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Hambacher Forst – Protest eine Belastung für den Klimawandel?

Erwartungsvoll schlage ich heute Morgen den Kölner Stadtanzeiger auf. Und was lese ich da heute auf der Titelseite des Rhein-Erft-Teils: Hambacher-Forst-Aktivist harrt in einem Tunnel aus. Und Guido van den Berg (SPD) regt sich  darüber auf, wie viel Unkosten doch Protest in unserer Gesellschaft verursacht. Und der CO2-Ausstoß, den der Polizeieinsatz verursache. Und jetzt kommt es: „Die Aktivisten sind damit nicht nur für die Polizei, sondern auch für das Klima eine Belastung.“ Das kann man genauso auch bei pulheim-news nachlesen und ist damit offensichtlich kein Versprecher sondern eine Pressemitteilung.  Herr van den Berg, Politiker, die öffentlich so einen Stuss von sich geben, sind für Bürgerinnen und Bürger eine Belastung. (Foto – Hambacher Loch: Hendrik Neubauer)

1 Kommentar to “Hambacher Forst – Protest eine Belastung für den Klimawandel?”

  • Peter Fonda:

    Moin Leute,

    Eine engagierte Kritik. Ein heikles Thema diese Besetzung und ein Eiertanz bezgl. des Verhaltens seitens RWE. Die Tätlichkeiten und Sachbeschädigungen sind Fakt. Die Aktivisten kommen nicht aus der Region, anders als im Wendland ist das keine regionale Bewegung und wird offenbar auch nicht so richtig von der Bevölkerung unterstützt; möglicherweise wg. der Arbeitsplätze und häufig auch wegen bereits eingeplanter Entschädigungen für den Fortschritt des Abbaus. Natürlich ist auch die fehlende Alternative bei der Stromerzeugung ein Teil des Problems; da ja immer mehr Leute lernen, dass der Transport von Offshore Strom viele Jahre weg ist, Speichermöglichkeiten fehlen und keiner so richtig will, dass die AKWs wieder hochgefahren werden, gibt es möglicherweise eine unvermutet positive Grundstimmung zur Stromerzeugung durch Verbrennung regionaler fossiler Brennstoffe.

    Und dann macht GvB eine Milchmädchenrechnung auf, die da sagt, ohne die Verpflichtung die Räumung zu vollstrecken hätten die Polizisten nicht dorthin gebracht werden müssen. Das hätte Benzin und Aufwandskosten gespart. Formal ist das sicherlich nicht zu bestreiten – ohne Aktion wären Aufwand und Emissionen nicht angefallen.

    Die Triangulation, die Umweltschützer hätten die entstandenen Emissionen verursacht, ist sicherlich etwas gewagt. Verursacht haben sie durch die Besetzung eine rechtliche Auseinandersetzung, in deren Verlauf eine Räumung angeordnet wurde. Nachdem dieses entschieden war und die Besetzung nicht abgebrochen wurde, kam es zu besagter Räumung, für deren Durchführung zusätzliche umweltbelastende Emissionen angefallen sind.

    Möglicherweise ist GvB einfach ein Politiker, der zugunsten seiner Popularität dem Volk nach dem Maul redet. Da ist er nicht allein. Immerhin war er dieses Mal der Erste, zumindest in der Presse.

    Euer Peter

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