Archiv für die Kategorie „Empfehlungen“
Im Rhein-Erft-Kreis verdienen Frauen 530 Euro weniger als Männer
Sie arbeiten genauso lang, ziehen aber beim Verdienst den Kürzeren: Frauen, die im Rhein-Erft-Kreis eine Vollzeit-Stelle haben, verdienen rund 530 Euro weniger im Monat als ihre männlichen Kollegen. Darauf hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten zum Internationalen Frauentag am 8. März hingewiesen. Die NGG beruft sich dabei auf aktuelle Zahlen der Bundesagentur für Arbeit. Danach liegt das durchschnittliche Vollzeit-Einkommen von Frauen im Rhein-Erft-Kreis aktuell bei 2.899 Euro im Monat – Männer mit der gleichen Arbeitszeit kommen auf 3.427 Euro. Das macht einen Unterschied von
15 Prozent.
„Es kann nicht sein, dass Frauen auf dem Arbeitsmarkt noch immer so stark benachteiligt sind. Viele Unternehmen in der Region nutzen das Lohngefälle aus, obwohl sie mehr zahlen müssten“, kritisiert Manja Wiesner von der NGG-Region Köln. Besonders
problematisch sei die Situation in frauendominierten Berufen – etwa im Service einer Gaststätte oder im Verkauf einer Bäckerei. Wenn hier nicht nach Tarif gezahlt werde, träfen niedrige Löhne häufig auf Teilzeitjobs und befristete Stellen. „Die Folge sind geringe Einkommen und im Alter Mini-Renten, die Frauen dann beim Amt aufstocken müssen“, so Wiesner.
Nach Einschätzung der Gewerkschafterin dürfte der tatsächliche „Gender Pay Gap“, die Lohnlücke zwischen den Geschlechtern, im Rhein-Erft-Kreis bei deutlich über 15 Prozent liegen. „Bezieht man Teilzeitstellen und Minijobs in die Rechnung ein, wird die Kluft noch größer. Denn hier arbeiten mehr Frauen als Männer. Zugleich sind die Löhne im Schnitt deutlich niedriger“, sagt die NGG-Geschäftsführerin. Das zeige sich gerade im Gastgewerbe: Nach Angaben der Arbeitsagentur werden im Kreis aktuell 59 Prozent aller Teilzeit- und Minijobs in der Branche von Frauen erledigt. „Hinzu kommt, dass noch immer zu viele Frauen zu Hause bleiben – nicht zuletzt auch, weil das Ehegatten-Splitting bei der Steuer die Rollenteilung verstärkt“, so Wiesner. Damit gehe dem heimischen Arbeitsmarkt eine große Chance durch die Lappen. Mit Blick auf die Alterung der Gesellschaft und den Fachkräftemangel müssten eigentlich schon heute viel mehr Frauen ins Berufsleben einsteigen. Die NGG fordert die Unternehmen auf, die unterschiedliche Bezahlung von Frauen und Männern in vergleichbaren Positionen zu beenden. Auch die Politik sei gefordert. „Statt immer neuer Lippenbekenntnisse zum Frauentag brauchen wir einen gesetzlichen Anspruch auf gleiches Geld für gleichwertige Arbeit, der Wirkung zeigt und in den Betrieben zwingend umgesetzt werden muss. Alles andere ist im Jahr 2020 von
vorgestern“, so Wiesner.
Dansweiler, 1.3.: D’r Zock kütt
Kommenden Sonntag ist es endlich soweit. D’r Zoch kütt. Wegen des Sturmes letzten Sonntag wurde der Karnevalszug in Dansweiler auf kommenden Sonntag verschoben. Los geht es um 11:11 Uhr. Nach dem Zug findet dann, wie jedes Jahr, in der Mehrzweckhalle die Große Karnevalsparty statt.
Familienpass Pulheim – Neuanträge und Verlängerungen ab sofort möglich
Den Pulheimer Familienpass gibt es auch in diesem Jahr wieder. Er bietet anspruchsberechtigten Familien mit Hauptwohnsitz in Pulheim vergünstigten Zugang zu vielen Kultur-, Sport- und Freizeitangeboten der Stadt. Ab sofort können im Sozialamt des Rathauses bereits ausgestellte Familienpässe für ein weiteres Jahr verlängert sowie Neuanträge gestellt werden.
Ansprechpartnerin ist: Anke Bockwinkel, Zimmer 012, Telefon 02238-808-123
Montag bis Donnerstag von 8.30 – 12 Uhr, Donnerstagnachmittag von 14 – 18 Uhr
Inhaber des Pulheimer Familienpasses profitieren von folgenden Vergünstigungen:
– 30 Prozent Ermäßigung auf den Eintrittspreis in die Aquarena
– 30 Prozent Ermäßigung auf Eintrittskarten von kulturellen, städtischen Veranstaltungen
– 30 Prozent Ermäßigung der Kurs- und Veranstaltungsgebühren bei der Volkshochschule und der Musikschule La Musica
– 30 Prozent Ermäßigung des kostenpflichtigen Schülertransports
– 30 Prozent Ermäßigung der Leihgebühren der Pulheimer Bücherei
Verzicht auf anfallende Gebühren für die Ausstellung von Kinderausweisen für Kinder bis zum zwölften Lebensjahr
Anspruchsberechtigt sind Familien, deren jährliches Brutto-Familieneinkommen
61.355 Euro nicht überschreitet, mit:
– drei oder mehr Kindern
– mit zwei und mehr Kindern, die ihren Lebensunterhalt überwiegend aus Arbeitslosengeld, aus Leistungen nach dem SGB II oder SGB XII, Kapt. 1-4 erzielen
– mit einem Kind, bei dem eine Behinderung von wenigstens GdB 50 i. S. des Schwerbehindertengesetzes vorliegt
Bei Alleinerziehenden mit einem Kind liegt die Brutto-Familieneinkommensgrenze bei 30.000 Euro.
Als Kinder gelten auch Schülerinnen und Schüler, Jugendliche, Auszubildende sowie Studentinnen und Studenten, für die ein Anspruch auf Kindergeld besteht beziehungsweise die noch auf der Steuerkarte anerkannt sind.
Beratungsangebot des Frühförderzentrums
Eltern, die eine Entwicklungsverzögerung oder -störung bei ihrem Kind vermuten, sind oft verunsichert. Sie können seit Januar ein spezielles Beratungsangebot vor Ort nutzen, das das Frühförderzentrum des Caritasverbandes Rhein-Erft-Kreis in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt der Stadt Pulheim entwickelt hat: Einmal im Monat bietet eine qualifizierte Mitarbeiterin des Caritasverbandes Rhein-Erft-Kreis mittwochs eine kostenfreie Sprechstunde an.
Die nächste Sprechstunde findet am Mittwoch, 19. Februar 2020, ab 9 Uhr, in den Räumlichkeiten der Kindertageseinrichtung Waldwichtel, Friedrich-Ebert-Straße 3, in Pulheim, statt. Eine telefonische Anmeldung unter 02237/638010 oder per E-Mail unter brigitte.vieren@caritas-rhein-erft.de wird empfohlen.
Weitere Mittwoch-Sprechstundentermine: 18. März, 22. April und 27. Mai 2020
Kaffee Klatsch mit David Klinkhammer
Mitte Februar und es wird Zeit seine Neujahrsvorsätze zu evaluieren. Zu diesem Zweck hat sich Manuel Zeh mit David Klinkhammer mit leckerem Kuchen vom Simonshof zum Kaffee Klatsch getroffen. David ist Sportwissenschaftler und Dozent und hat viel über Bewegung und die richtige Ernährung zu erzählen. Warum Sie Karneval nicht aufs Sündigen verzichten müssen und wie Sie am besten durchstarten hören Sie heute am Freitag von 19 bis 20 Uhr und Sonntag von 14 bis 15 Uhr bei Antenne Pulheim UKW 97,2 Mhz und im Stream.
Spielplatzkommission lädt zur ersten Spielplatzrundfahrt 2020 ein
Die Spielplatzkommission trifft sich zu ihrer ersten Sitzung in diesem Jahr am Mittwoch, 12. Februar 2020, von 17 Uhr bis 18:30 Uhr in Raum 46 des Pulheimer Rathauses.
Darauf folgt am Samstag, 28. März 2020, die erste gemeinsame Spielplatzrundfahrt, bei der insgesamt vier Spielplätze in Brauweiler und Dansweiler in Augenschein genommen werden. Traditionell findet die Rundfahrt klimaneutral mit dem Fahrrad statt. Interessierte kleine und große Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, sich anzuschließen. Für Rückfragen steht Michael Meyer im Jugendamt unter der Telefonnummer 02238/808-490 zur Verfügung.
Geplant sind folgende Spielplatzstationen:
09:00 Uhr – Spielplatz Koepchenstraße, Brauweiler
10:10 Uhr – Spielplatz Tilsiter Straße, Brauweiler
11:10 Uhr – Spielplatz Franz-Wenzeler-Straße, Dansweiler
12:10 Uhr – Spielplatz Zum Sonnentor, Dansweiler
Die Stadtverwaltung Pulheim hat die Spielplatzkommission im Sommer 2017 ins Leben gerufen. In dieser engagieren sich Fachpersonen aus Kindertagesstätten, Schulen und mobiler Jugendarbeit sowie Spielplatzpaten und interessierte Eltern.
Kaffee Klatsch: Brot statt Kuchen?
Brot statt Kuchen im Kaffee Klatsch? Dieses Mal ist Brot das Thema, und wer hätte gedacht, dass man damit eine ganze Sendung machen kann?! Aber wenn jemand mit soviel Liebe und Leidenschaft arbeitet, wie der heutige Gast Alex mit seiner Partnerin, dann macht sogar dieses Thema viel Spaß und gutes Brot backen scheint doch eine kleine Wissenschaft zu sein.
Zu hören bei Antenne Pulheim 97,2 am Freitag von 19-20 Uhr und am Sonntag von 14-15 Uhr als Wiederholung. Pulheim UKW 97,2 MHz oder im Internet.
Brauweiler ist in Kürze um 5 geschützte Platanen ärmer
Wieder sollen Bäume weichen – Brauweiler ist in Kürze um 5 geschützte Platanen ärmer
Umweltausschuss soll übergangen werden
„Dass rund um den Bau des Abteiquartiers immer wieder Entscheidungen ohne eine mögliche Bürgerbeteiligung getroffen werden, scheint Methode zu haben“, so die Fraktionsvorsitzende des BVP, Birgit Liste-Partsch.
In der kommenden Sitzung des Rates am 11.02.2020 sollen ohne eine vorherige Behandlung des Themas im Umweltausschuss – hier hätten die Bürgerinnen und Bürger ein Diskussionsrecht und könnten sich zu diesem Tagesordnungspunkt äußern – erneut Fakten geschaffen werden. Der Rat soll der Fällung der 5 Platanen auf dem Parkplatz hinter der Abteipassage zustimmen, damit diese noch bis Ende des Monats gefällt werden können.
Die Fraktion BVP hat nun beantragt, dass das Thema nicht in der Ratssitzung behandelt wird, sondern in einer Sitzung des Umweltausschusses, um so auch der Öffentlichkeit die Möglichkeit zu geben, sich an der Debatte zu beteiligen.
„Wir können die nunmehr an den Tag gelegte Hektik nicht nachvollziehen. Zwar dürfen Bäume nur bis Ende Februar gefällt werden. Bei diesen geschützten Bäumen fehlt es aber aktuell an der Grundlage, die eine Fällung ermöglichen würde. Denn, da der vorhaben-bezogene Bebauungsplan bisher nicht rechtskräftig ist, kann eine solche Fällgenehmigung, wie die Verwaltung selbst ausführt, nicht erteilt werden. Der Investor – der im Übrigen schon mit Datum vom 20.11.2019 die Fällung der geschützten Platanen beantragt hatte – begründet das jetzige Fällen mit etwaigen archäologischen Ausgrabungen und damit großflächigen Bodenuntersuchungen. Diese sollen einen Zeitraum von 4-8 Monaten in Anspruch nehmen, sodass frühestens Ende dieses Jahres/ Anfang des nächsten Jahres mit dem Abriss der Passage und den Erdarbeiten begonnen werden kann“, meint Liste-Partsch.
„Da der Antrag am 20.11.2019 einging, hätte man diesen zudem sowohl als Dringlichkeitsantrag im Umweltausschuss am 27.11.2019 oder im Haupt- und Finanzausschuss am 26.11.2019 behandeln und somit der Bürgerschaft die Möglichkeit des Mitredens geben können. Auch vor dem Hintergrund des kürzlich verabschiedeten Pulheimer Appells halten wir eine Befassung des Fachausschusses mit dieser Thematik unter Beteiligung der Bürger für unerlässlich. Zur Not ist eine Sondersitzung des Umweltausschusses einzuberufen“, so Liste-Partsch weiter.
CDU und Grünen lehnen Unterstützung der Kammeroper Köln ab
In der gestrigen Sitzung des Bildungs- und Kulturausschusses haben die Mehrheitsfraktionen CDU und Grüne erneut eine weitere Unterstützung der Kammeroper Köln abgelehnt. „Wir als SPD-Fraktion haben das Thema Kammeroper auf die Tagesordnung setzen lassen, um mit den Betroffenen selbst und vielen interessierten Bürgerinnen und Bürgern gemeinsam zu überlegen, wie ein Verbleib dieser so wichtigen kulturellen Institution in Pulheim erreicht werden kann“, erklärt Frank Sommer, Fraktionsvorsitzender der Sozialdemokraten. „Wir freuen uns sehr, dass von Mitgliedern des Seniorenbeirats über Lehrerinnen und Lehrern bis hin zu einigen engagierte Bürgerinnen und Bürgern so eine breite Unterstützung für das Team der Kammeroper gezeigt wurde. Private Spenderinnen und Spender wollen helfen und die Rotarier sowie der Lions Club planen ein Fundraising. Offenkundig gibt es genug Menschen in unserer Stadt, die das so sehen wie die SPD: Die Kammeroper muss im Walzwerk bleiben!“ so Sommer.
Entsprechend optimistisch, parteiübergreifend Lösungen zu finden, gingen der kulturpolitische Sprecher Torsten Rekewitz und die anderen SPD-Mitglieder gestern Abend in die Ausschuss-Sitzung. „Die Intendantin der Kammeroper, Frau Esther Schaarmann legte die schwierige Lage sehr offen und nachvollziehbar dar. Vor allem aber zeigte sie auch Perspektiven auf. Perspektiven, die es aus Sicht der SPD- Fraktion wert gewesen wären, gemeinsam über alle Parteigrenzen hinweg für eine Zukunft der Kammeroper in Pulheim zu kämpfen,“ erläutert Rekewitz. Die schwarz-grüne Mehrheit stimmte jedoch geschlossen gegen den Vorschlag, die städtischen Zuschüsse von 1.000 Euro auf 5.000 Euro zu erhöhen. Hier ging es lediglich um wenige tausend Euro, um einen kulturellen Leuchtturm in Pulheim zu halten. „Aus Sicht der SPD-Fraktion völlig unverständlich, zumal viele private Spender sowie Vereine und Schulen ihre Unterstützung zugesagt haben“, zeigt sich Torsten Rekewitz entsetzt.
Die SPD-Fraktion mag die Hoffnung nicht aufgegeben, dass es auch ohne die Hilfe von CDU und Grünen und des Bürgermeisters doch noch gelingen kann, die Kammeroper in Pulheim zu halten. Es wäre ein großer Verlust für viele Kindergärten und Schulen, wenn diese die Angebote der Kammeroper nicht mehr nutzen könnten. Auch für die Menschen in dieser Stadt insgesamt, die ohne diesen Theaterbetrieb auf ein tolles kulturelles Angebot in Pulheim verzichten müssten. „Auf unsere Unterstützung darf das gesamte Team der Kammeroper weiterhin zählen!“ verspricht Frank Sommer abschließend.
Auto, Fahrrad, Bus oder Bahn: Workshop zur Zukunft der Mobilität
Das Mobilitätskonzept für die Stadt Pulheim geht in die nächste Phase: Am 5. Februar 2020 findet um 18 Uhr im Rathaus ein Bürgerworkshop statt. Die Frage nach der zukünftigen Aufteilung des Verkehrsraums zwischen den Verkehrsteilnehmern steht dabei im Fokus: Soll die Anzahl der Parkplätze verringert werden? Soll mehr Raum für den Fahrradverkehr geschaffen werden? Wie muss der ÖPNV aufgestellt werden? Dies sind nur einige der Fragen, die nun zur Zukunft der Mobilität diskutiert werden.
Für das Mobilitätskonzept sind zunächst Daten erhoben worden. Das beauftragte Planungsbüro hat 580 Pulheimer Haushalte unter anderem gefragt, welches Verkehrsmittel sie für ihre Wege nutzen. Dabei führt das Auto die Liste mit einer Nutzung von 60 Prozent aller Wege deutlich an. Das Fahrrad hingen nutzen die Bürgerinnen und Bürger bislang nur bei 16 Prozent aller Fahrten. Diese Daten sowie die mehr als 600 von Interessierten online hinterlegten Ideen zur Zukunft der Mobilität in Pulheim hat das Planungsbüro zusammengestellt und ausgewertet.
Nun beginnt die nächste Etappe: Im Workshop am 5. Februar 2020 können Bürgerinnen und Bürger sich weiterhin aktiv beteiligen – dieses Mal an der zukünftigen Gestaltung beziehungsweise Aufteilung des Verkehrsraums. Eine Anmeldung zu dieser Veranstaltung ist nicht notwendig.