Archiv für die Kategorie „Abtei Brauweiler“
Arbeitsanstalt Brauweiler – »Vorbildliche Geschichtsforschung«
In dem Beitrag „Vorbildliche Geschichtsforschung“ auf literaturkritik.de lobt Kurt Schilde die Arbeit von Hermann Daners und Josef Wißkirchen: Die Arbeitsanstalt Brauweiler bei Köln in nationalsozialistischer Zeit. Es werde Gefängnisgeschichte geschrieben. Die ausgezeichnete Studie könne als vorbildhaft für weitere Untersuchungen gelten. Sie beweise zugleich, dass es auch über achtzig Jahre nach dem Ende des Nationalsozialismus noch möglich ist, wichtige Erkenntnisse über diese Zeit als Licht zu bringen.
Brauweiler Ortsmitte: Das Versprechen der Bürgerbeteiligung steht immer noch aus
Der Verkehrsplaner Holger Paulsen meldet sich wieder zu Wort. Der Brauweiler hatte sich im November 2014 mit einem Offenen Brief an Bürgermeister Keppeler an die Pulheimer Öffentlichkeit gewandt. In seinem „Brief, der auch hier auf dem Blog veröffentlicht wurde, schrieb Paulsen: „Es geht nicht nur um die Errichtung von 3 Gebäuden und einer privaten Tiefgarage der Stiftung, sondern um das Gesamtkonzept unseres Ortskernes mit der Einbeziehung der Bürger, der Brauweiler Interessengemeinschaft der Unternehmer e.V. (BIG) und der Beschlussfassung einen Masterplan zu installieren, der von erfahrenen Projektentwicklern gesteuert werden muss.“ Letzte Woche gab es hier auf dem Brauweilerblog einen Post, der forderte, dass vor allen anderen Fragen die Parkplatzproblematik geklärt sein müsse – bevor der erste Spatenstich für die Bebauung getan wird. Diesen Beitrag weiterlesen »
Das war doch noch was – Schaumagazin Abtei Brauweiler
Am 8.12.2014 besuchte Monika Grütters, Kulturstaatsministerin und Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, das Archiv für Künstlernachlässe der Stiftung Kunstfonds im LVR-Kulturzentrum Abtei Brauweiler.
Grütters besichtigte die unterschiedlichen Arbeits- und Lagerbereiche des Archivs und zeigte sich beeindruckt vom professionellen Umgang mit den Künstlernachlässen, die mittels moderner digitaler Technik erfasst und als Grundlage für Forschungen und Ausstellungen zugänglich gemacht werden. Beim Rundgang durch die Abtei lobte die Staatsministerin die Kooperation zwischen den vielfältigen Veranstaltungen des LVR Kulturzentrums Abtei Brauweiler mit dem Künstlerarchiv der Stiftung Kunstfonds und war überaus angetan vom Gesamtensemble der Abtei.
Damit die Inhalte des Künstlerarchivs auch dem breiten Publikum gezeigt werden können, befürwortete die Staatsministerin erneut den geplanten Erweiterungsbau des Künstlerarchivs zum Schaumagazin und bekräftigte die im Koalitionsvertrag fixierte Absicht des Bundes, sich am Ausbau des Künstlernachlassarchivs zum Schaumagazin Abtei Brauweiler finanziell zu beteiligen. Sie forderte alle Beteiligten auf, das vom Landschaftsverband Rheinland und dem Land NRW initiierte Bauvorhaben bald zu realisieren.
Das Archiv für Künstlernachlässe der Stiftung Kunstfonds betreut die künstlerischen Lebenswerke national bedeutender bildender Künstler der jüngeren Zeit. Es ist ein Depot, das Kunstwerke aufnimmt, inventarisiert, sie erforscht und öffentlich hält. Die Kunstwerke des Archivs sind Thema kunst- und restaurierungswissenschaftlicher Forschungen und sind als Leihgaben in nationalen und internationalen Ausstellungshäusern zu sehen. Das Archiv erfreut sich als Pilotprojekt für Künstlernach- und -vorlässe hoher öffentlicher und fachlicher Aufmerksamkeit.
Abtei Brauweiler – Glockengeläut
[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=eZLUebhhBPY[/youtube]
»St.Nikolaus in Brauweiler darf zu den bedeutendsten und schönsten romanischen Kirchen des Rheinlands gezählt werden.
Das 7-stimmige Geläut hängt auf zwei Türme verteilt. Der massive Westturm beinhaltet unter anderem die beiden ältesten Glocken. Unter ihnen befindet sich die im Jahre 1300 von einem unbekannten Meister gegossene Misericordia, die nicht nur die älteste datierte Glocke des Rheinlands ist, sondern auch eine der klangschönsten mittelalterlichen Glocken im gesamten Umland! Sie entstand vermutlich zusammen mit zwei weiteren Glocken, die 1630 von Johannes Helling aus Kalkar umgegossen wurden. Geht man von den Gewichten aus, so erklang das mittelalterliche Hauptgeläut in der Disposition c‘, d‘ und e‘. Es wäre somit das erste nachweisbare, bewusst aufeinander abgestimmte Geläut im Rheinland gewesen. Da Helling die alten Glocken in seiner eigenen (überschweren) Rippe umgoss, waren die neuen einen Halbton höher gestimmt. Neben diesem Hauptgeläut existierten bis zum 2.Weltkrieg fünf weitere Glocken aus der Zeit um 1300 und den Jahren 1518, 1673 und 1872. Diese und die größere der beiden Helling-Glocken wurden eingeschmolzen. Der übriggebliebene Geläutetorso wurde 1961 mit fünf neuen Glocken der Fa. Mabilon & Co. erweitert. Zwei von ihnen fanden im Westturm Platz, die restlichen drei wurden im Vierungsturm aufgehängt. Die Ergänzung ist sehr gelungen! Geprägt wird das heutige Geläut vor allem vom Halbton zwischen den beiden großen Glocken.
Erwähnenswert sind auch die beiden historischen Holzglockenstühle, wovon jener im Westturm einen mehrstöckigen Unterbau aufweist!
Große Marienglocke, Schlagton dis’±0, Gewicht ca. 2.100 kg, Durchmesser 1447 mm, gegossen im Jahre 1630 von Johannes Helling.
Misericordia, Schlagton e’+5, Gewicht ca. 1.350 kg, Durchmesser 1263 mm, gegossen im Jahre 1300 von einem unbek. Gießer.
Gertrudsglocke, Schlagton fis’+5, Gewicht ca. 800 kg, Durchmesser 1075 mm, gegossen im Jahre 1961 von der Fa. Mabilon & Co. in Saarburg.
Kleine Marienglocke, Schlagton gis’+4, Gewicht ca. 550 kg, Durchmesser 956 mm, gegossen im Jahre 1961 von der Fa. Mabilon & Co. in Saarburg.
Benediktsglocke, Schlagton h’+5, Gewicht ca. 330 kg, Durchmesser 802 mm, gegossen im Jahre 1961 von der Fa. Mabilon & Co. in Saarburg.
Bernhardsglocke, Schlagton cis“+4, Gewicht ca. 220 kg, Durchmesser 719 mm, gegossen im Jahre 1961 von der Fa. Mabilon & Co. in Saarburg.
Sebastians- und Donatusglocke, Schlagton dis“+3, Gewicht ca. 160 kg, Durchmesser 638 mm, gegossen im Jahre 1961 von der Fa. Mabilon & Co. in Saarburg.
Ein herzliches Dankeschön für die Aufnahmeermöglichung und das Teilsondergeläute geht an den Küster sowie an den Kirchenvorstand!«
Quelle: Engerlingraucher. You Tube.
Ausstellung in der Abtei Brauweiler – Maßgeschneidert. Energetische Ertüchtigung von Baudenkmalen
(PM) Viele Altbauten verlieren ihr „Gesicht“, weil ihre Fassaden unter Styropor- und anderen Dämmplatten verschwinden, um auf diese Weise Energie einzusparen. Bei Denkmälern ist das naturgemäß nicht möglich. Der Anspruch, dennoch die Energiebilanz eines Denkmals zu verbessern, ist eine Herausforderung für Denkmalpfleger, Architekten und Ingenieure.
Die Ausstellung mit dem Titel „Maßgeschneidert – Energetische Ertüchtigung von Baudenkmalen“ beleuchtet unterschiedliche Herausforderungen und individuelle Lösungen aus allen Bundesländern in Form von „best practice“-Beispielen. Sie informiert über das neue KfW-Programm „Effizienzhaus Denkmal“ und über die Einrichtung einer Koordinierungsstelle für die Qualitätssicherung geeigneter Sachverständiger.
Die Ausstellung der Vereinigung der Landesdenkmalpfleger in der Bundesrepublik Deutschland, Arbeitskreis Bautechnik ist vom 3. Februar bis 20. März 2015 im
Winterrefektorium der Abtei Brauweiler
Ehrenfriedstraße 19
50259 Pulheim
täglich von 9.00 bis 19.00 Uhr zu sehen.
Der Eintritt ist frei.
Ausstellungseröffnung
Eröffnet wird die Ausstellung am Montag, den 2. Februar 2015 um 17 Uhr. Es spricht Landeskonservatorin Dr. Andrea Pufke.
Kultur in der Abtei Brauweiler
Ein Highlight der classic nights 2014 war zweifelsohne das Konzert mit den Roma- und Sinti-Philharmonikern, die mit großem Orchester und dem ungarischen Zigeunergeiger Roby Lakatos gastierten. Das Brauweiler Konzert ist Teil der von der Berliner Regisseurin Margarete Kreuzer produzierten Arte-Dokumentation “ Ein Dirigent und sein Traum“, die am Sonntag, dem 25. Januar 2015 um 23.35 Uhr, europaweit ausgestrahlt und die Abtei Brauweiler als Konzertstandort erstmals einem großen Fernsehpublikum vorstellen wird.
Ein Vorschau der Dokumentation finden Sie hier:
http://www.arte.tv/guide/de/050783-000/die-roma-und-sinti-philharmoniker
Brauweiler Bürgerinformation Ortsmitte – »Das Interesse war riesengroß… Meine Empfehlung für die Zukunft ist, im Zusammenstehen nicht nachzulassen.« Interview mit Holger Paulsen.
Am Donnerstagabend hat die Bürgerinformationsveranstaltung zum Thema „Künstlerresidenz“ in der Abtei Brauweiler stattgefunden. Wir haben uns kurz danach mit Holger Paulsen unterhalten. Der Verkehrsplaner, der selbst in Brauweiler wohnt, hatte im November 2014 einen Offenen Brief an Bürgermeister Keppeler geschrieben, in dem er eine umfassende Planung für die Ortmitte des Abteiortes gefordert hat. Diesen Beitrag weiterlesen »
„Menschenfreunde“. Reformbestrebungen im rheinischen Gefängniswesen zu Beginn des 19. Jahrhunderts
Vortrag von Hermann Daners am 21. Januar 2015, 18 Uhr, im Archiv des LVR in Brauweiler
Seit 2013 bietet das LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrum in Brauweiler Vortragsveranstaltungen an, die Einblicke in das vielfältige Aufgabenspektrum des LVR geben. Dazu gehört auch die Auseinandersetzung mit der Geschichte der Rheinischen Provinzialverwaltung als Vorgängerinstitution des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR). In ihren Zuständigkeitsbereich fiel auch die 1815 in den Räumen der ehemaligen Abtei Brauweiler eingerichtete Arbeitsanstalt Brauweiler. Diesen Beitrag weiterlesen »
Ortskern Brauweiler – Bürgerfragen?!
Ja, das Foto ist jetzt auch schon ein paar Jahre alt. Worüber sollten wir am 15. Januar im Gierdensaal reden? Über unseren gesamten Ortskern. (siehe auch den Offenen Brief von Holger Paulsen) Die neuralgischen Punkte sind längst identifiziert – die Abteipassage, die Ecke Kaiser-Otto-Straße/Ehrenfriedstraße und Guidelplatz. Eine isolierte Betrachtung des Guidelplatzes bringt Brauweiler nicht voran. Denn, wie wird sich der Verkehr im Ort weiterentwickeln? Was tut sich an der Bernhardstraße? Wer kümmert sich endlich um die Fahrradfahrer im Abteidorf? Und war nicht Ende letzten Jahres Frau Grütters im Künstlerarchiv? Wurde da nicht über das Schaumagazin gesprochen?! Und wie schrieb von ein paar Jahren Hendrik Neubauer hier im Blog:
»Im Endeffekt benötigt Brauweiler einen Masterplan, der ein Leitbild entwickelt und alle Fragen zusammendenkt und schlußendlich einen Maßnahmenplan entwickelt. Darin werden zum Bespiel die Öffnung der Erdgeschoßzonen im Ortskern neu entwickelt. Es ist dann auch festgeschrieben, dass mit der Entschleunigung des motorisierten Verkehr Fahrradfahrer zu ihrem Recht auf der Straße kommen.«
Liest man diesen Artikel im Zusammenhang mit dem bereits erwähnten Offenen Brief, dann steht der Forderungskatalog für die Bürgerinformationsveranstaltung. Was meinen Sie, die Blogleserinnen und Blogleser, dazu?
P.S. Wer gestern die Einladung zur Bürgerinformationsveranstaltung gelesen hat und sich gefragt hat: Wer ist dieser Harry Voigtsberger? Er ist seit 1970 Mitglied der SPD und momentan Präsident der Nordrhein-Westfalen-Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege und war vom 15. Juli 2010 bis 21. Juni 2012 Minister für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr in der von Hannelore Kraft geführten Landesregierung. Davor arbeitete er seit 2003 beim Landschaftsverband Rheinland (LVR), zuletzt als Direktor.
Donnerstag, 15. Januar 2015, 18.00 Uhr im Gierden-Saal der Abtei Brauweiler, Ehrenfriedstraße
