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Weiter Stillstand beim Abteiquartier Brauweiler? Die SPD hakt nach

Ursprünglich sollte es einmal sehr schnell gehen: Als vor Jahren eine Projektentwicklungsgesellschaft die sanierungsbedürftige Abteipassage in Brauweiler erwarb, legte sie Pläne vor, das marode Gebäude abzureißen und an seiner Stelle das „Abteiquartier“ mit einem großen Supermarkt, modernen Wohnungen und einer Tiefgarage zu errichten. Stadtverwaltung und eine große Mehrheit im Stadtrat begrüßten dieses Projekt, das den Ortskern beleben und die Einkaufsmöglichkeiten im Ort verbessern soll. Der Investor beantragte zügig einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan, angrenzende Bebauungspläne wurden angepasst und kurze Zeit später wurden die Bäume auf dem Parkplatz gefällt, um den Weg für archäologische Sondierungen freizumachen. Als dann die Klagen einer Initiative gegen die Pläne vor Gericht scheiterten, schien der Weg zum raschen Bau des Abteiquartiers geebnet.

Doch seitdem hat sich auf dem Gelände nichts getan. Das Gebäude steht – mit Ausnahme von zwei kleinen Läden – leer. Die Skizzen und Animationen zum geplanten Objekt vergilben in einem Ladenlokal. Das leere Gebäude gibt dem Brauweiler Ortskern einen Hauch von Tristesse. Dennoch gibt die Webseite des Investors weiter 2021 als Datum der Fertigstellung an!

Warum geht es nicht weiter mit dem Projekt? Bereits in der Diskussion im zuständigen Ausschuss hatte das Brauweiler SPD-Stadtratsmitglied Harald Thomas auf Grund seiner Erfahrung mit ähnlichen Bauvorhaben in Brauweiler gefordert: „Der Bau des Abteiquartiers wird hoffentlich nicht so lange dauern wie die Elbphilharmonie Hamburg, der Hauptstadtflughafen Berlin oder der Brauweiler Guidelplatz!“ Nun sieht es aber doch ganz so aus, als würde ein weiteres Bauvorhaben im Ortskern auf viele Jahre unvollendet bleiben.

Ursache dafür sind mehrere Probleme. Der künftige Hauptmieter REWE möchte Veränderungen am Gebäude. Deshalb muss der Bebauungsplan geändert und wohl auch die Öffentlichkeit erneut beteiligt werden, obwohl dies gerade schon einmal geschehen ist. Dieses Verfahren wird sich hinziehen. Die öffentlichen Stellplätze in der Tiefgarage müssen ausgeschrieben und nach öffentlichem-rechtlichem Vergabeverfahren vergeben werden. Und da der Rhein-Erft-Kreis vor dem Gebäude an der Kreuzung Ehrenfriedstraße/ Bernhardstraße endlich den Kreisverkehr bauen will, der bereits seit 2008 geplant ist, müssen die beiden Baustellen koordiniert werden, um ein Chaos zu vermeiden. Und ein weiteres Hindernis wird wohl schließlich die chronische Personalknappheit in der Pulheimer Stadtverwaltung sein, die womöglich eine zügige Bearbeitung dieser Dinge erschwert.

Wie lange das alles dauern wird, steht in den Sternen. Die Stadtverwaltung sieht sich außer Stande, dazu Angaben zu machen, geht aber davon aus, dass 2024, im Jahr zum 1000-jährigen Jubiläum der Abteigründung, bestenfalls eine Baustelle steht. Und REWE hat seinen Vertrag für den bisherigen Laden schon mal vorsichtshalber bis 2025 verlängert.

Die SPD verfolgt diese zögerliche Entwicklung kritisch, steht im Kontakt mit dem Investor und fragt nun nach dem aktuellen Stand der kritischen Punkte: „Wie weit ist die neue Planung? Folgt eine weitere Beteiligung der Öffentlichkeit? Wie ist der Stand der Ausschreibung für die öffentlichen Stellplätze? Hat die Stadt ausreichend Personalkapazität, um das Verfahren zügig zu bearbeiten?“, führt Torsten Rekewitz, Fraktionsvorsitzender der Sozialdemokraten im Stadtrat, die wichtigsten Fragen zusammen. „Vor allem erwarten wir aber, dass die Stadt sowohl die Ratsgremien als auch besonders die Öffentlichkeit über den Fortgang des Projektes regelmäßig informiert. Wir fordern die Stadt Pulheim auch auf, mit dem Investor Gespräche zu führen, in welcher Form eine Zwischennutzung der leeren Ladenlokale möglich ist, zum Beispiel als Ateliers für Künstler, als Ausstellungs- oder Probenräume. So könnte nicht nur der Kunst geholfen werden, sondern auch der Brauweiler Ortskern mit Leben erfüllt werden.“

 

3 Kommentare to “Weiter Stillstand beim Abteiquartier Brauweiler? Die SPD hakt nach”

  • Carsten Kurz:

    Der Beitrag ist 4 Tage alt und es gibt keinen einzigen Kommentar dazu.

    Ich darf mal raten: Weil es einfach niemanden mehr überrascht 😉

    • Baltasar Fernandez:

      Tja Carsten Kurz, ich persönlich habe mich schon sehr oft und kritisch zu dieser beklagenswerten Situation geäussert. Ich verstehe auch nicht warum die verschiedenen politischen Parteien seit über einem halben Jahr keinerlei Fragen an die Verwaltung gestellt haben.

      Ich meine in FB gelesen zu haben, dass die Stadt Pulheim schriftlich auf die aktuelle Anfrage der SPD reagieren wird. Wir „Normalbürger“ werden diese schriftliche Antwort möglicherweise gar nicht erfahren, da sie sicher im nicht öffentlichen Teil der Ratssitzungen diskutiert werden wird, und damit nicht im Ratsinformationssystem veröffentlicht werden wird.

      Warum die Stadt Pulheim ein solches Geheimnis aus diesem für unser Stadtbild wichtigen Thema macht, erschließt sich mir nicht.

      Ich vermute schon sehr lange, dass die steigenden Baukosten ein wesentlicher Grund sind warum es hier nicht weitergeht. Wenn die Investitionskosten von € 35 Mio. für 75 Wohnungen plus ein REWE Sortiment im Erdgeschoss stimmen, kann man sich ja vorstellen was eine Wohn-/Nutzungseinheit ungefähr kosten würde. Möglicherweise übersteigen die aktuellen Bau-/ Herstellungskosten mittlerweile die prognostizierten Erträge der Standortanalysen für Brauweiler.

      Es wäre für uns alle furchtbar wenn sich hier auf Jahre nichts mehr bewegen würde 🙁

  • C. Stein:

    Die Fragen der SPD sind nur zu begrüßen und es ist skandalös und zeigt die Bürgerferne des Bürgermeisters und der ihn tragenden Ratsfraktionen, dass bei einem für Brauweiler so bedeutenden Thema Gemeiniskrämerei die Heimlichtuerei oberste Priorität genießt.

    Man muss sich fragen, wie eng die Klüngelei von den örtlichen CDU Vertretern mit dem Investor ist. Seit Bekanntwerden des Vorhabens hört man immer wieder aus CDU Kreisen, dass man sich nur öffentlich äußert in enger Absprache mit dem Investor. Die von der Initiative gegen die Abteipassage immer wieder vorgetragene Vermutung, dass der Investor nicht über die nötigen Mittel zur Umsetzung des Projekts verfügt scheint sich immer mehr zu bewahrheiten. Dann kann die örtliche CDU voller Stolz künftig damit werben, wie ihre Kölner Kollegen eine Bauruine mit dem Investor Göttsch geschaffen zu haben.

    Brauweiler wird ein tolles Bild bundesweit abgeben, wenn 2024 anlässlich der 1.000 Jahrfeier der Abtei, direkt gegenüber der Abtei eine Bauruine mit der Tristess eines jahrelang leer stehenden Abschreibungsobjektes stehen wird. Man darf gespannt sein, wie der Ex-Ministerpräsident und Vorsitzende der Abteifreunde dies alles dann in seinen Begrüßungsreden währende der Feierlichkeiten verkaufen wird.
    Was machen eigentlich all die Menschen, die angeblich schon Voranmeldungen zum Kauf einer der Wohnungen, die errichtet werden sollten, geleistet haben?

    Bemerkenswert ist auch hier, dass die Brauweiler CDU Ratsvertreter sowie die Brauweiler CDU garnicht oder sehr ungehalten reagieren, wenn man dort einmal nachfragt. Hat die CDU doch noch ihren Facebookauftritt genutzt, und vor mittlerweile zwei Jahren dort über ihr Handeln in Sachen Abteipassage transparent für alle gemacht, so findet man nun dort keinerlei Veröffentlichungen zu Themen das Ortsbild Brauweilers betreffend.

    Man muss feststellen, den regierenden Mehrheitsfraktionen scheint mehr daran gelegen zusein, in Brauweiler Bauwüsten zu erzeugen, denn etwas für die Verschönerung des Ortes und des Ortskern zu unternehmen.
    Auch das Thema Umbau der Bernhardstr. zeichnet sich nur durch Terminverschiebungen aus. Wer soll da noch Vertrauen in die handelnden Ratsvertreter haben. Wird Zeit, dass in Pulheim der SPD das gelingt, was ihr am 26.September im Bund gelungen ist und hoffentlich im Mai 2022 in NRW gelingen wird, die Abwahl der zur Zeit regierenden CDU.

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