Brief aus Eckernförde – Haltet den Strauchdieb # 51

ich hatte ja noch vor wenigen Tagen das Vergnügen, Margarete Brix zu besuchen und selbst durch Eckernförde zu flanieren. An vielen Stellen der Stadt grünt und blüht es im Frühjahr und Sommer. Nun kann man sagen, dass machen die Eckernförder ja nicht für sich selbst sondern vor allem für die zahlreichen Touristen. Ich frage mich gerade, was passieren würde, wenn die Brauweiler ihr Dorf besser herausputzen würden. Bei uns ist der Tourismus zwar eher unterentwickelt, obwohl wir eine der schönsten Abteien in Deuschland haben. Gut, da ist der Schandfleck gegenüber. Aber wir könnten ja aus dem, was wir sonst noch haben, das Beste machen. Ich frage mich das auch deshalb, weil heute Abend ganz viele Ortsfremde in die Abtei und den Marienhof einfliegen werden, um die ClassicNights zu genießen. Die Abtei und der Abteipark, das sind unsere Hauptanziehungspunkte. Auf die Abtei und deren Kulturangebot beschränkt sich das Interesse von außen. Unsere „Touristen“ bleiben nicht. Warum nur?! Was aber  einem  Städtchen wie Eckernförde blühen kann, das zu sehr grünt, das lesen Sie hier. (Illustration: Meike Teichmann).

Moin, moin,

für heute hatte ich als Überschrift „Es grünt so grün“ ins Auge gefasst. Zwar sind es nicht die besungenen spanischen Blüten, die mich hier immer wieder erfreuen, aber mir war eben nichts Besseres eingefallen.

Das Grün ist auch kein Grün, jedenfalls kein gemeines Grün, nicht das übliche, langweilige Straßenbegleitgrün. Nein dieses Grün ist die wunderbar üppige Blütenpracht am Lornsenplatz und an vielen anderen Stellen in der Stadt. Es war und ist allerhöchste Zeit, den städtischen Gärtnern einmal ausdrücklich zu danken. Wer einen Garten hat, weiß wie komplex und arbeitsintensiv es ist, Frühblüher und Spätblüher und niedrige und höhere und Einjährige und wieder kommende Pflanzen sinnvoll zu kombinieren und zu pflegen. In Eckernförde gelingt das den Fachleuten in hervorragender Weise. Ich bin sicher, dass diese Arbeit vielen Mitbürgern ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Also: Danke!

Das wäre es dann für heute auch eigentlich schon gewesen. Die Aktualität aber holte mich ein: An der Promenade, dort wo der Neubau am Jungfernstieg in den Himmel ragt, haben Menschen mit Motiven, die nicht schwer zu erraten sind, die zuvor fast zwei Meter hohen Sträucher auf einer Breite von etwa 20 Metern radikal abgemäht. Unser Bürgermeister ist entschlossen, die Tat zu verfolgen und „aufgeforstet“ wird auch wieder. Wer auch immer die Kettensäge angesetzt hat, soll wissen, dass wir Eckernförder künftig ein besonders waches Auge haben werden.

In diesem Sinne: Null Toleranz für „Strauchdiebe“.

Ihre Margarete Brix

P.S. Geburtsstadt Eckernförde: Es sind vor allem die Frauen, die in Eckernförde eine Bürgerbewegung in Gang gesetzt haben, die nicht nur die Imland Klinik überrascht haben dürfte. Wenn am Ende die Erkenntnis steht, dass man keine Politik gegen die eigenen Bürger machen kann, ist mehr erreicht, als der wünschenswerte Erhalt der Geburtshilfe!  Und nicht vergessen: Morgen ist DEMO.

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