Zahnrad: die Karawanen ziehen weiter oder unerwarteter Abschied

Heute Morgen kamen Mustafa und Rhagid zu den Mitarbeitern des Kinder- und Jugendhaus Zahnrad und berichteten von ihrem Umzug nach Neuss. Sie und ihre Familien werden dort einen Neuanfang starten. Auch Thabit ist davon betroffen und kam unsicher, zögerlich und mit gesenktem Kopf auf Michael Kreitz, Regina Künzler und Harald Walz zu. Er wusste nicht, was er sagen sollte, doch seine Körperhaltung und seine Augen sprachen Bände: Es fiel ihm sehr schwer. Täglich hat er die Mitarbeiter des Zahnrads und das Haus besucht, mit Kinder der angrenzenden Schulen gespielt oder mit ihnen gebacken, gebastelt und Billard gespielt. Noch kennt er keine Kinder in Neuss, noch fehlen Freundschaften und auch die Schule wird neues Terrain für ihn.
Dem Zahnrad-Team wurde wieder einmal bewusst, was diese Menschen auf ihrem Weg in ein neues Leben an Belastungen zu tragen haben, gleichzeitig sind sie aber auch dankbar für das Vertrauen, welches in sie gesetzt wurde. Sie durften diese Menschen ein Stück Weg begleiten in einer für sie fremden Welt mit sprachlichen Unsicherheiten und vielen Entsagungen.
So müssen auch die Mitarbeiter und Helfer vom Zahnrad immer wieder Abschied nehmen von Menschen, die ihnen während der letzten Monate sehr ans Herz gewachsen sind. Pädagogische Arbeit ist auch immer Beziehungsarbeit, die berührt und Emotionen beinhaltet. Sicher geht es vielen so, die in der Arbeit mit Flüchtlingen tätig sind. Und deshalb wünschen die Mitarbeiter des Zahnrads an dieser Stelle all jenen, die sich wie sie in ganz persönlichem Rahmen einbringen, weiterhin Erfolg und Ausdauer in ihrer Tätigkeit.

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