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Sekundarschule Brauweiler – die Stadtverwaltung hat noch Pfeile im Köcher

Die Wut der Bürger über die „Stadt Pulheim“ steigert sich von Tag zu Tag. Und dabei geht es schon lange nur noch sekundär um die Sache Sekundarschule oder Bäderlandschaft. Es geht um das Demokratieverständnis. Die Schulverwaltung der Stadt Pulheim holt in ihrem Willen, einmal getroffene Entscheidungen, hier die Sekundarschule im Schulzentrum Brauweiler, unbedingt durchsetzen zu wollen, anscheinend immer wieder neue Pfeile aus dem Köcher. Nun werden Schülerinnen und Schüler mit eingeschränkter Realschulempfehlung an der Marion-Dönhoff-Realschule abgelehnt, obwohl die Kapazitätsgrenze nicht überschritten ist. Das ist üblicherweise nur der Fall, wenn eine Realschule ihre Kapazitätsgrenzen noch nicht überschritten hat. Darüber hinaus wurde den Abgewiesenen mitgeteilt, dass diese sich besser an der Sekundarschule in Brauweiler anmelden sollen. Zu welchen Methoden will die Stadt eigentlich noch greifen, um die Sekundarschule zu erzwingen? Den Schülern und Eltern kann man eigentlich nur empfehlen, eine Woche zu warten, in der Hoffnung, dass dieser ganze Sekundarschule-Spuk dann vorbei ist. Im Folgenden dokumentiere ich den Offenen Brief der Schulpflegschaft der Artur-Koepchen-Realschule vom 25.02.2013.

Pulheim-Brauweiler, den 25.02.2013

– OFFENER BRIEF –

Sehr geehrte Ratsmitglieder der Stadt Pulheim,

die geplante Sekundarschule in Pulheim-Brauweiler benötigt zu Ihrer Realisierung 75 Anmeldungen. Diese Minimalzahl wurde innerhalb des ursprünglich von Ihnen verabschiedeten Anmeldezeitraumes von 3 Wochen deutlich unterschritten, obwohl die Stadt Pulheim sehr massiv für diese Schule innerhalb und außerhalb ihres Stadtgebiets geworben hat. Bedenkt man dabei, dass andere Schulen ihren Anmeldungsprozess innerhalb weniger Tage abschließen, so bestand für alle Eltern, die ihr Kind an der Sekundarschule anmelden wollten, ausreichend Zeit hierzu. Die deutliche Verfehlung der 75 Anmeldungen zeigt daher eindeutig, dass der auf einer älteren Umfrage basierende, angebliche Bedarf für eine Sekundarschule real nicht gegeben ist.

Mit der Dringlichkeitsentscheidung der letzten Woche wurde die Anmeldefrist nun um eine zusätzliche Woche zu Lasten der Anmeldung an Real- und Hauptschule verlängert. Die Begründung dieser Dringlichkeitsentscheidung ist – angesichts der Tatsache, dass die Anmeldedaten der anderen Schulen schon lange bekannt sind – wohl eher vorgeschoben. Nach Aussagen von Unterzeichnern der Dringlichkeitsentscheidung sieht die Stadt diese Verlängerung auch eher als „Notwehr“ gegen angebliche Behinderungen des Anmeldeverfahrens vor Ort an. Hierzu ist anzumerken, dass es zwar leider zu einzelnen Unmutsäußerungen von Schülern gegenüber dem Anmeldebüro gekommen ist, dies von den Schulleitungen allerdings schnell wieder unterbunden wurde. Die friedlich, deutlich entfernt von dem Anmeldebüro sitzenden, ausschließlich die Anmeldenden zählenden Eltern kann man wohl kaum als Behinderung bezeichnen. Kein anmeldeinteressiertes Elternteil wurde in irgendeiner Weise von der Anmeldung abgehalten oder an der Anmeldung gehindert.

Aber auch mit der Verlängerung des Anmeldezeitraums steht nicht zu erwarten, dass die erforderliche Anzahl von 75 Anmeldungen zustande kommt – eben weil bereits alle anmeldewilligen Eltern die Chance hatten, ihr Kind an der Sekundarschule anzumelden. Aus diesem Grunde versucht die Stadt nun, nicht nur mit halbseitigen Zeitungsannoncen sondern auch mit gezielten Versendung von Werbeflyern an abgelehnte Schüler von anderen, außerhalb des Stadtgebiets Pulheim liegenden Schulen die erforderliche Anzahl an Anmeldungen noch zusammenzubekommen. Abgesehen davon, dass diese Vorgehensweise auch bei den benachbarten Städten mit deutlichem Befremden aufgenommen wurde, kann man diese Schüler wohl kaum dem „Bedarf“ einer Sekundarschule hinzuzählen, da diese sich ja bewusst für eine andere Schulform entschieden hatten.

Aktuell wird jedoch deutlich, dass die Stadt neben der ungerechtfertigten Verlängerung des Anmeldezeitraums und der bisherigen, aus unserer Sicht unlauteren Werbung zu weiteren Mitteln greift, um die 75 Anmeldungen – komme was wolle – zu erreichen. Anders als in den Vorjahren üblich nimmt nun die Marion-Dönhoff-Realschule in Pulheim keine Schüler mehr an, die „nur“ mit einer eingeschränkten Realschulempfehlung angemeldet wurden. Schon dies ist sowohl im Sinne der freien Schulwahl der Eltern als auch rechtlich zu beanstanden.

Nach ersten Rückmeldungen wird diesen sogar zugleich mitgeteilt, dass sie sich am besten an der Sekundarschule Brauweiler anmelden sollen bzw. sogar müssen, was rechtlich schlichtweg falsch ist.

Hier bitten wir nun Sie, als die gewählten Vertreter von Pulheim, um Mithilfe, damit der geäußerte Wille von Eltern und Bürgern respektiert wird. (97 % Ablehnung der Sekundarschule bei 3875 Teilnehmern einer Umfrage des Kölner Stadtanzeigers)

Wir bitten Sie sich dafür einzusetzen, dass:

a) keine weitere Verlängerung des Anmeldezeitraumes erfolgt. Hierfür gibt es keinen Grund mehr; bei einer weiteren Verlängerung des Anmeldeverfahrens zu Lasten von Haupt- und Realschule wäre dann auch die Anmeldung für diese alternativen Schulen gefährdet.

b) die Werbeversuche der Stadt an anderen Schulen im Umkreis von Pulheim eingestellt werden.

c) die sicher kostspielige Werbung in Zeitungen alleine für diese einzelne Schulform Sekundarschule eingestellt wird.

d) auch innerstädtisch kein weiterer Einfluss auf das Anmeldeverhalten der SchülerInnen ausgeübt wird, sondern die bislang geäußerten Anmeldewünsche – wie bisher auch üblich – bestmöglich respektiert werden. Dies gilt insbesondere für die Anmeldungen an der Marion-Dönhoff-Realschule in Pulheim, die unter Missachtung geltenden Rechts nun der Sekundarschule zugeführt werden sollen (dies scheint der eigentliche Grund der Verlängerung der Anmeldefrist um eine Woche zu sein).

Falls Ihrerseits noch Fragen zu diesen Ausführungen bestehen oder auch generell ein Wunsch zu mehr Information/Diskussion über die Sekundarschulfrage besteht, so stehen wir den Fraktionen hierfür gerne zur Verfügung.

Wir würden uns freuen, wenn Sie unsere oben geäußerten Einwände aufnehmen und umsetzen würden und danken Ihnen im Voraus für Ihr Verständnis.

Schulpflegschaft der Arthur Koepchen Realschule
Kastanienallee 2-10, 50259 Pulheim-Brauweiler, Tel.: 02234 / 9820227

1 Kommentar to “Sekundarschule Brauweiler – die Stadtverwaltung hat noch Pfeile im Köcher”

  • Als Ergänzung: Pressemitteilung Fraktion Bürgerverein Pulheim. 26.02.2013.

    Eltern haltet durch!

    Schon wieder schlittert die Pulheimer Verwaltung mit Unterstützung der Mehrheitsfraktionen am Bürgerwillen vorbei.
    Obwohl mit dem vergangenen Freitag deutlich dokumentiert ist, dass die Sekundarschule mangels ausreichender Anmeldungen in Pulheim Schiffbruch erlitten hat, versucht die Stadt Pulheim nun weiter Schüler abzufischen. Ein gefundener Fang sind die an den umliegenden Gesamtschulen und der Marion Dönhoff Realschule abgewiesenen Schüler. Sie scheut außerdem nicht davor zurück, in fremden Gewässern, etwa in Bergheim oder Köln zu fischen.
    Die Notlage der Abgelehnten und Verzweifelten nutzt man nun ungeniert aus, um der unliebsamen Schulform doch noch Leben einzuhauchen.
    „ Wir können nur allen Eltern, die Ihre Kinder an der Arthur-Koepchen-Realschule anmelden wollen nur raten: Lassen Sie sich nicht verunsichern – weder durch Erklärungen noch durch riesige Anzeigen in den Werbeblättern, die auf Kosten der Pulheimer Steuerzahler ebenfalls in den Nachbargemeinden geschaltet wurden. Ab dem 4. März 2013 läuft das Anmeldeverfahren für Ihre Wunschschule! Halten Sie durch!“, so Willy Heinrichs.
    Die Fraktion des Bürgervereines weist ferner darauf hin, dass man abgewiesene Kinder überdies uneingeschränkt an Realschulen der Nachbarkommunen anmelden kann.
    Auch Eltern, die erkannt haben, dass die vorgenommene Anmeldung an der Sekundarschule Brauweiler der falsche Weg war, können ihre Kinder zum jetzigen Zeitpunkt bedenkenlos wieder abmelden und an einer Schule ihres Vertrauens anmelden.
    „Die Art und Weise wie die Verwaltung die ungewünschte Sekundarschule gegen die Elternmeinung erzwingen will, ist in unserer Demokratie unverantwortlich und nicht zu tolerieren!“, so die Fraktion des Bürgervereins Pulheim.

    Fraktion Bürgerverein Pulheim

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