Autorenarchiv
Brief aus Eckernförde – Vorbildlich #126

Moin, moin,
ich will nicht bestreiten, dass manche Gewohnheit nichts weiter ist, als eine Gewohnheit die zu hinterfragen durchaus sinnstiftend sein kann. Eine gewisse Flexibilität im Denken und Handeln würde verhindern, dass manche Männer viele Jahre leiden, nur weil sie „ihrem“ Verein, der gewohnheitsmäßig schlecht geführt wird, die Vasallen-Treue halten.
Andere Gewohnheiten hingegen sind als Basis eines sozial friedlichen, den Intellekt und die Durchblutung anregenden Miteinanders unstrittig. So wie der wöchentliche Doppelkopf-Abend, zu dem ich am Mittwoch meine drei Mitbewohner, sowie Hans Rasmussen als Gast erwartete. Allein, ich blieb allein!
So habe ich nach einer Karenzzeit von 30 Minuten nachgeforscht. Die vier Herren saßen bei Jörn. Mit glühenden Wangen spielten Jörn und Fiete mit dem Inhalt eines Fischer-Technik Baukastens, Fritze hatte den Erlenmeyerkolben eines alten Chemiebaukastens gerade auf einen Dreifuß gestellt. Ich weiß nicht, was er zu erhitzen gedachte. Und Hans war ganz vertieft in eine große Kiste mit Lego. Sie fühlten sich nicht ertappt, spielten munter weiter und ich musste schon nachdrücklich an unseren Termin erinnern, bevor sie mir unwillig an den Kartentisch folgten. Dort lieferten sie dann auch die Begründung für ihren neuen Männerbund. „Es gibt doch keine Vorbilder mehr!“, erregte sich Fiete. „Uli Hoeneß ist kein Vorbild mehr, Theo Sommer, der ehemalige ZEIT-Herausgeber, ist kein Vorbild mehr, die Reihe der Schummel-Doktoren sowieso nicht und jetzt auch noch der Schatzmeister der CDU und diese Talkshow-Touristin von der Emma.“ Da habe man sich im Männerkollektiv gefreut, als sich David Beckham, Fußball-Genie und Stilikone von der Insel, zu seinem Hobby bekannte. „Beckham spielt nämlich LEGO“, erklärte Hans. Der sei nun das Vorbild 2.5. Da hätte man was mit den Händen zu tun, könne kreativ und konstruktiv sein. Ich bin sehr gespannt wo das hinführt. Ein Youtube-Kanal für Männer-Lego?
Ihre und Eure Margarete Brix
P.S. Samstagabend gehe ich nicht aus. Ich habe einige Chorfreundinnen zu einem Vielliebchen-Abend eingeladen. Sie wissen schon, diese wunderbaren Glanzbildchen, die fast in Vergessenheit geraten sind.
Rasmussen und die Brix: das neue Duo am Krimi-Himmel. In: Tod am Strand.
Bei emons erschienen und überall im gutsortierten Krimi-Buchhandel erhältlich.
Notfallkoffer wieder da
(ots) – Der als gestohlen gemeldete Notfallkoffer der Feuerwehr Pulheim ist „aufgetaucht“
Wie der Polizei von der Stadt Pulheim mitgeteilt wurde, stand der Koffer gestern (6.2.2014) vor der privaten Haustür eines Mitarbeiters der Stadtverwaltung Pulheim in Brauweiler. Bislang Unbekannte stellten ihn dort ab. Derzeit prüft die Feuerwehr, ob der Notfallkoffer unversehrt und inhaltlich vollständig ist.
Das Kriminalkommissariat Bergheim prüft derzeit, ob eine Straftat vorliegt. Hinweise können deshalb weiterhin an das Kriminalkommissariat Bergheim gegeben werden, Telefon 02233 52-0. (ha)
Brauweiler Karneval – Ihre Fotos auf dem Brauweilerblog
Auf den Festplatten der Brauweiler schlummern jetzt schon wieder tausende Karnevalfotos. Teilen Sie die Fotos mit den Lesern des Brauweilerblog. Hier können Sie die Bilder hochladen.
Julias Pate ist der Bundespräsident
Bürgermeister überreichte Urkunde und Patengeschenk
(PM) Bundespräsident Joachim Gauck hat die Ehrenpatenschaft für Julia Lausberg aus Brauweiler übernommen. Bürgermeister Frank Keppeler hat den Eltern kürzlich in ihrem Haus im Friedhofsweg die Urkunde und das Patengeschenk in Form eines Schecks über 500 Euro überreicht. „Ich freue mich sehr, hier bei Ihnen im Auftrag des Bundespräsidenten tätig werden zu dürfen“, sagte Keppeler, als er Dr. Markus und Hella Lausberg im Namen der Stadt Pulheim gratulierte. Julia, genannt Julchen, ist das siebte Kind von Dr. Markus Lausberg. Die Töchter Anne (22), Elena (19), Carolin (15) und Sohn Michel (17) hat er aus erster Ehe mitgebracht. Mit seiner Frau Hella hat er die Söhne Oli (8), Tom (4) und jetzt Tochter Julia, die am 18. April 2012 das Licht der Welt erblickt hat. An einer Wand im Arbeitszimmer hängt eine Fotografie, auf der alle Kinder gemeinsam abgebildet sind. Zur Familie gehören außerdem die Berner Sennenhündin Raika und die Katze Minka. Aktuell leben vier Kinder mit ihren Eltern im Haus.
Dr. Markus Lausberg ist froh, mit seiner Familie in Brauweiler leben zu können. Er bescheinigte dem Bürgermeister, dass Pulheim eine kinder- und familienfreundliche Stadt ist. „Hier ist es sehr angenehm, mit einer Familie zu wohnen. Die Kinder wachsen behütet auf, es gibt genügend Kindergartenplätze und ein gutes Schulangebot“, so der Arzt, der in Kerpen-Sindorf und in Frechen-Königsdorf Praxen hat.
Der Bundespräsident übernimmt für das siebte Kind einer Familie (bzw. von einem Vater oder einer Mutter) die Ehrenpatenschaft. Das Staatsoberhaupt bringt damit die besondere Verpflichtung des Staates für kinderreiche Familien zum Ausdruck. Sie soll die Bedeutung herausstellen, die Familien und Kinder für das Gemeinwesen haben.
Die Ehrenpatenschaft hat symbolischen Charakter. Sie ist mit der Taufpatenschaft nicht zu vergleichen. Die Anträge auf Übernahme der Ehrenpatenschaft werden dem Bundespräsidialamt über die örtlich zuständigen Stadtverwaltungen zugeleitet. Seit 1949 haben die Bundespräsidenten über 70.000 Ehrenpatenschaften übernommen.
Doppelerfolg bei Brauweiler Karnevalsfreunden (BKF) – Gastbeitrag von Andreas Weyergans
Gleich zwei hochkarätige Sitzungen gab es am Wochenende für die Freundinnen und Freunde des kölschen Frohsinns in Brauweiler.
In der Mehrzweckhalle, Kastanienallee, die im Volksmund und bei vielen Künstlern als „Brauweiler Gürzenich“ bekannt ist, begann Freitagabend um 18:30 Uhr, die seit Langem ausverkaufte Damensitzung.
Zu Beginn marschierte die Prinzengarde Köln in einer stattlichen Abordnung mit dem Elferrat in den Saal. Literat und Sitzungspräsident Michael Weyergans, der sein 10jähriges Jubiläum als Sitzungspräsident feiern konnte, hatte für ein Programm gesorgt, dass keine Wünsche offen ließ. Schon der zweite Programmpunkt „Blötschkopp“ Marc Metzger riss die Damen von ihren Stühlen. Er erhielt stehende Ovationen und konnte nicht ohne Zugaben die Bühne verlassen.
Marita Köllner sorgte anschließend mit kölschen Gesängen und mit ihrem geradezu unbändigen Temperament für wahre Jubelstürme. Weitere hochkarätige Höhepunkte folgten mit Guido Cantz, Höhnern, Stattgarde Colonia Ahoj, Domstürmer, Bruce Kapusta, Blom u. Blömcher, Querbeat, Thorrer Schnauzer Ballett und den Paveiern.
Pressesprecher Andreas Weyergans verriet uns, was ihm viele Besucherinnen anvertraut hatten: „Wir brauchen nicht nach Köln – denn hier in Brauweiler wird uns alles (ohne Weinzwang u. feiner Garderobe) geboten. Wir freuen uns jedes Jahr auf die Sitzung der Brauweiler Karnevalsfreunde (BKF), sie ist für viele zu einem richtigen Treffpunkt geworden. Bereits nach Ende der Sitzung ordern wir die Karten für die Sitzung des nächsten Jahres“.
Die bis auf wenige Karten (also fast) ausverkaufte Herrensitzung begann Samstagvormittag 12:30 Uhr. Auch hier reihte sich unter der Leitung des hervorragenden Sitzungspräsidenten und Literaten Michael Weyergans ein Höhepunkt an den anderen.
Mit der Nippeser Bürgerwehr marschierte der Elferrat auf die Bühne. Tradition hat in Brauweiler der Auftritt eines Nummerngirls. Bernd Stelter feierte mit seinem umjubelten Auftritt 25jähriges Bühnen-jubiläum im Karneval.
Weitere Höhepunkte waren Klüngelköpp, Ausbilder Schmidt, Kölsch Fraktion, Palm Beach Girls, Sitzungspräsident Weininger, Cheerleader
1. FC Köln, Micky Brühl Band sowie Querbeat.
Pressesprecher Andreas Weyergans sagte zur sehr guten Resonanz der Sitzungen: „Es hat sich mittlerweile herumgesprochen, dass die Brauweiler Karnevalsfreunde (BKF) zur Damen- u. Herrensitzung ein tolles Programm bieten“. Weiterhin verriet er: „Nach siebenjähriger Abstinenz könnte es wohl wieder Prinz, Bauer und Jungfrau in Brauweiler geben. Die Zeit ohne Dreigestirn würde dann in der kommenden Session endlich in Brauweiler ein Ende finden. Eine Vertragsunterzeichnung stände kurz vor dem Abschluss.“
Karl Münsch, Präsident der Brauweiler Karnevalsfreunde (BKF), freute sich ganz besonders über Gäste aus Thüringen. Eine Abordnung, der über 20 Jahre freundschaftlich verbundenen Karnevalsgesellschaft „Unweiser Rat Königsee“ war mit Prinz Kunibert 66. und Prinzessin Rita I., sowie Präsident Jens Brand und Bürgermeister Volker Stein nach Brauweiler gekommen. Bürgermeister Frank Keppeler empfing die 10 köpfige Delegation im Rathaus. Er überreichte seinem Amtskollegen zur Erinnerung ein Zinnwappen. Im Gegenzug revanchierte sich Bürgermeister, Volker Stein, mit einem Bild von Königsee.
Ankündigung: Vortrag am 18.2.2014, 19 Uhr, im LVR-Kulturzentrum Abtei Brauweiler
Opfer und Täter. Die Arbeitsanstalt Brauweiler im „Dritten Reich“
Referenten: Hermann Daners und Josef Wißkirchen
Der Vortrag „Opfer und Täter. Die Arbeitsanstalt Brauweiler im ‚Dritten Reich‘“ nimmt Bezug auf die im Dezember 2013 erschienene Publikation „Die Arbeitsanstalt Brauweiler bei Köln in nationalsozialistischer Zeit“ der beiden Historiker Hermann Daners und Josef Wißkirchen. Das 435 Seiten umfassende Buch beleuchtet die herausgehobene Rolle, die der Arbeitsanstalt im Terror- und Repressionssystem des nationalsozialistischen Regimes zukam. Dabei gehen die Autoren differenzierend auf die unterschiedlichen Funktionen ein, die die Arbeitsanstalt im Laufe dieser Jahre innehatte. Unter Heranziehung aller relevanter Quellen werden erstmals die Strukturen, Abläufe, handelnden Personen, Opfer und Ereignisse dargestellt und in den historischen Zusammenhang eingeordnet.
Der Vortrag unterzieht verbreitete Vorstellungen einer kritischen Revision. Dabei spüren die Autoren am Beispiel einzelner betroffener Personen lokalen und regionalen Aspekten nach.
Termin: Dienstag, 18.2.2014, 19 Uhr
Ort: LVR-Kulturzentrum Abtei Brauweiler, Gierden-Saal, Ehrenfriedstraße 19, 50259 Pulheim-Brauweiler
Eintritt: frei
Veranstalter: LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrum
Weitere Informationen:
http://www.abteibrauweiler.lvr.de/de/veranstaltungen/fachvortraege/Vortraege.html
Brief aus Eckernförde – Macht doch jeder #125

Moin, moin,
Für die nächste Chorprobe musste ich Anfang der Woche einige Noten kopieren und ausdrucken. Im Chor hat jeder so seine Aufgabe. Ich bin die Notenwartin. Jedenfalls hatte ich prompt kein Papier mehr im Drucker. Ich fluchte, weil ich in Eile war und die Geschäfte schon geschlossen hatten. Fiete, der bis dahin in seinem Oldtimer-Magazin geblättert hatte, trat hinter mich. „Margarete, lass mich dein dich rettender Engel sein. Ich fahre rasch ins Büro und ehe du dich versiehst bin ich zurück, mit 500 Blatt feinstem 90 Gramm Kopierpapier.“ Ich drehte mich zu ihm um. „So, so. Kopierpapier aus dem Büro der Firma, die deiner Tochter gehört. Wie verrechnest du das denn? Was erklärt denn deine Tochter gegenüber dem Finanzamt? Ist das nicht ein bisschen ADAC?“ Fiete runzelte die Stirn. „Margarete, zwischen zwei Pfund Papier und Hubschrauberflügen liegt doch wohl ein kleiner Unterschied, oder!?“ Ich stimmte ihm zu, merkte aber an, dass es im Grunde vergleichbar sei. Man nähme sich einen Vorteil, der einem nicht zustünde. Und das sei weder legitim noch legal. Wie nicht anders zu erwarten, kam Fiete mit den, nicht nur seiner Meinung nach weltfremden Urteilen zu den Themen übrig gebliebene Brötchen am Arbeitsplatz essen oder Handy aufladen mit dem Strom des Arbeitgebers. Dann, mitten hinein in unsere Diskussion über Kugelschreiber, Rettungsflieger und Oktoberfest, rief Hans an. Er fragte, ob wir mit ins Kino wollten. Er hätte Freikarten. Den Geschäftsführer des Kinos habe er gestern als Zeugen befragt und da hätte ihm dieser …, naja, wie das eben so wäre, wenn man jemanden kennt, der einen kennt. Wir haben am Abend „Hannas Reise“ gesehen. Empfehlenswert. Die Noten habe ich Tags drauf ausgedruckt. Auf selbst gekauftem Papier. Immerhin.
Ihre und Eure Margarete Brix
P.S. Samstagabend gehe ich zum 62. Seglerball Eckernförde in die Stadthalle. Es gibt Verpflichtungen, die durchaus Spaß machen können.
Rasmussen und die Brix: das neue Duo am Krimi-Himmel. In: Tod am Strand.
Bei emons erschienen und überall im gutsortierten Krimi-Buchhandel erhältlich.
An 45 Standorten in der Stadt Pulheim gibt es Hundetoiletten, davon 6 in Brauweiler
Nicht nur ich habe mich über die Hundehaufen aufgeregt (24.01.2014). Es gibt viele Bürger, denen das ganz schön stinkt. Jetzt erreicht mich die passende PM der Stadt Pulheim:
(PM) – Verantwortungsbewusstes Verhalten trägt zur Sauberkeit der Stadt bei
Es werden stetig mehr! An 45 Standorten in der Stadt Pulheim haben Hundebesitzer mittlerweile die Möglichkeit, die „Hinterlassenschaften“ ihrer vierbeinigen Begleiter in Hundetoiletten sauber und umweltfreundlich zu entsorgen.
Die Nutzung ist denkbar einfach. Man zieht eine Kottüte aus dem abschließbaren Tütenspender, stülpt sich diese wie einen Handschuh über die Hand, nimmt das „Häufchen“ auf und entsorgt die Tüte samt Inhalt in den darunter befindlichen Abfallsammelbehälter. Die Hundetoiletten werden von den Mitarbeitern des Bauhofes regelmäßig mit neuen Tüten bestückt und die Abfallbehälter geleert.
In der Stadt Pulheim gibt es ca. 3.500 Hunde (Stand Dezember 2013). Die zu zahlende Hundesteuer beläuft sich seit 2011 bei einem Hund auf 75 Euro pro Jahr. Bei zwei Hunden sind pro Tier 90 Euro zu entrichten und bei drei und mehr Hunden fallen 105 Euro pro Tier und Jahr an. In besonderen Fällen können die Besitzer von der Hundesteuer befreit werden. Die Hundesteuermarke muss von den Tieren sichtbar am Halsband getragen werden.
Die Stadtverwaltung Pulheim weist alle Hundehalter darauf hin, dass die von ihren Tieren verursachten Verunreinigungen auf Straßen, Wegen und Plätzen sowie in Grünanlagen unverzüglich zu beseitigen sind. Verstöße können mit einer Geldbuße von bis zu 500 Euro geahndet werden. Wegen der zunehmenden Zahl von Beschwerden und Anzeigen, die sich auf die Verunreinigung von öffentlichen Flächen durch Hunde beziehen, macht das Ordnungsamt deutlich, dass es sich dabei um eine Ordnungswidrigkeit handelt. Deshalb werden die Hundebesitzer auf ihre Verpflichtung hingewiesen, die „Hinterlassenschaften“ zu entfernen. Alle Hundehalter können durch verantwortungsbewusstes Verhalten zur Sauberkeit der Stadt Pulheim beitragen.
Die bislang aufgestellten Hundetoiletten findet man an folgenden Standorten:Brauweiler:
auf der Grünfläche an der Erfurter Straße hinter dem Discounter Aldi
auf der Grünfläche an der Ecke Medardusstraße / Richezastraße
an der Helmholtzstraße zwischen Robert-Koch-Straße und Donatusstraße
an der Helmholtzstraße zu Beginn des Feldes
am Friedhofsweg gegenüber der Pfalzgrafenstraße (in Aufstellung)
am Verbindungsweg zwischen Friedhofsweg und Kaiser-Otto-StraßeDansweiler:
auf der Grünfläche am Ehrenmal
Weitere Standorte finden Sie hier.
TuS Brauweiler Basketball – TV Blatzheim : TuS-Brauweiler, U12 25.01.2014
TV Blatzheim – TuS-Brauweiler 19:110 (3:24, 6:24, 0:30, 10:32)
Mit einer überragenden Leistung sicherte sich der TuS-Brauweiler einen klaren 110:19 Sieg gegen das Team aus Blatzheim. Auch ohne einige gesundheitlich angeschlagenen Spieler, wie Marc Pütter oder Tom Paulke, startete das Team von Thomas Bömerich und Max Winter mit starker Verteidigung und konnte immer wieder einfache Punkte herausspielen. Da das Team nur mit 8 Spielern angereist war, konnte jeder Spieler genug Spielzeit abgreifen und auch Mio Grüttemeier und Cem Kocabas konnten bei ihrem ersten Spiel für Brauweiler viel auf dem Platz stehen und gute Akzente setzen.
Von Anfang an konnte das Team die von den Trainern geforderte Spielweise umsetzten und das schnelle Spiel nach vorne forcieren. Bereits nach dem ersten Viertel waren die Verhältnisse für das Spiel klar. Die Mannschaft schaffte es zudem die gezeigte Intensität auch in den nächsten Vierteln beizubehalten und so den Vorsprung zu vergrößern. Während der Halbzeit beschlossen die Spieler in der Kabine einstimmig heute zum ersten mal in dieser Saison mehr als 100 Punkte zu erzielen.
Nach der Pause schalteten die Spieler noch einen Gang höher und schafften es das Viertel 30:0 für sich zu entscheiden. Aufgrund der starken Verteidigung am Ball von Bilal Ksiouar und Steffen Weis und einer kollektiv guten Arbeit in den Passwegen konnte man über das ganze Spiel hinweg aus vielen Ballverlusten schnelle Körbe im Angriff erzielen. Auch hier zeigte sich die starke Präsenz von Bilal und Steffen, die sowohl gut punkteten als auch ihre Mitspieler immer wieder in Szene setzten. Darauf hatte die gegnerische Defensive häufig keine Antwort.
„Man kann heute nur zufrieden mit der Mannschaft sein. Die Jungs haben super gekämpft und permanent als Team gespielt. Wir sind extrem froh wie sich das Team seit Beginn der Saison sowohl in der Verteidigung als auch im Angriff entwickelt hat.“, so das Trainerteam.
Am nächsten Samstag wird das Team gegen den Hürther BC in die Rückrunde starten und dann hoffentlich auch wieder auf einen vollen Kader zurückgreifen können.
Es spielten: Kaulhausen (8 Punkte), Grüttemeier (2), Kocabas(8), Henkel (6), Trierscheidt (10), Ksiouar (36), Weis (32), Hensel (8)
Brief aus Eckernförde – Hassos Tunnel #124
Moin, moin,
„Landwirtschaft, erneuerbare Energien, Tourismus.“ Jörns Enkelin leierte den Dreiklang ihrer beruflichen Zukunft im Norden mit Widerwillen runter, schlürfte an einem Chai Latte und schaute demonstrativ gelangweilt zur Decke. Unser Versuch das demographische Damoklesschwert durch generationenübergreifendes Coaching in seiner furchteinflößenden Bewegung zu stoppen, geriet ins Stocken. Julia ist 21, hat ein leidliches gutes Abitur, sieht verdammt gut aus, aber einen Plan? Fehlanzeige. Stattdessen: Heute Party, morgen mal gucken. Als ihre News-App die Rentenpläne der Andrea Nahles in ihr Blickfeld rückte, war es nämlich zunächst mal vorbei mit Senior-Coaching. Julia fand deutliche Worte für Nahles´ Politik, die erhebliche finanziellen Lasten auf die Schultern der nächsten Generation packt und Julia, so mein Eindruck, war sich ihres längeren Lebenshebels durchaus bewusst. Aussitzen kann wieder eine Option sein. Eine Blockade der Jungen würde die Mittelalten vermutlich extra alt aussehen lassen. Wer nicht arbeitet, zahlt auch nicht in die Rentenkasse. Ich bemühte mich um Annäherung durch Empathie. Nach einem weiteren Modegetränk auf meine Rechnung, ein bisschen Rumgetippe auf ihrem Smartphone und ebenso sanften wie offenen Fragen meinerseits, hatten wir dann die Interessenfelder der jungen Dame erreicht: Fashion and Pets. Also Mode und Viecher. Wir drehten ein paar Pirouetten um Öko-Tex und urban fishfarming. Julia kaute Kaugummi und dann, wie aus dem Nichts, erschien ein breites Lächeln auf ihrem Gesicht. Ob wir nicht irgendwie einen Kontakt zu einem Venture-Capital Typen hätten. Wobei Crowdfunding vielleicht auch ginge. Jörn wurde das nun zu bunt. „Mädchen, wofür bittesehr, brauchst du denn Risikokapital?“, brachte er unser aller Frage auf den Punkt. Die Antwort haute uns um. „Hatte einen Gedankenblitz. Pet-Piercing, krasser Trend. Versteht ihr? Tier-Tattoos und so.“ Jörn schaute mit großen Augen. Fragend. Seine Enkelin erklärte nun langsam und in wohlgesetzten Worten, sie beabsichtige ein Tattoo- und Piercingstudio für Haustiere zu eröffnen. Jörn war sprachlos. Julia war euphorisch. Ihr Plan war geschmiedet. Endlich. Noch während wir uns rat- und fassungslos anstarrten, suchte sie bereits online nach einem coolen Ladenlokal im Schanzenviertel. Fiete grinste: „Zungenpiercing für Bello und Ohrringe für die Mietze. Dagegen wird uns Massentierhaltung wie ein Streichelzoo vorkommen.“ Julia ging, ich habe ihren Chai Latte ausgetrunken. Gar nicht so übel.
Ihre und Eure Margarete Brix
P.S. Freitagabend (18.30 Uhr) Green-Screen´s Winterfilmreihe hier: „Das Haus“.
Rasmussen und die Brix: das neue Duo am Krimi-Himmel. In: Tod am Strand.
Bei emons erschienen und überall im gutsortierten Krimi-Buchhandel erhältlich.

