insgesamt 150 Kindern im Alter von sechs bis 12 Jahren beim Ferienprogramm unter dem Motto „Piraten“ mitgemacht hat.

Bernhardstraße: Bauarbeiten enden in der nächsten Woche

Schon an diesem Wochenende – von Freitag, 19. Juli 2024, bis Sonntag, 21. Juli 2024, – wird die Straße anlässlich des Schützenfestes der St. Sebastianus Schützenbruderschaft kurzzeitig freigegeben. Von Montag, 22. Juli 2024, an werden im Einmündungsbereich Mathildenstraße und Ehrenfriedstraße noch letzte Arbeiten erledigt. Dafür wird die Straße dort noch einmal vollgesperrt. Die Arbeiten sollen voraussichtlich drei bis vier Tage in Anspruch nehmen. Im Anschluss wird die Sperrung aufgehoben.

„Die Anwohnerinnen und Anwohner, die dort ansässigen Geschäftsleute und Praxen mussten während dieser großen Baumaßnahme viel Geduld aufbringen. Ich danke allen – auch den Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern – für das Verständnis“, sagte Bürgermeister Frank Keppeler.

Der Rhein-Erft-Kreis hat laut der Mitteilung im September 2023 mit den Straßenbauarbeiten begonnen, nachdem die Versorgungsunternehmen ihre Leitungen für Wasser, Strom, Gas und Telekommunikation zuvor erneuert hatten. In mehreren Bauabschnitten wurde die Bernhardstraße auf einer Länge von rund 650 Metern ausgebaut, die Gehwege verbreitert, die Beleuchtung erneuert sowie das Parken neu geordnet. Am Knotenpunkt mit der Pfalzgrafenstraße und dem Laurentiusweg ist ein Kreisverkehr errichtet worden. Außerdem wurden vier Bushaltestellen barrierefrei gestaltet und im Ortseingang – von Königsdorf kommend – eine Querungsstelle für Fußgängerinnen und Fußgänger eingerichtet.

Die Kosten für die Maßnahme des Rhein-Erft-Kreises belaufen sich nach dessen Angaben auf rund 2,5 Millionen Euro.

Zahnrad: Das neue Kursprogramm ist da!

Das Programm für 2024 steht und Anmeldungen werden ab dem 21.8.2024 angenommen. Das Kursprogramm kann man wie immer hier herunterladen.

Rat beschließt neue „Baulandrichtlinie 40-50 – Der Pulheimer Weg“

„Heute ist ein guter Tag für die Menschen in Pulheim.“, kommentierte Walter Lugt, zweiter stellvertretender Bürgermeister, „Die Richtlinie ist ein Paradigmenwechsel für Pulheim.“
Mit der Richtlinie legt der Rat den Grundstein, um die Wohnraumsituation für alle Menschen in Pulheim zu verbessern, für alle Generationen und jeden Geldbeutel. Das gilt für frei finanzierten und insbesondere für Miet- oder öffentlich geförderten Wohnungsbau. Zumindest ist dies das Ziel.
Die Überschrift der Baulandrichtlinie beinhaltet Eckpunkte: 40% Geschosswohnungsbau und davon 50% öffentlich gefördert. Das betrifft Flächen an den Außenbereichen von Pulheim und ab einer bestimmten Größe Wohnflächen im Innenbereich der Stadt.
Bis zu drei Geschosse plus Staffelgeschoss beträgt die vereinbarte Geschosszahl. Die von dem Rat geforderte Verdichtung und Ressourcenschonung wird damit erreicht. Was die Innenverdichtung angeht, wird mit den aktuellen Projekten Oppelner Höfe (bis zu fünf Geschossen) in Pulheim und dem Abteiquartier in Brauweiler Schritte in die richtige Richtung gegangen. Im Abteiquartier wird der erste Anwendungsfall der Richtlinie, mit der von der Verwaltung genannten Flächengröße für öffentlich geförderten Wohnungsbau.
Mit „preisgedämpftem Wohnen“, dem „sogenannten Düsseldorfer-Modell“, hat Pulheim Neuland betreten. Pulheim will den Familien, die gerade über den Einkommensgrenzen für öffentlich geförderte Wohnungen liegen, die monatliche Mietbelastung senken. Rechtliche Gründe sprachen dagegen. In der Richtlinie erfolgte dafür eine Kompensation, indem der Anteil an öffentlich geförderten Wohnungen von 30% auf 50% erhöht wurde.
Eine angestrebte Bevorzugung Pulheimer Bürgerinnen und Bürger bei der Wohnraumvergabe ist leider nicht umsetzbar. Zwei Gruppen stehen dabei besonders im Fokus: Senioren, die ihre Häuser an junge Familien geben, bei der Vergabe einer adäquaten Wohnung in ihrem Umfeld zu bevorzugen. Und die Kinder aus unserer Stadt, die nach Ausbildung, Beruf und Familiengründung zurück in die Stadtteile oder den Zentralort wollen.

PV-Infoabend bei der GVG-Rhein-Erft: Jetzt anmelden

Die GVG Rhein-Erft veranstaltet am 18. Juli in Hürth einen Infoabend zum Thema solare Stromerzeugung. Die Experten geben dabei ab 17.30 Uhr im GVG Kundenzentrum Hürth (Max-Planck-Straße 11) Informationen zu der Planung, dem Bau und der Inbetriebnahme einer Photovoltaikanlage und gehen auf Fragen der Besucher ein. Die Anmeldung zum PV-Infoabend ist noch bis zum 16. Juli unter www.gvg.de/pv möglich. Fragen zum PV-Infoabend beantwortet Deborah Ehrenhold unter 02233 7909-3068.

Schützenfest in Brauweiler

Von Freitag, 19. Juli 2024, bis Sonntag, 21. Juli 2024, veranstaltet die St. Sebastianus Schützenbruderschaft in Brauweiler ihr Schützenfest. Zu diesem gehören mehrere Umzüge, die wie folgt stattfinden:

Freitag, 19. Juli 2024 ab 21 Uhr vom Guidelplatz, Abteigasse, Kaiser-Otto-Straße, Ehrenfriedstraße bis zur Kaiser-Otto-Straße.
Samstag, 20. Juli 2024 ab 16.30 Uhr von der Alfred-Brehm-Straße, Friedhofsweg, Bernhardstraße bis zum Schützenhaus Brauweiler.
Sonntag, 21. Juli 2024 ab 12 Uhr ab Ehrenfriedstraße, Bernhardstraße bis zum Schützenhaus Brauweiler.

Straßensperrungen erfolgen nicht, mit Verkehrsbehinderungen ist jedoch zu rechnen.

Kindergartenjahr 2025/2026: Vormerkungen im Kita-Navigator

Die Anmeldung für die Kita-Plätze für das Kindergartenjahr 2025/2026 läuft: Bis Freitag, 1. November 2024, können Eltern die Vormerkungen für ihre Wunscheinrichtung online im Kita-Navigator unter https://pulheim.kita-navigator.org eingeben. Am Freitag, 29. November 2024, versenden die Kindertagesstätten dann die Platzzusagen – eine Absage wird nicht verschickt. Die Eltern müssen anschließend den Platz bis spätestens Mittwoch, 8. Januar 2025, zusagen. Das Nachrückverfahren für die Vergabe noch offener Plätze startet ab dem 10. Januar 2025.

Die Anschriften und Kontaktdaten aller Kindertageseinrichtungen im Stadtgebiet stehen sowohl im Kita-Navigator als auch auf der städtischen Internetseite unter www.pulheim.de zur Verfügung. Aktuelle Informationen über die Termine für die „Tage der Offenen Tür“ in den Kindertagesstätten sind auf der Startseite des Kita-Navigators unter dem Button „Wichtige Eltern-Informationen“ hinterlegt.

Eine Vormerkung im Kita-Navigator kann grundsätzlich sofort nach der Geburt eines Kindes erfolgen. Eine ausführliche Erläuterung zum Anmeldeverfahren für die Aufnahme von Kindern in Pulheimer Kindertagesstätten zum Kita-Jahr 2025/2026 mit dem Kita-Navigator gibt es auf der Internetseite der Stadt Pulheim.

Bonnstraße soll vierspurig werden

Chance auf sinnvolle Neugestaltung der Verkehrssituation auf der Bonnstraße vertan!

Sowohl im zuständigen Ausschuss der Stadt Pulheim, als auch im Kreistag ging es um Projektanmeldungen für den zukünftigen Landestraßenbedarfsplan. Mit dabei auch der vierstreifige Ausbau der Bonnstraße im Bereich Brauweiler, Sinthern und Geyen bis zur B59.

Dierk Timm, in Pulheim lebender Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion:
“Seit Jahren stehen wir an der Seite der durch Lärm und Abgase stark belasteten Menschen entlang der Bonnstraße. Erneut haben wir versucht, eine andere Führung der Bonnstraße zu erreichen. Dies wäre besser für die Anbindung der Gewerbegebiete und hätte die Menschen nachhaltig entlastet. Leider wurde mit Stimmen der konservativ-grünen Koalition beschlossen, dass die erhebliche Steigerung an durchrauschendem Kfz- und Schwerlastverkehr zukünftig auf vier Fahrstreifen die Ortschaften passieren wird. Als kleine Verbesserung wurde eine moderate Verschwenkung bei Geyen, die durch die Stadt Pulheim vorgeschlagen wird, übernommen. Damit wurde nun wohl die letzte Chance verpasst, die Verkehrsströme nachhaltig neu zu koordinieren. Das sind insgesamt schlechte Nachrichten für Pulheim.”

Sylvia Fröhling, Fraktionsvorsitzende der Pulheimer SPD:
“Die von der Stadt vorgeschlagene Verschwenkung im Bereich Geyen ist eine kleine Verbesserung. Leider hilft das den Betroffenen in Brauweiler gar nicht.”

Fröhling und Timm weisen noch auf einen weiteren Punkt hin: “Die neuen Verkehrsströme werden zu einem erheblichen Teil auch die Pulheimer Innenstadt durchfahren. Ohne die Ostumgehung, von der wir mit Sicherheit ausgehen müssen, dass sie nie gebaut werden wird, bleibt dem Verkehr nur der Weg durch Pulheim-Mitte oder über Orr und Sinnersdorf. Wir sehen bei den CDU-geführten Mehrheiten im Kreis und in Pulheim weder Interesse noch Ideen, hieran etwas zu ändern. Damit ist auch die weitere Entwicklung des Ortskerns von Pulheim deutlich eingeschränkt. Von den Belastungen des steigenden Verkehrs für die Menschen ganz zu schweigen.”

Zahnrad Brauweiler

Hier gibt es das Kursprogramm 2024 2. Halbjahr als Download.

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