Allianz Ortsmitte Brauweiler – Offener Brief an den Bürgermeister

AOB_FotoAm letzten Mittwoch, dem 22. April 2015, hat die Allianz Ortsmitte Brauwweiler ihre Gründungsversammlung gehalten. Jetzt lässt die Initiative um Ulla Esser, Christine Hucke, Manfred Kohlmann, Holger Paulsen und Jürgen Schniering ihren Worten Taten folgen. Wir dokumentieren den Offenen Brief der AOB an den Pulheimer Bürgermeister Frank Keppeler.

Ortsmitte Pulheim-Brauweiler
Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Keppeler,

auf der Informationsveranstaltung am 15.01.2015 in Brauweiler zum Stand des Projektes der Gold-Krämer-Stiftung ist einem großen Publikum vor allem eines deutlich geworden. Die Stiftung, die Stadt Pulheim und die Kommunalpolitik sind in erster Linie auf das Bauvorhaben am Guidelplatz fixiert. Die Entwicklung der gesamten Ortsmitte steht dahinter zurück. Gleichzeitig sind auf dieser Veranstaltung Versprechen auch in Sachen Bürgerinformation und Bürgerbeteiligung gemacht worden, die bis heute nicht eingelöst wurden. Daher haben sich Bürgerinnen und Bürger Brauweilers in einer Initiative – Allianz-Ortsmitte-Brauweiler AOB – zusammengeschlossen. Wir nehmen den Themenkomplex Bürgerbeteiligung sehr ernst und werden diese mit unserer Initiative einfordern.
Der Gründungsaufruf vom März 2015, der zu einer ersten Versammlung am 22.04.2015 führte, liegt zu Ihrer Information diesem Schreiben bei.

Die Gründungsversammlung hat den Austausch mit Ihnen als Vertreter der Stadt, auch der Brauweiler Bürgerschaft, als einen der obersten Punkte auf die Agenda gesetzt. Wir werden Sie laufend über die Anliegen der Allianz informieren. Insbesondere fordern wir eine stärkere Beteiligung der Bevölkerung am Planungsprozess. Wir stehen für eine nachhaltige Entwicklung unseres Ortes, die die Belange der Bevölkerung tiefgreifend und nachhaltig bestimmen wird. Daher will die Allianz den regelmäßigen Austausch von Informationen und Meinungen unter allen beteiligten Akteuren fördern und ihre Beiträge in Planungen, bauliche Umsetzungen und Nutzungskonzepte einbringen, die die Bürgerschaft im aktuellen Prozess vermisst.
Großen Wert legt die Allianz auf ein durchgängiges und nachhaltiges Gesamtkonzept aus einem Guss auf der Basis der in den letzten Jahren erarbeiteten Grundlagen. Auch die Ergebnisse aus dem Beteiligungsverfahren 1998 zum Thema Ortsmitte Brauweiler und der Bürgerwerkstatt 2008 zum Thema Verkehr stehen zur neuerlichen Bewertung an.
Das aktuell am 15.01.2015 in öffentlicher Versammlung vorgestellte Projekt der Gold-Krämer-Stiftung ist dabei nur ein Teilstück in der Stadtteilentwicklung Brauweiler. Wir fordern ein Gesamtkonzept. In der derzeitigen Planung fehlen Antworten zu wichtigen Aspekten wie Ausbildung des Baubereichs Ecke Kaiser-Otto-Straße, ruhender und fließender Verkehr, Ertüchtigung der Ehrenfriedstraße, Einbindung der weiteren Straßenzüge, Konzepte zum Kulturtourismus, Wohnen und Einkaufen im Ort, Förderung von Radfahrern und Fußgängern, öffentliche Nutzung des Guidelplatzes und etliche weitere Gesichtspunkte.

Bereits in der Erörterung am 15.01.2015 wiesen Bürgerinnen und Bürger darauf hin, dass noch erhebliche Fragen zu konkreten Problemfeldern offen sind. Dringend wurde von Geschäftsinhabern auf die angespannte Situation der Parkplätze hingewiesen. Auch die Frage, wie während der Bauzeit die Interessen umliegender Geschäfte bedacht werden, blieb offen.
Deshalb muss den Betroffenen ein Forum gegeben werden um ihre Überlegungen, Anregungen und Bedenken bereits im laufenden Planungsprozess einbringen zu können. Aus den Erfahrungen der zurückliegenden Jahre mit langwierigen juristischen Streitereien sollte erkannt worden sein, dass eine frühzeitige Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger dringend geboten ist.
Die Allianz möchte vor Ort eine öffentliche Informationsstelle betreiben, damit alle Interessierten jederzeit die Möglichkeit haben, sich über den aktuellen Stand des Gesamtprojektes und ihrer
Teilbereiche zu informieren. Sie will in Bürger-Werkstätten ihre Vorstellungen zu den
verschiedenen Problemfeldern erörtern, ausarbeiten und so Beiträge zum Vorhaben leisten.
In regelmäßigem, zeitnahem Austausch mit Stadt und Investoren sollen die Ergebnisse vorgestellt, diskutiert und auf Realisierung geprüft werden. Damit soll eine breite Basis geschaffen werden, ergebnisorientiert eine attraktive Ortsmitte städtebaulich zu entwickeln. Nur so kann ein lebendiges Brauweiler für die Bürgerinnen und Bürger und alle Besucher geschaffen werden.

Wir bitten Sie um einen baldigen Terminvorschlag. Für eine Abstimmung hierzu ist Ansprechpartnerin der Allianz Frau Hucke.

Mit freundlichen Grüßen
Allianz-Ortsmitte-Brauweiler

1 Kommentar to “Allianz Ortsmitte Brauweiler – Offener Brief an den Bürgermeister”

  • Wulf:

    Ich war bei der Gründungsversammlung dabei. Also von Interessenvertretung von Bürgern kann man bei dieser Initiative wahrlich nicht sprechen, denn es waren nicht Bürger eingeladen sondern lediglich ausgewählte Vertreter von Vereinen sowie den Brauweiler Geschäften.
    Erschreckend fand ich, wie wenig informiert Herr Paulsen war, der die Veranstaltung mehr dazu nutzte sich selbst darzustellen und was er alles schon getan habe. Also die zum Verkauf anstehenden Brauweiler Arkaden sind in meinen Augen kein gelungenes Vorzeigeobjekt. Und wenn die Gerüchte stimmen, dann ging er mit seinen Büros pleite, was für sich spricht.
    Bemerkenswert ist, dass Herr Paulsen erst einmal die Gebäude an der Kaiser-Otto Straße abreissen möchte, dann dort ein noch nicht einmal geplantes Gebäude mit Tiefgarage und mindestens 10 Ladenlokalen errichten will und erst wenn dieses Gebäude steht, soll der Guidelplatz bebaut werden. Mit anderen Worten wir würden in Brauweiler die nächsten 5-? Jahre diesen optischen Schandfleck gegenüber der Abtei weiter so behalten müssen.
    Die Mehrheit der Wortmeldungen zeigte, dass die Parkplatzthematik von den Anwesenden gänzlich anders bewertet wurde, als von den beiden Referenten Paulsen und Kohlmann (SPD). Erschreckend war auch
    , dass die auf dem Podium sitzenden nicht wußten, wie der Stand in Sachen umbau Bernhardstraße ist. Das was dann im Brauweilerblog zuletzt berichtet wurde, ist vielen in Brauweiler seit längerem schon bekannt. Es ist verwunderlich, dass Herr Kohlmann als ehemaliger Baudezernt im Kreis und SPD Mitglied sowenig darüber wußte. Hätte er doch einmal seine ehemaligen Mitarbeiter vorab befragt oder auch bei seinen Parteigenossen in Düsseldorf nachgefragt, dann wüßte er, dass die Pläne fertig sind und die Baumaßnahmen längst hätten beginnen können, hätte das Land die Freigabe der Gelder nicht gestoppt und erst für 2016 avisiert.
    Insgesamt muss man sagen, macht diese AOB einen Eindruck einer Initiative zur Selbstdarstellung der Herren Paulsen und Kohlmann, Frau Hucke trat mit Begrüßungs- und Verabschiedungsbeiträgen auf, Frau Esser hat wohl die Aufgabe einer Mikrofonhalterin in dem Quintett und Herr Schniederich sass einfach nur dabei. Wie schon bei der Initiative Klottener Straße läßt sich Frau Hucke vor einen Karren spannen, diesmal vor den von Herrn Paulsen und Kohlmann. Es ist bemerkenswert, dass die AOB keine Vertreter politischer Parteien eingeladen hat und dabei haben möchte. Wie aber soll solch ein Masterplan umgesetzt werden ohne die Politik? Der Bürgermeister alleine kann das nicht machen, hierzu braucht auch er Mehrheiten im Rat. Und um diese Mehrheiten zu bekommen, braucht man nun mal Politiker. Aber das scheinen die Damen und Herren zu ignorieren.
    Das Pressestatement im KStA zeigt, dass es bereits vor der Versammlung abgefaßt war, denn es gibt nicht den wahren Verlauf wieder, sondern gibt das wider, was die AOB möchte, dass die Bevölkerung erfahren soll. Pressevertreter waren ja auch nicht anwesend. Erstaunlich dass Frau Machnik dann einen Bericht schreibt, der in nichts von dem Pressestatement der AOB abweicht

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