Brauweiler – im Würgegriff?

Der Streit zwischen Stadt und Investor Gold-Kraemer-Stiftung scheint um die zukünftige Verkehrsführung und Gestaltung des Verkehrswege zu eskalieren. Im Mittelpunkt steht die Ehrenfriedstraße. Die Stiftung verlangt eine Aufpflasterung und damit bauliche Anbindung an die Abtei. Die Stadt verweist auf den Status dieser Straße, sie gehört dem Land.

Am Mittwoch meldet Radio Erft, was passieren muss, damit der Investor seinen Zusagen auch nachkommt: „Dafür müsste die Stadt aber Verhandlungen mit dem Land aufnehmen, weil NRW für die Ehrenfriedstraße zuständig ist. Sollte die Stadt in diesem Punkt auch weiterhin keinerlei Engagement zeigen, ziehe sich die Stiftung als Investor doch noch zurück, so ein Sprecher. Daran ändere auch der positive Bau-Vorbescheid nichts, den die Stadt gestern bekannt gegeben hatte.“

Welche schwarzen Wolken sich über Brauweiler weiterhin zusammenziehen, verdeutlicht eine Pressemitteilung der CDU vom 23.06.2011. Wir dokumentieren das Schreiben des Brauweiler Politikers Hermann Schmitz in voller Länge: „Am 22. Juni war im Pulheimer Rathaus die Sitzung des Verkehrsausschuss. Im TOP 2 wurde eine „Vorentwurfsplanung“ vorgestellt. Nach langer Diskussion wurde die Planung zur Kenntnis genommen, und das Vorgestellte soll nun in einer Info-Veranstaltung der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Es ging um Maßnahmen in der Bernhardstraße. Auf meine Frage nach dem weiteren Zeitplan bis hin zu einer möglichen Realisierung, bekam ich die Antwort, dass vor 2014 nicht mit einer Finanzierung zu rechnen ist. Ich bin erschüttert. Die Ideen für eine Verkehrsberuhigung stammen aus der Bürgerschaft und sind Ende 2008 unter Inaugenscheinnahme von Fachleuten als machbar eingestuft worden. Man hätte die Ergebnisse direkt zur Realisierung den beteiligten Behörden übergegeben können, die Finanzieren sicher und mit einer Umsetzung beginnen können. Nichts ist geschehen ! Wenn die Landesregierung das Gemeindeverkehrsfinanzierungs-gesetz, das 2013 ausläuft, nicht verlängert, ist sogar die Finanzierung in 2014 nicht mehr gesichert. Selbst wenn sie gesichert ist, kann mit den Baumaßnahmen frühestens 2015/16 begonnen werden. Also sieben bis acht Jahre nachdem die Bürger an mehreren Wochenenden ihre Freizeit geopfert und Ideen entwickelt haben, könnte etwas realisiert werden. Nennen so etwas die Verwaltungen Bürgernähe? Das ist ein Hinhalten, eine Unverschämtheit. Ist das so, weil es ja nur um Brauweiler geht? Nebenbei bemerkt: Die Ideen aus der Bürgerwerkstatt aus Stommeln von 2005 sind auch noch nicht realisiert!“

 

1 Kommentar to “Brauweiler – im Würgegriff?”

  • Hermann Schmitz:

    Guten Tag,
    auch der WRD 2 berichtete heute in seinem Regionalprogramm über die Brauweiler Ortsmitte. Der Sender meldete, dass die Gold-Kraemer-Stiftung sich eine Verkehrsberuhigung vor der Abtei wünscht und eine einheitliche Platzgestaltung bis an das Gebäude. Die Stiftung verlange von der Stadt, früher gemachte Zusagen einzulösen und diese bis zur Ratssitzung am 19. Juli beschließen zu lassen.
    Die Vorstellungen von Verkehrsberuhigung und Platzgestaltung werden zu 100% von der Bevölkerung gewünscht, sind sie doch in der Bürgerwerkstatt Ende 2008 so erarbeitet worden. Wir Brauweiler erwarten von der Verwaltung, dieses Thema zügig anzugehen. Andernfalls setzt sie sich des Verdachts aus, kaum Interesse an Brauweilers Ortsmitte mit ihrer Abtei zu haben. Mit der Abtei, dem Nachlassarchiv (ev. mit Schaumagazin) und den zukünftigen Einrichtungen der Stiftung kann auch Ganzpulheim glänzen. Ich möchte nicht, dass ein Bürger mit seinem Satz: „Stände die Abtei in Pulheim, wäre längst alles erledigt“ Recht behält.
    Viele Grüße
    Hermann Schmitz

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