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Der Brauweiler Guidelplatz – Neues Jahr und die Erinnerung an den Stachel im Fleisch unseres Dorfes

(red) „Der Guidelplatz in der Ortsmitte Brauweilers mag in den letzten 10 Jahren schon schlimm ausgesehen haben. Nur so, wie er sich seit Oktober letzten Jahres präsentiert, so schlimm war es in den letzten 30 Jahren nicht.“ Das schrieb am 18. Juli 2011 die Brauweiler Interessengemeinschaft der Unternehmer e.V. (BIG) in einem Offenen Brief an die Pulheimer Stadtverwaltung und an den Vorstand der Gold-Kraemer-Stiftung. An der Situation hat sich bis heute wenig geändert. – Diese beiden Sätze schrieb ich in einem Artikel für die November-Ausgabe der Zeitschrift „Grünzeug“, den ich im Folgenden dokumentiere. Gerade eben kommt die Sonne heraus. Auch im Neuen Jahr alles beim Alten? Ersetzen Sie also bitte das Wort „Herbst“ durch „Winter“, dann stimmt auch der letzte Absatz.

Als der damalige Bürgermeister Dr. Karl August Morisse im November 2008 zu seiner „Haushaltsrede zur Einbringung des Haushalts 2009“ antrat, neigte sich seine Amtszeit bereits dem Ende zu. Morisse hatte zwei Monate zuvor die „letzte Chance für den Guidelplatz“ ausgerufen und sprach nun darüber, was seiner Meinung nach schief gelaufen sei: „ Häufig wird in Brauweiler gefragt, warum das Pulheimer Zentrum immer attraktiver wird und am Guidelplatz seit 1996 kein weiterer Fortschritt erzielt worden ist. Die Antwort fällt leicht: Die Erwartungshaltungen waren unterschiedlich. Im Stadtteil Pulheim bestand von Anfang an Konsens darüber, dass die Erneuerung und Aufwertung des Marktplatzbereichs nur Schritt für Schritt erfolgen kann und der Prozess möglicherweise zwei Jahrzehnte und mehr dauern wird. In Brauweiler wurde hingegen gefordert, das gesamte Guidelplatzprojekt in einem Guss zu realisieren und damit unter Einbeziehung eines großen privaten Grundstücks, das mit einem Geschäfts- und Wohnhaus bebaut ist. Das Gebäude soll abgerissen und mit einem größeren Wohn- und Geschäftshaus bebaut werden.“ Es ist müßig, diese Aussagen auf ihren Wahrheitsgehalt hin abzuklopfen, es geht um die Haltung des damals Verantwortlichen, der den Schwarzen Peter den Brauweilern selbst zu schiebt.

Im Juli 2010 wurde dann mit dem Abriss der Gebäude begonnen, nachdem Morisse selbst 2009 noch verkünden konnte, dass ein neuer Investor gefunden sei. Die Gold-Kraemer-Stiftung wolle den Platz mit einer Seniorenresidenz für notleidende Künstler sowie Wohn- und Geschäftshäusern bebauen. Bereits zu diesem Zeitpunkt meldete sich die Lokale Agenda 21 zu Wort, die Vorschläge dazu machen wollte, wie der Guidelplatz selbst verkehrsberuhigt und das geplante Gebäudeensemble städtebaulich an die Abtei angebunden werden könne. Diese Initiative ist auch vor dem Hintergrund zu betrachten, dass im Herbst 2008 mehrere Bürgerwerkstätten durchgeführt wurden, die u.a. die verkehrliche Situation in Brauweiler zum Thema hatten.  Abschließend wurde der Stadt ein Maßnahmenkatalog übergeben. Hierin sind auch Vorschläge enthalten, den Verkehrsraum vor der Abtei in Richtung Guidelplatz zu beruhigen.

Im Sommer 2011 fordert der Investor ebenjene städtebauliche Anschließung und Verkehrsberuhigung, die seit Jahren diskutiert wurde. Der Hauptgeschäftsführer der Stftung, Peter Michael Soenius, gibt die Auskunft, dass diese Forderung zwar nicht Bestandteil des Vertrages zwischen Stadt und Stiftung sei, dass diese Forderung aber „conditio sine qua non“ für den Baubeginn sei. Man beachte, dass die Stiftung zu diesem Zeitpunkt noch nicht mal einen Bauantrag gestellt hat.  Die Stimmung der Volksseele auf dem Brauweiler Wochenende Anfang Juli scheint zu kippen. Doch dann kommen die Sommerferien und der kurze Protestimpuls erlahmt ganz schnell wieder. Vollkommen unübersichtlich wird die Lage, als der Ort aus den Ferien erwacht und ruchbar wird, dass zwei Anwohner Klagen gegen das Bauprojekt eingereicht hätten.

Morisses Nachfolger, Frank Keppeler, hat kürzlich versprochen, den Wunsch der Stiftung nach Anschluß des Platzes an die Abtei in Gesprächen mit dem Landesbetrieb Straßen NRW und dem LVR auf den Weg zu bringen. Er hat auch versprochen, alle Beteiligten inklusive der BIG und den Bürgervertretern an einen RundenTisch zu rufen. Verkehrlich hat die Stadt begonnen, sich der Situation der Bernhardstraße planerisch konkret anzunehmen. Hätte man den Schwerpunkt auf die Ortsmitte gesetzt, hätte sich die Verwaltung ganz anders auf den Investor zubewegt.

Die Brache Guidelplatz liegt in der Herbstsonne. Die Lage bleibt unübersichtlich. Und der Brauweiler? Der wartet auf den Schwarzen Peter.

Grünzeug. Zeitung für Pulheim und Umgebung. Nr. 3, November 2011. Seite 3

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