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Pulheimer Einzelhandel – „Wir sind Möbelhaus.“

Heute Morgen liest der Brauweiler im Kölner Stadtanzeiger die Nachricht: „Grünes Licht für das Möbelhaus.“ Steigt jetzt weißer Rauch über dem Schwefelberg auf? Der Flächennutzungsplan für das Pulheimer Gewerbegebiet Am Schwefelberg ist von der Bezirksregierung Köln genehmigt worden. Das Möbelhaus Segmüller plant hier: 45.000 qm Verkaufsfläche, 45.000 qm Lager, bewirtschaftet wird der Komplex „von weit über 500 neuen“ 800 Angestellten. Um zu sehen, was es dort in Zukunft alles zu kaufen geben wird, vergrößern man sich am besten mal die nebenstehende Segmüller Anzeige. Selbst Bücher finden sich im Sortiment.

 

Segmüller sieht sich als Anbieter qualitätvoller Waren. Man komme zwar auch nicht um Discountangebote herum, sei aber auf gar keinen Fall eine Ramschschleuder, so die Geschäftsführer im Gespräch im Frühjahr 2012. Das Angebot reicht von Möbeln über Lampen bis hin zu Bettwäsche und Matratzen. Geplant ist auf 4500 qm Fläche ein Nebensortiment anzubieten, das Überschneidungen mit der  Pulheimer Liste aufweist. Diese Liste bestimmt die Waren, die als zentrenrelevant  gesehen werden. Dies sieht in der Segmüller-Praxis so aus, dass mit billigen Bratpfannen und Elektronikwaren Kunden in den Möbelmarkt gelockt werden sollen. Außerdem sind drei Restaurants und ein Imbiss geplant. Was bedeutet das für die Einzelhandelsstruktur Pulheim? Hier zwängt sich ein Möbelriese in unser Angebot, der mit Sonderangeboten den Einzelhandel wenn nicht gar die Gastronomie in Pulheim-Zentrum, Brauweiler und Stommeln bedroht. Aber auch die Städte Bergheim, Dormagen und Leverkusen fühlen sich durch die Ansiedlung bedroht und erwägen eine Klage gegen den Bebauungsplan.

In seinem Blog-Gastbeitrag im Januar 2013 hat Norbert Wehr, Galerist aus Pulheim und Vertreter der IHK Köln, eine Begrenzung der Nebenverkaufsfläche auf 2.500 qm gefordert. Auch die SPD sieht die momentanen Ausmaße als Bedrohung für die lokalen Einzelhandelszentren. In seiner Haushaltsrede am 18. Dezember 2012 hat Dierk Timm, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Pulheim, gefordert: „ Wenn Sie die Arbeitsplätze und die Kaufkraft eines Möbelhauses nach Pulheim holen wollen, müssen Sie jetzt handeln. Mehr als 2.500 qm geht nicht. Sonst geht unsere Innenstadt noch weiter kaputt. Das wollen wir nicht.“

9 Kommentare to “Pulheimer Einzelhandel – „Wir sind Möbelhaus.“”

  • Peter Fonda:

    Häh? Was ist denn das für ein wirrer Post? Wenn man den Artikel vergrößert sieht man eine Aufstellung der von einer Sonderaktion ausgenommenen (überwiegend Marken-) Artikel. Das bedeutet dann ja, dass man in dem kritischen, zentrenrelevanten Sortiment nicht ramscht. Die Rabatte gibt es wohl im Umkehrschluss auf Artikel aus dem Kernsortiment im Möbelbereich.

    Ich verstehe den Text so, dass u.a. Bücher spezifisch von der Aktion ausgenommen sind. Man hält sich also an die Preisbindung. Hoffentlich meckert Thalia da nicht. Eine gepflegte Auswahl an „Büchern“ gibt es übrigens in fast jedem Supermarkt. Ab 3 Groschen aufwärts.

    Viel wichtiger ist doch die Frage nach guten Anfahrtswegen und Parkplätzen in hinreichender Anzahl. Das könnte dann ein zum Edeka in Widdersdorf vergleichbares Super-Einkaufserlebnis werden. Bequeme Anfahrt, immer Parkplätze. Geschickter, leicht konfuser Warenaufbau zur Spannungserhöhung bei der eigentlichen Warenfindung und –auswahl.
    Den Edeka finden viele gut; auch wenn man lange sucht und dann noch länger an der Kasse wartet. Das Konzept hat Zukunft. Alles in eine Bude.

    Die Planung sollte aber auch Lidl und Aldi, sowie eine Tankstelle mit Autowaschanlage berücksichtigen. One stop shop. Autarke Enklave.

    Ausbaustufe: Designer Outlet Stores

    Satte Umsätze und in Folge Steueraufkommen für Pulheim. Wie schon zuvor in der leidigen Schuldiskussion in einem der Kommentare angerissen: was scheren Pulheim die Nachbarn?
    Es würde mich sehr wundern, wenn es nicht bereits eine Einnahmenabschätzung seitens des Kämmerers gäbe.

    800 Arbeitsplätze. Womit ist das zu vergleichen? Wie viele Leute sind denn in den bedrohten Bereichen der Zentren tätig?

    Die Frage an die Politik ist doch wie sorgfältig wurden linke und rechte Seite des Kontos im Vorfeld verglichen. Was sind die für Pulheim relevanten zu erwartenden Deltas. Offenlegung des Abwägungsansatzes.

    Was waren noch einmal die Gegenargumente?

    Peter F.

    • Herr Fonda, Ihre Einwürfe in allen Ehren. Es handelt sich hier um eine aktuelle Rabattaktion des Hauses Segmüllers. Das heißt nicht, dass das Möbelhaus ansonsten und in der Regel nicht mit Bratpfannen und Fernsehern zu Sonderkonditionen handelt. So berichten es jedenfalls Pulheimer Einzelhändler, die Segmüller-Häuser besucht haben. Ich gebe zu, das war jetzt kein besonders gutes Beispiel. Auch hat mich Ihr Beitrag dazu veranlasst noch mal die Zahlen zu überprüfen und zu verbessern. Aktuell ist nur noch von ca. 500 Arbeitsplätzen die Rede. Sie sollen ruhig und gerne geschaffen werden, damit Sie und die anderen Autofahrer Ihre „One-stop-one-shop“-Einkäufe betreiben können. Aber nicht jeder will und kann bis Pulheim oder Widdersdorf fahren, um die Dinge des alltäglichen Bedarfs kaufen. Und warum muss ich einen Riesen schaffen und alle Zwerge umbringen? Schönen Gruß, Hendrik Neubauer

  • Ingo Bube:

    Und wieder rollt da ein Projekt auf uns zu, das den Einzelhandel im Dunstkreis des Großmarktes beeinträchtigt, oder gar zerstört. Was der Politiker gemeinhin noch nicht verstanden hat, ist die Tatsache, dass es sich beim Wirtschaftsleben überwiegend um Nullsummenspiele handelt. Will heißen: Was der Kunde in den Segmüller an Geld hineinträgt, fehlt in gleicher Größenordnung an anderer Stelle. Was der eine gewinnt, verliert der andere, denn die Märkte insgesamt sind gesättigt. Insofern ist es völlig irrelevant, ob man Nebenflächen um 2.000qm verkleinert oder nicht. Will man den hiesigen Einzelhandel nicht verlieren, oder beeinträchtigen, darf man derartige Flächenvermarkter in Gänze nicht zulassen. Auch das Sortiment ist dabei eher sekundär, denn der Kunde ist ja Genussmensch und ´genießt´ den Einkauf auf großer Fläche, um dann wieder nach Hause zu fahren. Auch wenn er das Buch, das er eigentlich in Brauweiler kaufen wollte, bei Segmüller nicht bekäme, ist das Geschäft zunächst in der Bücherstube nicht gemacht, weil der samstägliche Ausflug gen Großmarkt führt… Das Arbeitsplatzargument greift m.E. zu kurz. Kluge Anmerkungen von Herrn Fonda zur Offenlegung des Abwägungsansatzes!

  • Kirchartz:

    Es geht nicht darum ein Möbelhaus zu verhindern, sondern darum, in welchem Umfang zentrumsrelevante Ware angeboten wird – und das u. U. zu Ramschpreisen. Wir wollen doch gerne im Zentrum bummeln; woran denn vorbei, wenn es keine Geschäfte in der Innenstadt mehr gibt.
    Auch die gastronomie wird erheblich belastet sein, wenn Segmüller 3 – 4 Restaurants betreibt. Deshalb fordert der Aktionsting als Gemeinschaft der Pulheimer Unternhemen eine Begrenzung auf 2.500 qm und eine neue Definitipn der „Pulheimer Liste“. Außerdem muss es – von der Stadt unterstützte und initiierte – Massnahmen geben, die Interessenten des Möbelmarktes auch in die Innenstadt locken. Geld ist ja durch den Verkauf des Grundstückes vorhanden.

  • Ingo Bube:

    Nur damit ganz klar ist, was gemeint war: Ich halte Großmärkte, egal wie sie heißen, immer für problematisch, wenn sie in zu großer Zahl auftauchen. Ich frage mich oft, warum wir in Brauweiler und Umgebung eine Unzahl von Supermärkten brauchen?! Großfläche und Riesenfirmen bedeuten in vielerlei Hinsicht Marktmacht; gegenüber Kunden, gegenüber Lieferanten und gegenüber Mitarbeitern. (siehe Amazon) Nur ein Miteinander mit der ´Kleinzelle´ bedeutet Warenvielfalt, Qualität, allenthalben gesundes Wirtschaften. Es ist nichts gegen den ein oder anderen Großmarkt zu sagen, aber nicht alle paar Kilometer. Zudem geht es ja nicht nur um die Wege zum einkaufen, sondern auch um eine Orts- und Kleinstadtatmosphäre. Ich möchte keinen Ort mit überall vernagelten Schaufenstern und leer gefegten Straßen …

  • Natürlich muß der Einzelhandel in der City erhalten bleiben! Gar keine Frage. ABER – wenn ein so großer Möbelmarkt sich entschließt in den Kölner Norden zu kommen – dann kommt „der“. Und wenn man denen in Pulheim Schwierigkeiten bereitet, dann kommt der eben nach Widdersdorf oder nach Rommerskirchen oder … Dann haben sich mal wieder „einige Wenige“ durchgesetzt, aber der Markt findet in der Nachbarschaft statt – wie schon oft genug geschehen. Glaubt denn einer der Skeptiker, dass das uns in Pulheim nützt. Wir haben doch genug Großanbieter abgelehnt und damit in die Nachbarorte gebracht – die Kaufkraft geht uns täglich verloren. Während andere Orte um uns herum ihre Kaufkraft bei 100% halten, haben wir in Pulheim unsere inzwischen unter 50% gesenkt. Das kann doch nicht die Lösung sein. Und wir Pulheimer sollten endlich mal kapieren, das es an uns liegt, wo wir einkaufen. Nur durch unseren Einkauf in Pulheim erhalten wir unsere Geschäfte und die dazu gehörenden Arbeitsplätze.

    • Was ist schon natürlich? Der Einzelhandel in dörflichen und kleinstädtischen Strukturen ist es nicht. Fahren Sie mal mit offenen Augen durch NRW und die Restrepublik. Es gibt genügend Dörfer, deren Kern ausgestorben ist. Und Kleinstädte Leben von ihrem Besatz durch Bäckereien, Apotheken, gastronomische Angebote wie Eiscafé, Dönerimbiss und Pizzadienste sowie Dienstleistungen jeder Art, die nicht so leicht im Internet abgerufen werden können. Die Krönung ist dann noch eine örtliche Bank, aber selbst die wird in Zukunft an vielen Stellen wegrationalisiert? Erkennen Sie die Pulheimer Stadtteile um das Zentrum herum wieder? Das lässt sich nur ändern durch intensives Bemühen aller Beteiligten. Die Menschen müssen um ihr Dorf, ihren Ort, ihre Kleinstadt kämpfen. Und die Wirtschaftsförderung darf sich nicht auf den Zentralort konzentrieren, sondern muss Pulheim und seinen anderen Zentren wie Brauweiler und Stommeln ins Visier nehmen. Schöne Grüße Hendrik Neubauer

  • Alexandra Maumene:

    Meiner Meinung nach ist das ein Unsinn sondergleichen. Warum noch ein Möbelhaus, wenn es in Frechen Porta gibt, mit identischem Angebot? Der Weg nach Frechen ist wahrhaft nicht weit und für jeden mit Auto zu bewältigen. Wer ohne Auto unterwegs ist, der wird auch nicht den Weg in den neuen Segmüller bestreiten, der ja nun nicht gerade im Zentrum und fußläufig erreichbar liegt.

    Mit Supermärkten dürften wir mittlerweile auch gut bedient sein, siehe Edeka in Widdersdorf und Glessen (der war wirklich nötig) und Rewe in Brauweiler und Sinthern. Ebenso Kaufland (oder wie sich das nun wieder schimpft) in Pulheim.

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