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Brief aus Eckernförde – Sarkos Sakko #9

Und schon wieder beschäftigt uns an den Frühstücks- und Stammtischen in Brauweiler und Eckernförde das Thema: „Mal eben die Welt retten.“ Nur was zieht man dabei an? Wer wirklich hart arbeitet, hat nicht andauernd Zeit,  das Trikot oder das Sakko zu wechseln, meint Margarete Brix, unsere Urlaubsbekanntschaft aus Eckernförde. Brix ist Amtsrichterin a.D. Sie kennt in der Region Eckernförde Gott und die Welt. Und man kennt sie nicht zuletzt wegen ihrer neckischen Kopfbedeckungen. Aber schauen wir doch mal nach Berlin und Paris. (Illustration: Meike Teichmann)

Moin, moin,

von Angela lernen, heißt siegen lernen. Womit ich keineswegs auf die Ostvergangenheit unserer Kanzlerin anspielen möchte, sondern auf ihren souveränen Umgang mit dem Thema Mode. Gerade drei Jahre ist es her, dass sie in Oslo bekleidungstechnisch im Fettnäppchen der Medien landete. „Die neue Opulenz …“ titelte wenig charmant die WELT. Der stern begann seinen Begleitartikel mit „Oh lala Frau Merkel“ und stellte fest, die Kanzlerin habe mit einem tief ausgeschnittenen Kleid den anwesenden Prinzessinnen die Schau gestohlen. Applaus vom Boulevard, wie unangenehm.

Und nun zum Beleg für meine eingangs aufgestellte Behauptung.

Am Morgen des 26. Oktober tritt Bundeskanzlerin Angela Merkel ans Rednerpult des Deutschen Bundestages. Engagiert setzt sie sich für Schirm und Hebel ein, staatsmännisch macht sie deutlich, Frieden und Wohlstand in Europa seien nicht selbstverständlich. Die Abgeordneten folgen ihr und man darf vermuten, dass es nicht allein ihre Argumente waren. Nein, es war ihr blauer Blazer der zu beeindrucken wusste. Er signalisierte Erfahrung und Entschlossenheit. Der Blaumann der Kanzlerin, die anpackt, was anzupacken ist.

16 Stunden später, am frühen Morgen des 27. Oktober, tritt die Kanzlerin in Brüssel vor die Presse. Sie wirkt müde. Das ist ihr gutes Recht. Sie wirkt zufrieden. Das ist kein Wunder. Denn sie kann verkünden, dass die Banken auf die Hälfte ihrer Ansprüche verzichten. Applaus vom Stammtisch, wie angenehm. Auch meine Knilche Fiete, Fritze und Jörn haben kein anderes Thema am Frühstückstisch. Und wie konnte es soweit kommen? Merkel hat ihren Blaumann anbehalten und den Präsi-Jungs im feinen Zwirn blieb nichts anderes übrig, als der Madame vom Bau Respekt zu zollen.

Was mich angeht, so war mir die Wirkung des gelungenen modischen Auftritts schon immer bewusst. In der Öffentlichkeit kennt mich niemand ohne eines meiner Damenhütchen und niemand hat je angezweifelt, dass unter diesen Hütchen ein kluger Kopf steckt.

Ihre Margarete Brix

* Nicht, dass es mich gewundert hätte, aber erwähnen wollte ich es doch: Für Sarkos Sakko hat sich wieder mal kein Mensch interessiert.

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