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Ratsbeschluss – geschützte Platanen in Brauweiler müssen weichen

Nach gestrigem Ratsbeschluss soll die Motorsäge noch in diesem Monat angeworfen und die 5 geschützten Platanen hinter der Abteipassage  abgeholzt werden. Dieser Beschluss wurde mit Stimmen von CDU, SPD und FDP gestern so gefasst.  An der Stelle, wo die geschützten Platanen über Jahrzehnte standen und im Sommer vielen Passanten Schatten gespendet haben, soll Ende des Jahres mit den Bodenarbeiten für den umstrittenen Bau des Abteiquartiers begonnen werden.
Der Umweltausschuss, welcher eigentlich solche Beschlüsse fassen sollte, ist bei dieser Entscheidung schlicht und ergreifend übergangen worden. In diesem hätten sich auch die Bürger an der Debatte beteiligen können. Die Stadt argumentiert mit einer Dringlichkeit, da Fällarbeiten nur noch im Februar erfolgen können. Die Verwaltung räumt jedoch selbst ein, dass es noch keinen  rechtskräftigen Bebauungsplan gibt, der eine Fällgenehmigung geschützter Bäume zum jetzigen Zeitpunkt  rechtfertigen würde. Auch musste in der Sitzung zugegeben werden, dass man selbst keinen Kontakt zum Amt für Bodendenkmalpflege hatte, um zu klären, ob das Fällen der Bäume für etwaige archäologische Ausgrabungen erforderlich ist. Eine anwesende Bürgerin gab in der Sitzung den Hinweis, dass diese mit dem Amt für Bodendenkmalpflege gesprochen habe und die Notwendigkeit der Fällung verneint wurde. Zudem hat der Investor selbst eingeräumt, dass er frühestens Ende diesen, Anfang des kommenden Jahres mit den Bodenarbeiten beginnen will.   

„All dies und auch die Tatsache, dass das Urteil des Oberverwaltungsgerichts Münster hinsichtlich des Bürgerbegehrens noch aussteht (hier ist die Terminierung der 24.03.2020), zeigt, dass einmal mehr Fakten geschaffen werden sollen. Und das, obwohl dies zum jetzigen Zeitpunkt nicht erforderlich ist. Rein theoretisch könnte das Urteil des OVGs Münster und ein etwaiger daraus resultierender Bürgerentscheid das ganze Vorhaben noch ins Wanken bringen.  Zudem ist auch nicht ausgeschlossen, dass Anwohner nach Rechtskräftigkeit des Bebauungsplans gegen das Vorhaben klagen und es so zu weiteren Verzögerungen oder eines Kippens des Bebauungsplans kommt. Die Platanen sind dann aber weg und dass, trotz des Pulheimer Appells, der im letzten Jahr vollmundig von allen Fraktionen beschlossen wurde. Die Bäume hätten nach aktuellem Sachstand noch gut und gerne mindestens einen weiteren Frühling, einen Sommer und einen Herbst erleben und etwas für unser Mikroklima tun können. Wir bedauern, dass CDU, SPD und FDP diese Tatsache einfach ausblenden und das trotz Pulheimer Appells. Ein Appell fürs Klima ist aber zu wenig, wenn nicht auch danach gehandelt wird“, so die Fraktionsvorsitzende des BVP, Birgit Liste-Partsch.

2 Kommentare to “Ratsbeschluss – geschützte Platanen in Brauweiler müssen weichen”

  • Dorothea Jüterbock:

    Im Stadtrat wurde gesagt, der Bauantrag könne deswegen noch nicht gestellt werden, weil die Bürgerbeteiligung (ISEK) noch laufe. – Dabei wurde auf der ISEK Auftaktveranstaltung, bei der die Bürger ihre Ideen einbringen konnten, und bei der anscheinend besonders viele Ideen zum Abteiquartier eingebracht wurden, ausdrücklich von Herrn Höschen gesagt, dass gerade dort die Ideen der Bürger nicht berücksichtigt werden können (etwas anders ausgedrückt). Ich weiß nicht, was das für eine Bürgerbeteiligung sein soll.
    Wegen dieser sogenannten Bürgerbeteiligung, die in Form einer Informationsveranstaltung in der Mensa der Gesamtschule Brauweiler, auf der jeder Bürger mal kurz was sagen (aber nicht diskutieren oder gar was mitbestimmen) durfte, begonnen hatte, wurde ja auch das Bürgerbegehren vom Rat für unzulässig erklärt.
    Also, ich verstehe unter ‚Beteiligung‘ eigentlich was völlig anderes.

    Dass die Bäume möglichst schnell weg sollen, wird auch damit begründet, dass bis 2024, dem Juliäumsjahr der Abtei, ja alles fertig sein soll. Ich kann mich aber genau daran erinnern, dass auf dieser o.g. Informationsveranstaltung und auch sonst im vorigen Frühling als Jahr der Fertigstellung das Jahr 2022 genannt wurde. Jetzt ist man beim Jahr 2024. – Ich denke, bei diesen Angaben handelt es sich um völlig unverbindliche Aussagen zwecks Beförderung der eigenen Ziele.

  • Baltasar Fernandez:

    Bei der gestrigen öffentlichen Veranstaltung im Köstersaal (Planungsausschuss), hat sich Herr Höschen für seine damalige Entscheidung (siehe oben) entschuldigt. Er nahm dafür die persönliche Verantwortung. Dafür möchte ich ihm an dieser Stelle sehr herzlich danken, denn dazu gehört Aufrichtigkeit, Rückgrat und Mut.

    Leider bringt es uns die so wertvollen Bäume nicht wieder. Ich wäre sehr dankbar, wenn Pulheim endlich die Erfahrungen anderer Städte nutzen würde. Lieber Herr Höschen, bitte sorgen Sie dafür, dass Baumfällungen in Pulheim kein Bagatelldelikt bleiben. Investoren die bauen wollen, sollen das gesamte Procedere eines Baugenehmigungsverfahrens, bzw. B- Planverfahrens bis zum Satzungsbeschluss aushalten und auch bezahlen.

    Baumfällgenehmigungen gehören an eine Baugenehmigung gekoppelt. Nur so können wir verhindern, was gerade mit dem Projekt Abteipassage passiert ist. Nur weil wir in der Peripherie der Großstädte leben, dürfen wir uns nicht naiv verhalten.

    Es ist bitter, dass seit 1,5 Jahren weder die archäologischen Erkundungen begonnen haben (wer ist hierfür eigentlich zuständig?), noch die Abrissarbeiten. Auch fehlt jedwede Information der Stadt Pulheim oder des Investors zum Stillstand vor Ort. Das „Informationsbüro“ gammelt weiter vor sich hin.

    Für das Projekt Abteipassage wurden gestern in der Präsentation des ISEK unter der Rubrik Wohnen €35.- Millionen Kosten eingestellt. Bei 75 Wohnungen und einem REWE im Erdgeschoss, kann sich jeder einmal ausrechnen, was eine Einheit (Wohnen/ Gewerbe) dem Investor in der Herstellung kostet. Für wieviel müßte diese Einheit denn verkauft werden, damit der Investor hier überhaupt an seine kalkulierte Marge beim Ankauf der Liegenschaft kommt? Jedes Jahr steigen die Baukosten, die u.a. auch für die hohen Verkaufspreise von Wohnungen verantwortlich sind. Wir leben nicht in den TOP 7 Lagen dieser Republik. Verkaufspreise können hier nicht mit den galoppierenden Herstellungskosten mithalten.

    Ich habe ein sehr schlechtes Gefühl. Das einzige was hier bisher passiert ist, ist das den Mietern gekündigt wurde und die Platanen „entsorgt“ wurden. Wenn es dabei bleibt, wäre das für uns alle ein Armutszeugnis 🙁

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