Archiv für die Kategorie „Geschichte“

„… und nenne Euch Preußen!“ Die Region Rhein-Erft-Rur unter preußischer Verwaltung

Vom 5. Mai bis 18. Juni 2017 wird die Ausstellung „… und nenne Euch Preußen!“ Die Region Rhein-Erft-Rur unter preußischer Verwaltung im LVR-Kulturzentrum Abtei Brauweiler gezeigt.

Zur Eröffnung der Ausstellung am Donnerstag, 4. Mai, um 18 Uhr, im Winterrefektorium der Abtei Brauweiler wird herzlich eingeladen.

Es sprechen Berit Arentz, Arbeitsgemeinschaft der Archive im Rhein-Erft-Kreis sowie Stadt- und Kreisarchiv Düren, und Dr. Wolfgang Schaffer, Archiv des LVR, der im Anschluss durch die Ausstellung führt.

Nach dem Wiener Kongress 1815 wurde das linke Rheinufer dem Königreich Preußen zugeordnet. Ab 1830 wurde das Gebiet offiziell „Rheinprovinz“ genannt. In einer Proklamation an die Einwohner begrüßte der preußische König Friedrich Wilhelm III. die Menschen 1815 mit „Ich trete mit Vertrauen unter euch, gebe euch eurem deutschen Vaterlande, einem alten deutschen Fürstenstamme wieder und nenne Euch Preußen!“
Den Bemühungen der preußischen Regierung, die Rheinlande in den Staat zu integrieren, stand von rheinischer Seite das Bestreben entgegen, regionale Eigenständigkeit zu bewahren. Permanentes Konfliktpotential lag während des gesamten 19. Jahrhunderts im Konfessionsunterschied zwischen dem protestantisch geprägten preußischen Staat und der katholischen Bevölkerungsmehrheit der Rheinprovinz. Mit der Gleichschaltung der Länder unter den Nationalsozialisten 1935 endete die Geschichte Preußens de facto. Durch den Kontrollratsbeschluss der Alliierten vom 25. Februar 1947 wurde der Preußische Staat auch de jure aufgelöst.

Ausstellungsort:
LVR-Kulturzentrum Abtei Brauweiler, Winterrefektorium
Ehrenfriedstr. 19
50259 Pulheim-Brauweiler

Ausstellungsdauer:
5. Mai bis 18. Juni 2017

Öffnungszeiten:
täglich 14 bis 17 Uhr

Eintritt frei
Öffentliche Führung durch die Ausstellung:
Mittwoch, 31. Mai 2017, 17 Uhr (Dr. Thomas Krämer, Archiv des LVR)

Veranstalter:
LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrum

Kontakt:
Archiv des LVR, Tel. 02234 9854-356, Mail: archiv@lvr.de

Abtei Brauweiler – Vortrag:  Die Häfen in Neuss und Krefeld-Uerdingen

»Die Häfen in Neuss und Krefeld-Uerdingen. Historische Bedeutung und aktuelle Erhaltungsprobleme« – Das ist das nächste Thema der Vortragsreihe „Denkmalpflege im Blick“. Die Landeskonservatorin Dr. Andrea Pufke hält am 30. März 2017 um 18 Uhr ein Lichtbildervortrag im Äbtesaal der Abtei Brauweiler.

Flüsse sind seit Jahrhunderten als Verkehrsroute und Handelswege von großer Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung einer Region. An flussnahen Städten entwickelten sich Handelshäfen zum Umschlag von Waren, die mit der zunehmenden Industrialisierung seit dem frühen 19. Jahrhundert bis in unsere Tage immer wieder aus- und umgebaut wurden. Es entstanden Binnen-, Industrie- und Containerhäfen. An zwei Beispielen, den Rheinhäfen in Neuss und Krefeld-Uerdingen, werden die historische Bedeutung dieser Häfen sowie ihre aktuellen Erhaltungsprobleme aus Sicht der amtlichen Denkmalpflege dargestellt.
 
Die  Vortragsreihe „Denkmalpflege im Blick“ findet im Äbtesaal der Abtei Brauweiler statt, Ehrenfriedstraße 19, 50259 Pulheim.
 
Der Eintritt ist frei.  

Abtei Brauweiler, Donnerstag, 30. März 2017, 18 Uhr:
 
Lichtbilder-Vortrag von Landeskonservatorin Dr. Andrea Pufke,
Leiterin des LVR-Amtes für Denkmalpflege im Rheinland

Abtei Brauweiler – Vortrag „Verwahrung – Verwaltung – Vernichtung“

Das LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrum lädt herzlich ein zum nächsten Vortrag in der Veranstaltungsreihe „Mittwochs im Archiv“.

Am Mittwoch, dem 26. Oktober 2016, um 18 Uhr, referiert der Historiker Frank Sparing, Universität Düsseldorf, zum Thema
„Verwahrung – Verwaltung – Vernichtung. 
Die rheinischen Psychiatriepatientinnen und -patienten in der Zeit des Nationalsozialismus“


Der Vortrag findet statt am Mittwoch, 26. Oktober 2016,
um 18 Uhr, im Archiv des LVR, 
Auf der Insel (Zufahrt über Von-Werth-Straße),
50259 Pulheim-Brauweiler.
Der Eintritt ist frei.
Veranstalter: LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrum

Abtei Brauweiler – Mobilität im Wandel – „Tag der Archive“

Zu einem familienfreundlichen Programm am Sonntag, 6. März, 11 bis 17 Uhr, lädt das Archiv des LVR auf dem Gelände der Abtei Brauweiler alle interessierten Bürgerinnen und Bürger ein. Es beteiligt sich damit am bundesweiten „Tag der Archive“, der auf Initiative des Verbandes deutscher Archivarinnen und Archivare e. V. alle zwei Jahre stattfindet. Das diesjährige Motto ist „Mobilität im Wandel“.

Mit seinen Beständen kann das Archiv des LVR bei diesem Thema aus dem Vollen schöpfen. Die Unterlagen zum Straßenbau im Rheinland reichen bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts zurück. Neben einer Ausstellung zur Verkehrsinfrastruktur des Rheinlands seit dem 19. Jahrhundert gibt es einen Vortrag: Um 15.30 Uhr referiert Christoph Keller, Archäologe und Referent beim LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland, über das Thema „Von der Kraftwagenstraße zur Reichsautobahn. Anfänge des Autobahnbaus im Rheinland“.

Darüber hinaus stehen Führungen durch das Archiv, die Werkstatt für Papierrestaurierung des LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrums und die Gedenkstätte Brauweiler auf dem Programm. Zudem beraten Archivkolleginnen und -kollegen von 11 bis 15 Uhr bei der Bestimmung von Dokumenten aus Familienbesitz und geben Tipps zu deren Erhalt.
Auch an die Kinder ist gedacht: Spiele aus Großmutters Zeit und ein Malwettbewerb auf Büttenpapier sorgen für die nötige Abwechslung.

Das Programm im Überblick:

Sonntag, 6. März 2016, 11 – 17 Uhr
im Archiv des LVR

11.00 Uhr
Begrüßung

11.15 Uhr
Das „Gedächtnis“ des LVR
Die Bestände zum Straßenwesen im Rheinland reichen bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts zurück. Die Führung durch das Archiv macht deutlich, welche Maßnahmen zum Erhalt des Kulturguts getroffen werden.

12.30 Uhr
Führung durch die Werkstatt für Papierrestaurierung

13.30 Uhr
Führung durch die Gedenkstätte Brauweiler

15.30 Uhr  Vortrag im Archiv
„Von der Kraftwagenstraße zur Reichsautobahn — Anfänge des Autobahnbaus im Rheinland“. Referent: Christoph Keller M. A., Bonn

Und sonst?
11.00 – 17.00 Uhr
Ausstellung zur Geschichte der Verkehrsinfrastruktur des Rheinlands seit dem 19. Jahrhundert

11.00-15.00 Uhr
Wir begutachten Ihre Archivalien.

Für die Kinder ist auch gesorgt!
Ein kleines Kinderprogramm bietet Spiele aus Großmutters Zeit und einen Malwettbewerb auf Büttenpapier.

Der Eintritt ist frei.

Treffpunkt für alle Veranstaltungen:
Archiv des LVR,
Auf der Insel (Zufahrt über Von-Werth-Straße),
50259 Pulheim-Brauweiler.

Johanniter-Stift Brauweiler – Ausstellung zur Ordensgeschichte des Johanniterordens


„Die Geschichte des Johanniterordens beginnt vor mehr als 900 Jahren. Während des ersten Kreuzzuges erobern christliche Ritter 1099 Jerusalem. Dort finden sie ein dem Heiligen Johannes dem Täufer geweihtes Hospital vor, in dem unter Leitung von Meister Gerhard eine Laienbruderschaft kranke und schwache Pilger pflegt.“ 
Diese Zeilen stehen auf der ersten Tafel einer Wanderausstellung über die Rheinische Genossenschaft des Johanniterordens, die von Freitag, 26. Februar, bis Mittwoch, 9. März, im Johanniter-Stift, Erfurter Straße 2, in Brauweiler zu sehen ist.
Auf den 15 mit Bildern und Texten versehenen Tafeln, die im Erdgeschoss aufgestellt sind, finden sich Informationen rund um die Johanniter, ihre vielen Aktivitäten im Dienst für den Kranken im Sinne des Ordensauftrages.
Grundsätzliches steht hier über die Gründung des Johanniter-Ritterordens. Der Leser erfährt, dass die Johanniter einen der wichtigsten mittelalterlichen Ritterorden repräsentieren, der seine Traditionen und seine Aufgaben trotz aller Veränderungen und Krisen bis in die Neuzeit bewahren konnte. Der Orden fühlte und fühlt sich besonders der Aufgabe verbunden, eine christliche Krankenpflege zu ermöglichen.
Weitere Tafeln beschreiben das erste Krankenhaus des Ordens im Rheinland in Dierdorf, das Johanniterkrankenhaus in Bonn, das Johanniter-Krankenhaus Rheinhausen und die Einrichtungen der Altenhilfe. Es geht um den Johanniterorden in der NS-Zeit ebenso wie um den Wiederaufbau nach 1945, und schließlich um die inneren Strukturen des Ordens in der Gegenwart.


So sieht es Schepers – »Brauweiler Flugsaurier?«

sses_FlugsaurierWenn einer in die Grube schaut. Endlich mal wieder eine Ausgabe von »So sieht es Schepers« auf dem Brauweilerblog. Viel Vergnügen.

Die archäologische Grube Brauweiler ist etwas aus dem Focus geraten, seitdem die Bebauung des Guidelplatzes läuft. Mit Bebauung meine ich den Aufbau des Festzelts für Karneval.
In der Grube graben sie fröhlich weiter und arbeiten sich langsam nach Westen vor, Richtung Aachen sozusagen.
Bzw. Richtung Langgasse.
Und die Archäologen werden fündig. Knochenreste!
Der vor Ort grabende Archäologen meint, es habe im 18. Jahrhundert eine Viehseuche gegeben, und die Tiere seien damals vergraben worden. Es handele sich demnach um Rindviehcher.
Ich tippe eher auf eine bisher nicht entdeckte Art von Flugsauriern: der Pterosauria Brunvillaris. Das wäre eine Sensation!
Ist auch nachvollziehbar. Schon damals lag Brauweiler im Speckgürtel von Köln. Also ein angenehmer Rückzucksort für die doch recht scheue Spezies. Viel Wald in der Nähe (wird jetzt als Braunkohle abgebaut), im Nachbarort Buschbell ein schöner Sandstrand (wird jetzt als Quarz abgebaut), warum sollte der Pterosauria Brunvillaris nicht in Brauweiler gelebt haben?
Die Rindvieherklärung des grabenden Archäologen halte ich für wenig wahrscheinlich. Ist wohl nur eine Taktik, um den Ruhm für sich einzuheimsen.
Und allen Besserwisser, die nun meinen behaupten zu müssen, ich hätte mit archäologischen Mutmaßungen schon einmal falsch gelegen (Geheimgang nach Freimersdorf), denen sei gesagt: bisher ist diese – meine – These nicht widerlegt!
Also, neben der Abtei hat Brauweiler mit dem Pterosauria Brunvillaris jetzt eine weitere Attraktion mit überregionaler, ach, was sage ich, mit internationaler Bedeutung!
Und es geht weiter. Die grabenden Archäologen werden noch die gesamte Fläche auf dem Abrißgelände Kaiser-Otto-Straße untersuchen (wird bis März oder so dauern). Wer weiß, was da noch alles gefunden wird…
Es bleibt spannend in Brauweiler, auch ohne Tatort.

Stadtarchiv Pulheim – Archivalien des ehemaligen Brauweiler Bürgermeister Hünselers

Hansjakob Hünseler, Sohn des früheren Brauweiler Bürgermeisters Christian Hünseler, hat dem Pulheimer Stadtarchiv die Handakten seines Vaters übergeben. „Für das Stadtarchiv“, so Archivar Horst Kandt, „ist dies historisch ein sehr interessantes Geschenk.“ Der Gesamtumfang von vier Mappen mit losen, meist sehr dünnen Blättern, beträgt zwölf Zentimeter. Dokumentiert wird, womit sich der Bürgermeister in der Nachkriegszeit von 1947 bis 1956 im Raum Brauweiler zu befassen hatte. Die Mappen sind beschriftet mit „Bekanntmachungen 1946/47“, „Brauweiler 1949/50“, „Gemeinde Brauweiler seit 1952“ und „Protokolle Brauweiler“ (1952 – 1956). Um die Unterlagen zu sichern, hat das Stadtarchiv einen Kostenvoranschlag von der Restaurierungswerkstatt des Archivberatungs- und Förderbildungszentrums in Brauweiler erbeten. Für die Rettung der Hand- und Maschinenschriftdokumente ist es notwendig, das minderwertige Papier aus der Nachkriegszeit zu stabilisieren. Zusätzlich wird die Digitalisierung erwogen. Themen der damaligen Zeit waren u.a. Versorgung, Gesundheit der Bevölkerung, Veränderungen in der Bevölkerungsstruktur, die Errichtung von Schulen, die öffentliche Sicherheit und Ordnung und die Erneuerung der öffentlichen Infrastruktur. Weiterhin behandelt wurden z.B. um Brikettzuteilungen, Aushändigung von Kartoffeln, Kartoffelkäferbekämpfung, Preisregulierung von Milch und Micherzeugnissen, Lebensmittelkarten, Meldung ansteckender Krankheiten, Kleinlieferwagen für Krankentransporte, Flüchtlingstransporte sowie Luftschutzbetten für Evakuierte und Flüchtlinge, die Wiedereröffnung der Landwirtschaftlichen Berufsschule in Widdersdorf. Zudem mussten sich die Verwaltungsmitarbeiter mit Entnazifizierungen befassen. Interessant ist der Schriftwechsel zur beabsichtigten und schließlich gegen Widerstände erreichten Ausamtung der Gemeinde Brauweiler aus dem Amt Weiden.
1934 war das Amt Brauweiler aufgelöst worden. Die Gemeinde Brauweiler wurde in das Amt Lövenich mit Sitz in Weiden eingegliedert. Zum Amt Lövenich gehörten die Gemeinden Brauweiler und Lövenich. 1937 wurde Lövenich in Amt Weiden umbenannt. 1951 wurde das Amt Weiden aufgelöst und die Gemeinde Brauweiler wurde wieder selbständig mit dem Amtssitz in Brauweiler. In der Übergangszeit von der Amtszugehörigkeit zur Selbständigkeit fällt die Amtszeit von Bürgermeister Christian Hünseler.

So sieht es Schepers – »Geheimgang gefunden – ganz bestimmt!«

SSES_GeheimgangDie Feierlichkeiten in der Ortsmitte sind vorbei und nun wird wieder gebuddelt. Und er hat wieder hingeschaut – So sieht es Schepers: »Die Archäologen sind wieder fleißig. Wieder Schicht für Schicht. Wieder mit Bagger, Schaufel, Vermessungsgerät und Eifer.
Sie haben auch was gefunden. Was genau, ist noch nicht klar. Erst mal schauen. Jedenfalls ist eine alte Mauer dabei.
Auf was sie sonst noch stoßen, wird sich in den nächsten Tagen zeigen. Jedenfalls gehen sie systematisch und gewissenhaft vor.
Jedes Detail wird notiert, katalogisiert, vermessen, fotografiert und ich weiß nicht was sonst noch. Da sind Profis am Werk, das merkt man sofort.
Apropos Profis. Ein Profi bin ich sicher nicht. Aber…
Aber ich denke, nachdem ich schon seit Wochen, ach, was sage ich, seit Monaten, auf diese archäologische Grube schaue, hat sich bei mir ein gewisses Fachwissen eingestellt. Nur durch Zuschauen. Das geht. Da bin ich mir sicher. Ganz bestimmt.
Und ich habe da etwas entdeckt, was die Profis noch nicht beachtet haben. Zumindest nicht mit der gebotenen Sorgfalt:
Und? Habt Ihr es erkannt?
Schaut mal richtig hin. Da links. Links unter der Baggerschaufel.
Habt Ihr es jetzt erkannt?
Das ist der Eingang zu dem legendären, geheimen unterirdischen Gang von Brauweiler nach Freimersdorf!
Doch, das ist er. Das muß er sein! Ganz bestimmt.
Den Geheimgang kennt doch jeder in Brauweiler. Aus Erzählungen. Den haben damals die Mönche angelegt oder so. Der geht unterirdisch bis nach Freimersdorf zu irgendeinem Hof. Sagt die Legende. Damit die Möche notfalls flüchten können. Oder unbemerkt die Nonnen in Königsdorf besuchen. Was weiß ich, wofür der gedacht ist.
Jedenfalls haben sie ihn jetzt gefunden. Also eigentlich ich. Jedenfalls, wenn man es genau nimmt. Aber ich will mich hier nicht in den Vordergrund drängen.
Wobei sich jetzt ganz neue Perspektiven auftun. Für den Ortskern von Brauweiler und überhaupt. Jetzt, wo der Tunnel entdeckt ist.
Man muß ihn nur noch etwas ausbauen und schon hätte man eine prima Zufahrt zur Tiefgarage! Unmittelbare Anbindung an die Bonnstraße, das Brauweiler Zentrum von Autoverkehr entlastet, keine Probleme mit Nachbarn wegen Verkehrslärms!
Ja, das ist die Lösung 🙂
Ein großer Tag für Brauweiler! Jetzt kann es zügig weitergehen.«

Abtei Brauweiler – »In „Einigkeit und Ausdauer“? Der Kölner Dombau und die preußischen Könige«

DomspitzenDr. Kathrin Pilger, Historikerin und Archivarin spricht über »In „Einigkeit und Ausdauer“? Der Kölner Dombau und die preußischen Könige«. Die Vollendung des Kölner Doms im 19. Jahrhundert vollzog sich als gewaltiges Gemeinschaftsprojekt des Kölner Bürgertums, organisiert im Zentral-Dombauverein, und des preußischen Staates, vornehmlich verbunden mit der Person König Friedrich Wilhelms IV.  Dass diese Beziehung keineswegs immer spannungsfrei, sondern vielmehr von großer Wechselhaftigkeit geprägt war, versteht sich angesichts der besonderen kulturpolitischen Konstellationen, die im Rheinland und in Preußen zunächst im Vormärz, dann vor allem im Kulturkampf herrschten, fast von selbst. — Dennoch war das Projekt erfolgreich: Der Dom wurde fertiggestellt, und wie so oft fragte später kaum jemand mehr nach dem Wie und Warum. Dr. Kathrin Pilger, Landesarchiv NRW in Duisburg, geht in ihrem Vortrag diesen Fragen nach.

Donnerstag, 5. November 2015, 18 Uhr,
im LVR-Kulturzentrum Abtei Brauweiler, Äbtesaal 

Veranstalter:
LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrum
 Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.
 
Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des LVR-Kulturzentrum Abtei Brauweiler.  

Menschen auf der Wanderschaft

Ausstellung „hin und weg“ im Rathaus Pulheim

Am Montag, 7. September, 16 Uhr, wird Bürgermeister Frank Keppeler im Foyer des Pulheimer Rathauses die Ausstellung „hin und weg – zur Wanderungsgeschichte der Menschen in der Region Rhein-Erft-Rur“ eröffnen. Die Ausstellung wird vom Internationalen Freundeskreis Pulheim e.V. und dem Stadtarchiv Pulheim präsentiert. Susanne Harke-Schmidt, Archivarin der Stadt Kerpen, gibt eine Einführung.
Auf 33 Ausstellungstafeln mit historischen Quellen aus der Region und über die Region wird ein Bogen zum Thema Migration von der Jungsteinzeit bis in die Gegenwart gespannt. Weitere Exponate von verschiedenen Leihgebern ergänzen die Ausstellung. „hin und weg“ ist das fünfte historische Ausstellungsprojekt, das die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft der Archive im Rhein-Erft-Kreis und Düren gemeinsam realisieren.
Die Integrationsbeauftragten der Stadt Kerpen und des Rhein-Erft-Kreises haben an der Erstellung mitgewirkt.
Die Wanderausstellung und die begleitende Publikation mit dem Titel „hin und weg“ verdeutlichen, dass die Geschichte der Menschen in der Region seit der Jungsteinzeit eine Geschichte von Wanderungen ist. Anhand der in den Archiven überlieferten Quellen und weiterer Gegenstände wird aufgezeigt, dass Menschen aus unterschiedlichsten Gründen schon immer in die Region zugewandert, aber ebenso ausgewandert sind.
Neben kurzen Blicken auf die Jungsteinzeit, die römische Zeit, das Mittelalter und die Frühe Neuzeit, bilden das 19. und 20. Jahrhundert den Schwerpunkt der Ausstellung. Die Themenauswahl ist vielfältig: Sie reicht von den Auswanderern im 19. Jahrhundert, über die Arbeitsimmigranten im Rheinischen Braunkohlenrevier zum ersten Weltkrieg. Für die Zeit des NS-Regimes wird sowohl die Auswanderung als auch die Deportation von Juden behandelt als auch der Einsatz von Zwangsarbeitern. Der Nachkriegszeit mit dem Thema Flucht und Vertreibung folgt der Zuzug von Gastarbeitern und Spätaussiedlern, um nur einige Themen zu nennen.
Die Archivare haben begleitend zu der Ausstellung ein Buch mit dem gleichen Titel herausgebracht. Es enthält den Katalog zur Ausstellung, in dem alle Texte und ausgewählte Quellen wiedergegeben werden sowie einige Aufsätze zum Thema und Berichte von zwei Projekten zur Befragung von Migranten. Das Buch ist zum Preis von 15 Euro bei der Eröffnung der Ausstellung und in der Folge an der Info des Rathauses erhältlich. Die Besucher können die Interviews als Tondokumente in der Ausstellung anhören.
Die Realisierung der Ausstellung und der Veröffentlichung war dank der materiellen und personellen Unterstützung des Landschaftsverbandes Rheinlands, der Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen, der Kulturstiftung der Kreissparkasse Köln, der RWE Power AG, der Raiffeisenbank Frechen-Hürth und der Träger der beteiligten Archive möglich.
Die Ausstellung ist bis zum 27. November im Rathausfoyer zu den Öffnungszeiten des Verwaltungsgebäudes zu sehen.

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