Schaumagazin Brauweiler – Das Ringen um die Zukunft und das liebe Geld

Die Kulturministerin des Landes Nordrhein-Westfalen, Ute Schäfer, hat am 13. Mai 2011 auf Einladung der SPD-Fraktionen in der Landschaftsversammlung Rheinland und im Rat der Stadt Pulheim den Kulturstandort Brauweiler besucht. Im Rahmen dieser Veranstaltung wurden die Kulturarbeit des Landschaftsverbandes, der Bau der Künstlerwohnungen durch die Gold-Kraemer-Stiftung am Guidelplatz und vor allem das Künstlerarchiv der Stiftung Kunstfonds vorgestellt.

Das Schaumagazin wurde noch in der Amtszeit Jürgen Rüttgers als Ministerpräsident geplant.  Seit längerem ist schon offensichtlich, dass die Finanzierung nicht gesichert ist. Dies wurde erneut von der Kulturministerin Schäfer bestätigt. Umso wichtiger war es, dass alle Beteiligten noch einmal die Bedeutung des Projektes bei den heute Verantwortlichen auffrischten. So nutzte auch die Gold-Kraemer-Stiftung die Gelegenheit, den Bogen vom Schaumagazin und den geplanten Künstlerwohnungen am Guidelplatz zu schlagen.

Frau Dr. Lingl (Stiftung Kunstfond) erläuterte  sehr ausführlich das bisher in Europa einmalige Nachlassarchiv, das in dem Gutshof des Areales residiert, und gab tiefe Einblicke in die dort geleistete Arbeit. „Bei diesem Rundgang zeigte sich Frau Schäfer sehr interessiert und sagte zu, sich um weitere Finanzmittel zu bemühen. Nach Aussage von Dr. Rolle wird auch der LVR nach Sparpotentialen suchen, um weitere Gelder für die Vollendung von Nachlassarchiv und Schaumagazin bereit stellen zu können. Für Brauweiler waren sich Timm (SPD) und Schmitz (CDU) einig, dass nur ein gemeinsames Vorgehen für Brauweiler zielführend sein kann. Die CDU Brauweiler erhofft sich nun, wie auch die SPD, dass die notwendigen Mittel im Landeshaushalt aufgenommen werden.“ Des vermeldet Hermann Schmitz, Vorsitzender der CDU Ortsverband Brauweiler, Dansweiler, Freimersdorf in einer Pressemeldung vom 15. Mai.

Die hier gezeigten Abbildungen bringen den Entwurf in Erinnerung, der den Wettbewerb um das Schaumagazin gewonnen hat. Thomas Obermann von BKSP Grabau Leiber Obermann, dem Gewinner-Büro, erläuterte im Anschluss an den Wettbewerb recht anschaulich den Grundgedanken der Anlagen: „Der Gutshof wird die Anlieferung, Verpackung, Lagerflächen, Registraturen und Büros aufnehmen. Im Erdgeschoss des direkt anschließenden Neubaus soll die Kunst in Wechselausstellungen präsentiert werden. Im Untergeschoss ist das Schaumagazin geplant. Der 3. Bauabschnitt nimmt ausschließlich weitere Magazinflächen auf. Auf ganz anderer Ebene finden inhaltliche Bezüge auch ihre typologischen Entsprechungen, die für unsere Planung relevant waren. Schon in ihrem Ursprung dienten die Flächen des Gutshofs in einem erheblichen Teil als Speicher, was natürlich auch deutlich in ihrer Gestalt zum Ausdruck kommt und für uns Anknüpfungspunkt wurde.“

Es wäre sehr bedauerlich, wenn diese Pläne in den Schubladen verschwinden. Besondere Bedeutung bekommt das Schaumagazin im Zusammenhang mit dem Umbau des Guidelplatzes. Das Künstlerzentrum und die Ausstellungshalle würden dem Abteiort noch mehr kulturelles Gewicht verleihen, als er ohnehin schon hat.

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