Autorenarchiv
Brief aus Eckernförde – Eckernfair #132

Moin, moin,
Eckernförde ist eine von über 200 deutschen Fairtrade-Towns. (Was das im Einzelnen bedeutet, kann man hier http://www.fairtrade-towns.de/kriterien/ nachlesen.) Und jetzt gibt es auch das T-Shirt zum Thema und die Banderole für fair gehandelte Schokolade. Angesichts einer neuen Preisrunde beim Fleisch vom Discounter könnte man die Aktivitäten rund um den fairen Handel belächeln. Sollte man aber nicht. Finde ich zumindest. Jenseits der akademischen Diskussionen über fairen Handel braucht es nämlich die Nachfrage der Verbraucher. Sie ist das einzige Kriterium, an dem sich die Anbieter orientieren. Und weil die Nachfrage nach fair gehandelten Produkten nicht durch den Handel erzeugt wird, muss man uns, die Verbraucher, motivieren. Fairtrade Town Eckernförde finde ich gut! Kritiker bemängeln zu Recht, dass nicht jedes Produkt in all seinen Zutaten 100 Prozent fair gehandelt sein muss. Aber es ist ein Anfang. Darüber sprach ich mit Fiete, Jörn und Fritze beim regelmäßigen Stammtisch im Luzifer. Einer der Knilche (ich sage nicht, wer es war) schaffte es tatsächlich, den Gesprächsbogen zum Fußball zu hinzukriegen und verstieg sich nach diversen Einlassungen über Notbremsen und Blutgrätschen dann in dieses Fazit: „Fair ist, wenn wir gewinnen.“ Manche Männer sind näher an der Steinzeit, als Herr Hoeneß am Knast.
Ihre und Eure Margarete Brix
P.S. Sonnabendvormittag ist Markt. Da werde ich mal hübsch fair und biologisch einkaufen, lecker kochen und der, dessen Namen ich nicht verrate, wird nichts abbekommen. Ist doch fair, oder!?
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Guidelplatz – Das Schweigen des Schotters
Fraktion Bürgerverein Pulheim:
Obwohl der Rat noch in der letzten Dezembersitzung die Änderungen zum Guidelplatz in einer nicht öffentlichen Sitzung auf den Weg gebracht hat, fehlt es nach wie vor an der vom Bürgerverein Pulheim geforderten Bürgerversammlung, in der die Menschen über den aktuellen Stand informiert werden sollen.
„Die Informationen rund um den Guidelplatz kommen in Brauweiler nach wie vor nur tröpfchenweise an. Die Gerüchteküche brodelt. Aber eine wie von uns beantragte Bürgerversammlung – Fehlanzeige!“, so die Fraktionsvorsitzende des Bürgervereins Birgit Liste-Partsch.
„Auch hier scheint die Marschrichtung der etablierten Parteien und der Verwaltung, wie in Pulheim mittlerweile üblich, vorgegeben zu sein. Erst geheim halten, dann Gerüchte abwarten, dann Schönreden und erst wenn das Kind in den Schotter gefallen ist, wird informiert!“
Die Brauweiler Bürgerinnen und Bürger haben die Diskussionen um den Guidelplatz lange genug ertragen. Erneut sind drei Monate ins Land gegangen, ohne dass auch nur irgendetwas passiert ist. „Wer denkt an die Geschäftsleute und die Folgen, wenn sie nicht rechtzeitig in die Planungen einbezogen werden? Wie soll die Verkehrslenkung erfolgen, wie können die Geschäfte während der Baumaßnahme weiter angefahren werden? Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie jemand dann seinen Teppich in die Reinigung bringen kann. Was bedeutet der Verlust von Parkraum? Es gibt so viel zu klären!“, so die Fraktionsvorsitzende Birgit Liste-Partsch.
In einem Schreiben an den Bürgermeister Keppeler beantragt die Fraktion des Bürgervereins nunmehr die geforderte Bürgerinformation, noch vor den Osterferien abzuhalten.
„Ist hier die Furcht vor den zu Recht aufgebrachten Brauweiler Bürgerinnen und Bürgern zu groß, die bereits seit 5 Jahren auf die Umsetzung ihrer Bürgerwerkstatt warten? Oder ist doch etwas dran, an den Brauweiler Gerüchten, dass das Bauvorhaben nach den Wahlen im Mai beerdigt werden soll? Die Menschen haben ein Recht auf Information und darauf, dass ihre Fragen wahrheitsgemäß beantwortet werden! Es gibt nichts Schlimmeres für ein Bauvorhaben mit solcher Dimension und Bedeutung, als Gerüchte und mangelnde Information! “ so Liste-Partsch.
Offener Brief der CDU Brauweiler an Herrn Bürgermeister Keppeler
Sehr geehrter Herr Bürgermeister Keppeler,
die in der Bürgerwerkstatt in 2008 von der Bevölkerung erarbeiteten Maßnahmen zum Thema Bernhardstraße sind immer noch nicht begonnen worden und somit auch noch nicht umgesetzt.
In der letzten Sitzung des Kreis-Verkehrsausschuss wurde mitgeteilt, dass Detailformulierungen und technische Einzelheiten zeitnah für die Maßnahme Bernhardstraße in einem Verwaltungsgespräch zwischen Stadtverwaltung Pulheim und Kreis erörtert werden sollen. Da die Maßnahme voraussichtlich durch das Land erst für das Jahr 2016 eingeplant sei, bestünde kein Zeitdruck!
Diese Nachrichten haben wir mit großer Verwunderung vernommen. Bisher waren wir der Meinung – und so wurde es auch kolportiert – der Beginn der Maßnahmen Bernhardstraße hängt nur noch von der finanziellen Zusage des Landes ab. Nun müssen wir erfahren, dass noch immer nicht alle Einzelheiten feststehen.
Wir bitten dringend darum, alle notwendigen Schritte für die Maßnahme Bernhardstraße zu erledigen und beim Land vorstellig zu werden, um zu erreichen, dass die Bernhardstraße spätestens in 2015 eingeplant wird.
In Erwartung positiver Antworten verbleibe ich
mit freundlichen GrüßenHermann Schmitz (Brauweiler)
Brief aus Eckernförde – Der Deutschen… # 131

Moin, moin,
der Deutschen liebstes Kind ist nach wie vor das Auto. Das wissen auch Apple und Google. Mitte der Woche fuhr ich mit Hans in seinem alten Volvo und der erzählte mir von Apple Carplay und einer Technik von Google, deren Namen ich vergessen habe. In vielen Autos der nächsten Generation, so Hans, werden jedenfalls Touchscreens eingebaut sein, die direkt mit dem Smartphone kommunizieren. Telefonieren, E-Mails abhören oder lesen, diktieren oder schreiben, Musik aus dem Handy anhören. Alles möglich. Apples und Googles Geschäftsmodell besteht übrigens darin, immer dann Geld zu verdienen, wenn der Autofahrer Umsatz macht. Oder anders formuliert: Wer an der roten Ampel schnell mal eine neue Jeans kauft oder auf der langen Geraden zwischen Neumünster–Nord und Bordesholm den nächsten Urlaub bucht, der sorgt dafür, dass bei den Shareholdern der Internetherrscher die Kasse klingelt. Die nächste Eskalationsstufe ist also erreicht. Auch beim Überholvorgang können wir demnächst bei facebook liken und mit der in Australien Wein erntenden Tochter skypen. Und die Datensammler sammeln, dass die Festplatten ächzen. Ist es das, was wir wollen? Hans jedenfalls will das nicht. Er war aber ganz entspannt und meinte, er könne gut selber entscheiden, ob er tatsächlich jeden Köder der Industrie schluckt. Und dann ergänzte er: „Wobei ich ja gegen Surfen nichts habe. Ganz im Gegenteil. Auch im Auto eine gute Sache. Seitenfenster runter, Arm raus, Handfläche leicht gespannt in den Fahrtwind und los geht´s. Luftwellenreiten. Entspannung pur!“
Ihre und Eure Margarete Brix
P.S. Apropos handgemacht. Sonnabend, 20.00 Uhr, Utgard: Paul Botter & Jan Mohr – Bluesrock umplugged.
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Fahrzeugteile gestohlen
Pulheim (ots) – Die Polizei bittet um Hinweise aus der Bevölkerung.
In der Zeit zwischen Freitag (07. März, 13:00 Uhr) und Samstag (08. März, 16:00 Uhr) entwendeten Unbekannte aus abgestellten Pkw die Navigationsgeräte und Airbags. Dazu schlugen die Täter entweder die Seitenscheiben ein oder öffneten die Fahrertüren über das gewaltsame Ziehen der Schlösser. Die Tatorte liegen auf der Abt-Aemilius-Straße, August-Bebel-Straße, Karl-Zörgiebel-Straße und der Nikolaus-Lauxen-Straße.
In der Folgenacht (08. März, 18:00 Uhr bis 09. März, 14:00 Uhr) stahlen die Täter wieder fest eingebaute Navigationsgeräte und die Airbags. Die Tatorte waren auf der Escher Straße, dem Granatweg, der Mozartstraße, der Saphirallee und dem Türkisweg.
Bei den Fahrzeugen handelt es sich um BMW- und Mercedes-Modelle. Der Gesamtsachschaden liegt bei etwa 31.000,- Euro.
Fünf Sachbeschädigungen begingen Unbekannte in Pulheim auf dem Fasanenweg und der Kaiser-Otto-Straße. In allen Fällen wurden die Aussenspiegel im Zeitraum zwischen Samstag (08. März, 18:00 Uhr) und Sonntag (09. März, 09:00 Uhr) beschädigt. Der Sachschaden liegt bei mehreren hundert Euro.
Hinweise zu den Diebstählen und den Sachbeschädigungen bitte an das Kriminalkommissariat 21 in Bergheim unter Telefon 02233 52-0. (bm)
NASOWAS: Pulheimer Ballettschule Barbara Möcke präsentiert: Romeo und Julia: Modernes Ballett nach William Shakespeares Theaterstück
Seit zwei Jahren wird – mittlerweile auch samstags – geprobt, genäht und gemalt. Der Spitzentanz wird immer und immer wieder geübt. Äußerst konzentriert wird das Ballett Romeo und Julia von mehr als 180 jungen Tänzerinnen der Pulheimer Ballettschule Barbara Möcke zur Zeit einstudiert. Im Dr. Hans-Köster-Saal wird es am Freitag, 14., Samstag, 15., jeweils um 18.00 Uhr, und am Sonntag, 16. März (zwei Aufführungen um 11.00 und um 16.30 Uhr), aufgeführt.
Romeo und Julia ist eines der bekanntesten Ballette und eine große Herausforderung für die Tänzerinnen. „Die ganze Schule freut sich auf die Auftritte vor großem Publikum. Unser Ballett ist anspruchsvoll. Musik und Choreografie sind modern“, erzählt die Leiterin der Ballettschule, Babara Möcke, im Vorfeld. Hip-Hop, Jazz, Modern Dance und klassisches Ballett: Die Elemente der Tanzgenres werden in den Aufführungen ganz selbstverständlich gemischt.
In diesem Jahr wird etwas Außergewöhnliches versucht: Mit einer Videoinstallation wird das Bühnenbild erweitert. So erscheint die Abtei Brauweiler als Familienpalast der Capulets. Der Fluchtort Romeos ist der Möckesche Wohnwagen. An der Kamera ist die Designerin und Tänzerin Sandra Buchholz in der Rolle Mutter Capulet dabei. Und die Pulheimer halten zusammen! Der berühmte Balkon Julias wird von zehnjährigen Schülern eines Workshops von „Kreativ mit allen Sinnen“ aus Pulheim beigesteuert. Tänzerinnen, Mütter, Lehrer der Schule – sie alle arbeiten an den Kostümen, an der Organisation, dem Bühnenbild, der Choreografie kräftig mit und freuen sich auf die erste Vorstellung.
Alle zwei Jahre bringt die Schule ihr erfolgreiches Konzept mit einem großen Stück auf die Bühne. Die vier Vorstellungen sind stets ausverkauft.
Brief aus Eckernförde – Schon gehört? #130

Moin, moin,
wenn ich Fiete treffe, dann tauschen wir Neuigkeiten aus, sprechen über das Wetter, den nächsten Urlaub und seine Tochter Frauke. Das jeweils erste von uns behandelte Thema aber ist immer das Essen. Seit ungefähr drei Jahren bekochen wir uns abwechselnd. Klar, dass neue Rezepte und Angebote auf dem Markt ganz vorn auf unserer Schnack-Agenda stehen. Bei Gisela und mir ist das anders. Gisela ist unsere Chorleiterin, ich bin die Notenwartin. Worum es geht, wenn sich unsere Wege kreuzen, liegt auf der Hand.
Was wir einander berichten, scheint mir einigermaßen vorhersehbar. Im privaten und beruflichen Umfeld hängt es von den geteilten Interessen, den Notwendigkeiten der Situation, wohl auch von der mehr oder weniger guten Laune der Gesprächsteilnehmer ab.
Was ich gleich zu Anfang erfahre, wenn ich eines der Regionalmagazine im Fernsehen einschalte, ist ebenfalls frei von Überraschungen. Allerdings frage ich mich, warum die Redakteurinnen und Redakteure davon ausgehen, dass wir uns zuvorderst für Mord, Totschlag und schwere Verkehrsunfälle interessieren. Ohne jeden Zweifel schlimme Schicksale, aber eben doch Einzelschicksale. Höchst privat in aller Regel. Aber die Kamera lässt mich teilhaben, ob ich will oder nicht. Eine schwer verletzte Frau wird nach einer Messerattacke von Rettungskräften aus dem Haus getragen. Polizisten versuchen ihre Privatsphäre zu wahren, indem sie Tücher vor die Trage halten, auf der ein Mensch um sein Leben kämpft. Das Bild wackelt. Kameramann- oder frau geben alles, um noch ein bisschen näher ran zu kommen. Vielleicht gelingt es ja, Blut vor die Optik zu kriegen.
Ich will das nicht sehen. Zumindest nicht als Aufmacher, als Anreißer, als Gewähr für stabile Quoten. Und Sie?
Ihre und Eure Margarete Brix
P.S. Keine Termine an diesem Wochenende. Ich habe ein neues Buch und freue mich auf die Kombination aus Sessel, Tee und Seitenrascheln.
Rasmussen und die Brix: das neue Duo am Krimi-Himmel. In: Tod am Strand.
Bei emons erschienen und überall im gutsortierten Krimi-Buchhandel erhältlich.
Bücherstube Brauweiler gewinnt Autorenlesung
„Wir sind dabei, wir haben gewonnen“, schrieb uns gestern Iris Meißner. Im Rahmen der Aktion „Lese-Reise“ zum Welttag des Buches haben 74 Buchhandlungen eine Lesung gewonnen.
51 Autoren touren für die „Lese-Reise“ zum Welttag des Buches − 74 Buchhandlungen sind Station. Das ergab jetzt die Auslosung. Die Aktion ist eine Kooperation des Sortimenter-Ausschusses im Börsenverein und der Arbeitsgemeinschaft von Jugendbuchverlagen (avj).
Insgesamt 25 avj-Verlage stellen ihre Autoren kostenfrei für die Lesungen zur Verfügung, teilt der SoA mit. Beworben haben sich in diesem Jahr 162 Buchhandlungen − 74 wurden nun per Losverfahren als Gewinner ermittelt. Ziel der Aktion sei es, so der SoA, rund um den Welttag des Buches am 23. April 2014 möglichst viele Autorenlesungen für Kinder und Jugendliche in möglichst vielen Buchhandlungen zu organisieren.
