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Kommunalwahl 2014. Brauweilerblog fragt. Brauweiler Politiker antworten. Hier: Dr. Harald Thomas (SPD).

Die Wahlprogramme aller Pulheimer Parteien sind hier auf dem Brauweilerblog dokumentiert worden. Die Kommunalwahlen am 25. Mai rücken näher und nun sind die Brauweiler Kandidaten direkt gefragt. Alle haben von uns dieselben Fragen erhalten und unsere Leserinnen und Leser haben die Möglichkeit die Antworten zu kommentieren.
Hier sind die Antworten von Dr. Harald Thomas. Er ist Kandidat im Wahlkreis 21.

1) Wie stehen Sie zu dem Thema Bürgerbeteiligung in kommunalpolitischen Fragen?

Schon heute gibt es verschiedene Formen der Bürgerbeteiligung, wie z.B. Bürgerbegehren, Bürgerentscheid oder Bürgerantrag an den Rat nach § 24 der Gemeindeordnung, dazu auch Bürgeranhörungen, vor allem bei Bauvorhaben. Leider errichten rechtliche und bürokratische Vorschriften oft zu hohe Hürden für Bürgerinnen und Bürger, die damit nicht vertraut sind. Deshalb müssen unbürokratische Formen der Bürgerbeteiligung verstärkt genutzt werden. Ein Beispiel dafür ist die Aktion „Bürgerdialog“ der Pulheimer SPD. Ein weiteres Beispiel ist die von der SPD gegen allerlei Widerstände initiierte Brauweiler Bürgerwerkstatt im Jahre 2008, in der Einwohner unter Anleitung von Fachleuten Pläne zur städtebaulichen Entwicklung und zur Lösung von Verkehrsproblemen entwickelt haben. Hier zeigt sich allerdings auch der Schwachpunkt solcher Beteiligungsmodelle. Denn viele der hoch gelobten Ergebnisse der Bürgerwerkstatt sind bis heute noch nicht verwirklicht, weil sie von Ratsmehrheit und Verwaltung – trotz aller Lippenbekenntnisse – auf die lange Bank geschoben wurden. Wir müssen sicherstellen, dass solche Ergebnisse der Bürgerbeteiligung auch zügig umgesetzt werden, sonst fühlen sich die Menschen verschaukelt. Es darf nicht vorkommen, dass zunächst die Bürger beteiligt werden und dann die Ergebnisse irgendwo in den Mühlen der Bürokratie verschwinden.

2) Welche Bedeutung messen Sie dem Guidelplatz und auch dem Schaumagazin für die weitere Entwicklung des Stadtteils Brauweiler zu?

Jedem ist klar, dass der Guidelplatz im jetzigen Zustand bestenfalls den Anblick eines ungepflegten Hinterhofes bietet, und das direkt gegenüber der Abtei, einem Kulturdenkmal von europäischem Rang. Einheimische und Besucher sehen das mit Kopfschütteln und wollen diesen Platz nur schnell verlassen. Mit dem Ortskern und dem Image von Brauweiler kann es nur dann wieder aufwärts gehen, wenn hier ein Umfeld entsteht, in dem man sich wohlfühlt und aufhalten möchte. Mit großzügigen Flächen, Geschäften, Restaurants und Cafés wird der neu gestaltete Guidelplatz den Ortskern viel attaktiver machen. Das Schaumagazin als Ergänzung zum Künstlernachlass-Archiv im Kulturzentrum Abtei Brauweiler wird als besondere Attraktion noch mehr Besucher als bisher nach Brauweiler locken und den Ortskern zusätzlich beleben. Es bleibt nur zu hoffen, dass nicht schon wieder Fehler und Pannen in der Planung die beiden Projekte weiter verzögern oder gar scheitern lassen. Schöne Worte gab es in den letzten Jahren genug. Jetzt können nur noch Fakten überzeugen.

3) Was wollen Sie für die verkehrliche Erreichbarkeit Brauweilers und damit für Autofahrer, Fahrradfahrer und Fußgänger tun?

Wir brauchen eine schnelle, direkte Verbindung nach Weiden-West, und zwar in einem kundenfreundlichen Takt. Zusätzlich müssen dort neue Parkplätze entstehen, z.B. in einer Parkpalette. Darüber müssen wir mit der Stadt Köln sprechen. Und wenn – wie geplant – der Kölner Stadtteil Widdersdorf an das Stadtbahnetz angeschlossen wird, müssen wir versuchen, die Kölner davon zu überzeugen, diese Verbindung von Weiden-West aus vorzunehmen und die Linie 1 entlang der Bonnstraße zu verlängern mit Haltepunkten bei Freimersdorf und am Brauweiler Gewerbegebiet. Das ist zunächst eine Vision, aber ohne solche Visionen tritt Kommunalpolitik auf der Stelle.

Die Sicherheit für Fahrradfahrer und Fußgänger muss vor allem auf der Ehrenfriedstraße, der Mathildenstraße und der Bernhardstraße erhöht werden. Dazu brauchen wir Fahrradwege, Fahrradstreifen, niedrigere Geschwindigkeiten im Ortskern und weniger Durchgangsverkehr. In Kürze entsteht ein Fahrrad-Schnellweg zwischen Frechen und Köln. Warum nicht auch von Brauweiler und Dansweiler nach Köln?

4) Betrachten Sie die Entwicklung der Schullandschaft Pulheims mit der Errichtung einer Gesamtschule am Schulzentrum Brauweiler für abgeschlossen?

Die Gesamtschule in Brauweiler ist nur ein einzelner Baustein bei der Anpassung der Pulheimer Schullandschaft an geänderte gesellschaftliche Verhältnisse und wachsende Anforderungen an das Bildungssystem. Im Grundschulbereich wird die Nachfrage nach Ganztagsplätzen weiter steigen und damit der Bedarf an Räumen und Personal. Die Tendenz zum gebundenen Ganztag, wie er schon in den weiterführenden Schulen üblich ist, wird sich auch im Primarbereich verstärken.

Mit der Inklusion entstehen ganz neue Herausforderungen an die Schulen, denen sich auch die Stadt als Schulträger stellen muss. Trotz des Scheiterns im letzten Jahr sollte das Projekt „Primus-Schule“ nicht zu den Akten gelegt werden.

Und wenn wir weiter bis zum Ende der Ratsperiode im Jahr 2020 denken, werden wir vor der Frage stehen,ob dann nicht auch am Standort Pulheim eine Sekundarschule oder Gesamtschule ein zeitgemäßes Angebot ist.

Es wird auch immer deutlicher, dass ein umfassendes und differenziertes Bildungsangebot über Stadtgrenzen hinweg konzipiert und in Kooperation mit Nachbarstädten umgesetzt werden muss. Aber genauso müssen die Schulen im Brauweiler Schulzentrum kooperieren, um vor Ort attraktive Angebote, vor allem in der Oberstufe, zu schaffen.

5) Was haben Sie bisher erreicht? An welchen Erfolgen möchten Sie sich am Ende der Legislaturperiode messen lassen?

Lange Zeit habe ich als sachkundiger Bürger in verschiedenen Ausschüssen mitgearbeitet und an vielen Entscheidungen mitgewirkt. Am deutlichsten vor Augen sind mir vor allem die Dinge, die ich täglich sozusagen vor meiner Haustür sehe: Bäume und Sträucher an Wegrändern im Feld, die ich einmal mit gepflanzt habe und die inzwischen groß sind. Dann ist da der Ort Freimersorf, der durch Landschaftsschutz und Denkmalbereich-Satzung vor der völligen Vermarktung bewahrt wurde. Und schließlich liegt nicht weit davon der Verkehrsknotenpunkt Weiden-West mit Stadtbahn- und S-Bahn-Haltepunkt, für den ich mich mehrere Jahre zusammen mit Bürgerinnen und Bürgern aus Köln-Weiden in der Bürgerinitiative „Pro 1“ engagiert habe.

Für die kommenden sechs Jahre wünsche ich mir, dass in Brauweiler wieder etwas in Bewegung kommt, und zwar in positive Richtung. Der Landschaftsverband Rheinland hat in den letzten Jahrzehnten mit enormem Einsatz die Abtei Brauweiler von einer skandalumwitterten Trinkerheilanstalt zu einem großartigen Kulturzentrum gemacht. Auf der anderen Straßenseite ist zu sehen, was bisher von Pulheimer Seite geschehen ist. Ich werde nach Kräften dazu beitragen, dass es mit Brauweiler wieder aufwärts geht und unser Ort noch lebenswerter wird.

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