Archiv für die Kategorie „Denkmal“
Pulheim: Standarte des ehemaligen Dansweiler Theatervereins 1920 dem Stadtarchiv übergeben

Hans Gerd und Margot Siefen haben dem Stadtarchiv Pulheim die Standarte des ehemaligen Dansweiler Theatervereins Frohsinn zur Aufbewahrung übergeben.
„Humor und Scherz Erfreut des Menschen Herz“
Hans Gerd und Margot Siefen haben dem Stadtarchiv Pulheim die Standarte des ehemaligen Dansweiler Theatervereins Frohsinn zur Aufbewahrung übergeben. Das Ehepaar hatte das Erkennungszeichen des heute nicht mehr existierenden Vereins zufällig auf dem Dachboden eines Hauses in Dansweiler gefunden. Gewohnt hatte dort der letzte Vorsitzende des Vereins, Adam Gottschalk. Er ist der Vater von Margot Siefen.
Auf der Vorderseite der ungefähr 50 x 50 Zentimeter großen Fahne ist gestickt: „Theater-Verein gegr. •• Frohsinn •• 1920[!] Dansweiler“ und auf der Rückseite: „Humor und Scherz Erfreut des Menschen Herz“. An der Standarte sind außerdem zwei sogenannte Widmungsbänder befestigt: „Dem Theater-Verein Frohsinn Dansweiler zum Andenken gew[idmet] von den Damen der Mitglieder 1922“ und: „25 – DEM THEATERVEREIN „Frohsinn“ Dansweiler zum 25jähr. Stiftungsfest Gewidmet v. d. Damen •••DES••• Vereins 1921[!] – 1946“.
Die letzten Aufführungen des Theatervereins Frohsinn Dansweiler hatten in den 1950er Jahren stattgefunden. Frau Siefen, die Mitglied des Vereins war, erinnert sich, dass der Verein an Theaterwettstreiten teilgenommen hat. Vereinsmitglieder fuhren mit geschmückten Pferdewagen, auf Holzbänken sitzend und von einem Akkordeonspieler begleitet, aus diesem Grund nach Sindorf oder Widdersdorf. Dort wurden von den teilnehmenden Theatervereinen kurze Stücke aufgeführt, die prämiert wurden. Ein Stück im Repertoire des Dansweiler Theatervereins hieß zum Beispiel „Heilige Maria von Lourdes“.
Im Stadtarchiv Pulheim bietet die Akte I/AB 87 des Bürgermeisteramts Freimersdorf mit dem Titel: „Sonderakten betreffend Vereins- und Versammlungs-Polizei – Vereinsregister 1907 bis 1934“ folgende Informationen für 1921: „Theaterverein ´Frohsinn`, Zweck des Vereins: Pflege der Geselligkeit, Gründungsjahr des Vereins: 1920, Anzahl der Mitglieder: 15, Leitende Persönlichkeit: Johann Heinen, Versammlungslokal: Josef Ruland, Dansweiler, Wie oft findet die Versammlung statt? 1mal monatlich.“
Die verzierte Metallhalterung der Standarte ist sehr schwer. Die zwei sich greifenden Hände in der Metallspitze sind von einem Blattkranz umgeben. In der Tülle zur Aufnahme eines Tragstabes befinden sich Reste eines Blattes einer alten Zeitung, das möglicherweise zum Feststecken des Stabes gedient hat. Zum Erhalt der Standarte müssen die Reste entfernt werden. Wegen der Brüchigkeit des Papiers können diese Arbeiten nur von einer Restaurierungswerkstatt durchgeführt werden.
Stadtarchive sammeln nicht gezielt museale Stücke. „In diesem Fall,“ so Stadtarchivar Horst Kandt, „ist das Stadtarchiv dem Wunsch der Schenker, die Standarte für die Öffentlichkeit gesichert und in einem öffentlichen Archiv langfristig aufbewahrt zu wissen, gerne nachgekommen.“
21. deutscher Mühlentag

Am 9.Juni findet der 21. deutsche Mühlentag statt. Auch die Brauweiler Mühle kann besichtigt werden Von 11.00 – 17.00 Uhr gibt es dort Kaffee und Kuchen, Würstchen und Kölsch. Der Inhaber der Mühle erzählt um 12, 14 und um 16 Uhr Geschichten über die Mühle und über die Funktion. Kinder können selber von Hand Korn mahlen. Es werden verschieden Sorten von Mehl und Getreide gezeigt. Ach ja, die Fügel wurden der Mühle schon 1904 entfernt.
Hinweis zur Abtei auf Ortsschild – ein Gastbeitrag von Hermann Schmitz zum Thema „Zusatzbezeichnungen auf Ortsschildern“
Die Kommunen in Nordrhein-Westfalen können die Namen auf ihren Ortsschildern mit Zusatz-Bezeichnungen ergänzen. Diese Neuregelung hat der Düsseldorfer Landtag mit den Stimmen aller Fraktionen am 19.10.2011 beschlossen. Den Gesetzentwurf, mit dem die Gemeindeordnung geändert wird, hatte die CDU im Juli 2011 eingebracht. Städte, Gemeinden und Kreise könnten öffentlichkeitswirksam auf ihre historisch gewachsene Besonderheiten und Charakteristika aufmerksam machen. „Das stiftet Identität“, heißt es. In einigen anderen Bundesländern ist den Kommunen teilweise schon seit Jahrzehnten erlaubt, über die Zusätze auf Ortsschildern Profilschärfung und ein wenig Eigenwerbung zu betreiben. Das bevölkerungsreichste Bundesland NRW hat nachgezogen. Einige Städte hatten bereits im Vorfeld Interesse gezeigt. Eine unterschiedlichen Bezeichnung oder Zusatzbezeichnung ist jedoch nicht statthaft. Alle Ortseingangsschilder einer Gemeinde müssen gleich aussehen. Damit wir für Brauweiler einen Zusatz „Abteiort“ bekommen können, oder für Stommeln den Zusatz „Mühlenort“, muss das Gesetz angepasst werden. Da weder die Stadtverwaltung noch die Bezirksregierung Köln tätig geworden ist, haben wir nun beim Ministerium für Inneres und Kommunales in der Düsseldorfer Landesregierung beantragt, den entsprechenden Paragrafen der Gemeindeordnung von NRW anzupassen. Wir haben schon früher den Vorschlag gemacht, auf die Ortseingangsschilder von Brauweiler den Zusatz „Abteiort“ zu schreiben. Der Begriff ist in Brauweiler geläufig. Die Zusatz-Bezeichnungen mit direkten Bezug auf die Abtei ist fast unumgänglich, da Brauweiler um die Abtei gewachsen ist. Ohne die Abtei hätte Brauweiler nicht die Bedeutung, die der Stadtteil von Pulheim heute schon hat.
So könnte das Ortseingangsschild von Brauweiler aussehen:
Hermann Schmitz
Vorsitzender CDU Brauweiler, Dansweiler, Freimersdorf
Restaurierung der alten Fahne mit Fahnenschrank vom MGV Brauweiler
Ein ehemaliger Brauweiler Sänger hat dem MGV Eintracht Dansweiler den Fahnenschrank und die Fahne von 1875 geschenkt. Beides hat fast 50 Jahre im Keller des Sängers gestanden. Als er dem MGV Schrank und Fahne vor einigen Wochen angeboten hat, hat der Verein natürlich nicht lange überlegt und zugegriffen. Mancher wird sich fragen, warum nimmt der MGV Dansweiler den Schrank und die Fahne an sich, der Verein hat doch mit Brauweiler nichts zu tun. Das stimmt aber nicht ganz, denn von 1875 bis 1879 waren die Sänger beider Orte in einem Chor vereint. Erst 1879 gründete sich der MGV Eintracht Dansweiler. Der MGV Brauweiler hat sich Anfang der sechziger Jahre aufgelöst.
Der MGV wird Schrank und Fahne restaurieren und dann in dem Sängerheim in Dansweiler aufstellen. Es wird ein Blickfang für alle Besucher werden. Den Fahnenschrank aus massiver Eiche mit vielen Schnitzereien hat der Verein bereits in Eigenleistung aufgearbeitet. Die Restaurierung der Fahne muss von Fachleuten durchgeführt werden. Nach den ersten Angeboten beläuft sich der Betrag auf 4.500 bis 5.000 Euro. Da der MGV diesen Betrag nicht vollständig vom Verein übernehmen kann, ist er auf Spenden angewiesen. Der MGV Eintracht Dansweiler hofft, dass er auf diesem Weg die notwendigen Mittel aufbringen kann.
Wer dem Verein mit einer Spende unterstützen möchte, kann diese auf eines der Konten überweisen. Vom Finanzamt anerkannte Spendenquittungen werden ausgestellt.
Raiffeisenbank Frechen-Hürth
BLZ 37062365
Konto-Nr. 2000264035
IBAN: DE45370623652000264035
BIC GENODED1FHH
Kreissparkasse Köln
BLZ 37050299
Konto-Nr. 156275006
IBAN: DE47370502990156275006
BIC COKSDE33
Brauweiler Kalender – Mit der Abtei durch das Jahr
Im Juli 2010 entstand der erste Post im Brauweilerblog. Von Anfang an entstanden auch immer Fotos in Brauweiler. Seitdem habe ich die Benediktiner-Abtei umkreist wie die Motte das Licht. Bei allen Auf und Abs der Dorfentwicklung war und ist das Kulturdenkmal die Konstante im Dorfleben. Das war nicht immer so, aber das soll hier jetzt nicht das Thema sein. Seit ein paar Jahrzehnten ist die Abtei einfach nur schön. Das habe ich in dem mir eigenen Fotostil versucht einzufangen. In Zusammenarbeit mit dem Bube-Verlag sind ein Tischkalender (5 Euro) und ein DIN-A3-Wandkalender entstanden (15 Euro). Sie können die Kalender in der Bücherstube Brauweiler oder im Empfang der Abtei Brauweiler erstehen. Oder Sie bestellen Ihren Jahreskalender direkt bei uns: hneubauer@brauweilerblog.de.
Brauweiler Bilder – Bon Jour Tristesse
Für mich ist ein ereignisreiches und erfolgreiches Wochenende auf der Crime Cologne zuende gegangen. Ein paar Impressionen gibt es hier. Verpasst habe ich die dritte Classic Night und den Tag des Offenen Denkmals. Jetzt hat mich der Brauweiler Alltag wieder. Ich sehe an den Kommentaren zum Brief aus Eckernförde, dass der Wahlkampf nun die Sidebar des Brauweilerblog erreicht hat. Willkommen, ihr Wahlkämpfer. Und immer schön sachlich bleiben. Ich wünsche einen guten Start in die Woche und verspreche: Morgen gibt es zur Abwechslung schöne Bilder an dieser Stelle. Trotzdem müssen wir unseren Blick mal wieder auf die Dorfmitte richten und fragen: Was verbirgt sich hinter dieser momentanen Friedhofsruhe rund um den Guidelplatz. Um was wird da gerungen? Wird überhaupt gerungen? Wer ringt mit wem? (Foto: Hendrik Neubauer)
Abtei Brauweiler – Tag des Offenen Denkmals
(pm) „Jenseits des Guten und Schönen – unbequeme Denkmale“: Dieses Motto trägt der Tag des offenen Denkmals 2013, zu dem das LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland (ADR) und der Pulheimer Geschichtsverein (VfG) am Sonntag, dem 8. September als eingespieltes Team in die Abtei Brauweiler einladen. In der malerischen Kulisse des barocken Prälaturhofes erwartet ein kleiner Markt mit regionalen Spezialitäten die Besucher. Zwischen 11 und 17 Uhr wird ein informatives Programm rund um das Thema Denkmalschutz und Abtei geboten. Diesen Beitrag weiterlesen »
Brief aus Eckernförde – Die Kraft der Tat #91
Ein Ausspruch hat mir eben bei der Lektüre des Briefes aus Eckernförde besonders gut gefallen. „Umgraben statt lamentieren.“ Oh. Margarete Brix, wie sprichst du mir aus der Seele. Nur wie bringt man das den Brauweilern bei. Es hat schon mehrere vereinzelte Versuche gegeben, in der Dorfmitte Zeichen zu setzen. Damit sich was ändert am Guidelplatz, unserem Schandfleck gegenüber der Brauweiler Abtei. Wer erinnert noch die Plakataktion entlang des Bauzauns? Es gab auch mal einen Zettel in einer Klarsichthülle, die an den Zaun gepinnt war: „Leute, habt noch etwas Geduld!“ So was in der Art. Vor ein paar Wochen gab es auch mal zwei Einzelhändlerinnen, die am Freitagnachmittag zwei Blumentöpfe am Zaun abgestellt haben. Das ging schon mal in die richtige Richtung, zwei Menschen richten mehr aus als einer, die hatten jedoch nicht mit dem Dritten gerechnet, der innerhalb von Stundenfrist Gefallen an den Blumen gefunden hatte und diese einfach entwendet hatte. Die eine Tat konterkariert durch die andere. Aber was lernen wir daraus? Soll sich eine Hundertschaft Brauweiler zusammenrotten und das Guidelloch wieder zuschütten und hinterher planiert eine Armada Brauweiler mit ihren SUVs den Platz? Schöne Idee, leider nicht umsetzbar. Da steht wohl das Eigentumsrecht der Gold-Kraemer-Stiftung davor. Aber ich werde mir was überlegen. Von daher empfehle ich erst einmal nach Eckernförde rüberzuschalten. (Illustration: Meike Teichmann) Diesen Beitrag weiterlesen »


